OstasienWarum Nordkorea so aggressiv ist

Die Kriegspropaganda aus Nordkorea ängstigt Ostasien. Die Gefahr ist aber geringer, als sie scheint. Das eigentliche Problem ist die nervöse Stimmung.

Kim Jong Un und seine Generäle studieren Angriffsziele in den USA: Ein Propagandafoto der staatlichen Nachrichtenagentur Nordkoreas KCNA  vom 29. März.

Kim Jong Un und seine Generäle studieren Angriffsziele in den USA: Ein Propagandafoto der staatlichen Nachrichtenagentur Nordkoreas KCNA vom 29. März.

Kim Jong Un ist ein Diktator mit Atomwaffen. Das ist schlimm genug, doch übel daran ist insbesondere, dass man so gut wie nichts über ihn weiß: Wie denkt dieser Mann? Was sind seine Ziele? Und vor allem: Warum veranstaltet er ein derart bedrohliches Kriegsgeschrei?

Aggressive Propaganda aus Nordkorea gegen die USA und Südkorea ist keineswegs ungewöhnlich, vor allem nach gerade beschlossenen UN-Sanktionen. Doch verwundert dieses Mal ihre Intensität. Überrascht haben dürften die Strategen Pjöngjangs aber auch die kräftigen Reaktionen Washingtons: Die USA schickten zu den jährlichen Militärübungen mit Südkorea B-2-Tarnkappenbomber und verlegten F-22-Jagdflieger (gleichfalls mit Tarneigenschaften) auf einen Stützpunkt bei der Hauptstadt Seoul.

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Nun provozieren das Kriegsgeschrei und seine Reaktionen weltweit Meldungen, die die wirkliche Bedrohung weit übersteigen. Zumal schon ein Blick in die jüngere Vergangenheit zeigt, dass die Nordkoreaner unter Kim Jong Uns Vater Kim Jong Il schon weiter gegangen sind, als nur Propaganda zu verbreiten.

Im November 2010 hatte der Norden mindestens 200 Granaten auf die grenznahe südkoreanische Insel Yeonpyeong im Gelben Meer abgefeuert, zwei südkoreanische Soldaten starben damals. Unmittelbarer Auslöser dürfte ein Manöver Südkoreas gewesen sein. Zuvor im Mai war eine südkoreanische Korvette gesunken, wahrscheinlich getroffen von einem nordkoreanischen Torpedo, 46 Matrosen kamen ums Leben.

Kriegsrhetorik wieder heruntergedimmt

Die eigentliche Gefahr besteht heute in Missverständnissen und Kettenreaktion, die im Zuge der nervösen Stimmung entstehen können. Verstärkt vor allem dadurch, dass man im Westen über Kim Jong Un derart wenig Informationen hat. Wovon man zumindest recht sicher ausgehen kann, ist, dass er über die Stärke der Streitkräfte des Südens, Japans und der US-Pazifikflotte informiert ist. Und dass er weiß, dass eine ernsthafte Attacke gegen Südkorea – erst recht mit einer Atomwaffe – die schnelle Eliminierung seines Regimes zur Folge hätte. Sie wäre ein Akt der Selbstzerstörung – ganz abgesehen von den katastrophalen Folgen für Ostasien. Welche Ziele Kim Jong Un auch verfolgt, verrückt ist er nicht, wie Nordkorea-Experte Stephan Haggard feststellt.

Es ist daher kein Wunder, dass Kim am Sonntag die Kriegsrhetorik schon wieder heruntergedimmt hat: Die Bereitstellung von Atomanlagen diene vor allem der wirtschaftlichen Entwicklung, sagte er vor dem Zentralkomitee der herrschenden Arbeiterpartei, dem tonangebenden Politikorgan dieses Staates. Dazu passt auch, dass am Montag der 2007 geschasste Wirtschaftsfunktionär Pak Pong Ju zum Ministerpräsidenten ernannt wurde. Pak war einst für vorsichtige Reformen verantwortlich und könnte etwas Bewegung in die starre Staatswirtschaft Nordkoreas bringen.

Leser-Kommentare
    • R36
    • 02.04.2013 um 16:11 Uhr

    Eventuell sollte man nicht vergessen, dass Südkorea nicht ganz so unschuldig an diesem leidigen Geplänkel ist: Wenn man vor der Küste Nordkoreas - zusammen mit der USA - gelegentlich militärische Manöver abhält, darf man sich über gelegentliche Reaktionen seites Nordkoreas nicht wundern.
    Ist im Text m.E. ein wenig vergessen worden.

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    • Suryo
    • 02.04.2013 um 16:16 Uhr

    ....daß offiziell nie Frieden geschlossen wurde und die Armee Nordkoreas größer ist als die von Südkorea und den dort stationierten US-Soldaten zusammen (was u.a. auch für die Hungersnot verantwortlich war), wenn man bedenkt, daß Nordkorea seit Jahrzehnten die Bevölkerung zum Haß auf Südkorea und die USA erzieht und eigentlich dauernd wüste Drohungen ausstößt, wenn man bedenkt, daß der Norden vor nicht allzu langer Zeit südkoreanische Zivilisten mit Artillerie beschossen und getötet hat, dann...

    ...ist ein Militärmanöver vielleicht doch relativ nachvollziehbar und nicht so provokant, wie Sie das jetzt gerne hätten.

    • Koon
    • 02.04.2013 um 21:21 Uhr

    ...Sie schreiben:

    "Wenn man vor der Küste Nordkoreas - zusammen mit der USA - gelegentlich militärische Manöver abhält, darf man sich über gelegentliche Reaktionen seites Nordkoreas nicht wundern."

    Vor der Ostküste der USA (sozusagen direkt am Strand von Kuba) findet in diesem Jahr das Manöver "Westlant Deployment", auch unter Mitwirkung deutscher Marineeinheiten statt. Ich habe noch nicht gehört, dass das kommunistische Kuba oder Russland gedroht hat, Washington oder Berlin militärisch zu attackieren. Ich glaube kaum, dass irgendeine militärische Macht auf diesem Planeten die Absicht hegt, sich das Reich der Kims anzueignen, zu überrennen oder das Geld für eine Granate für einen Schuss nach Nordkorea zu investieren, um es mal so flappsig auszudrücken.

    • Suryo
    • 02.04.2013 um 16:16 Uhr

    ....daß offiziell nie Frieden geschlossen wurde und die Armee Nordkoreas größer ist als die von Südkorea und den dort stationierten US-Soldaten zusammen (was u.a. auch für die Hungersnot verantwortlich war), wenn man bedenkt, daß Nordkorea seit Jahrzehnten die Bevölkerung zum Haß auf Südkorea und die USA erzieht und eigentlich dauernd wüste Drohungen ausstößt, wenn man bedenkt, daß der Norden vor nicht allzu langer Zeit südkoreanische Zivilisten mit Artillerie beschossen und getötet hat, dann...

    ...ist ein Militärmanöver vielleicht doch relativ nachvollziehbar und nicht so provokant, wie Sie das jetzt gerne hätten.

    • Koon
    • 02.04.2013 um 21:21 Uhr

    ...Sie schreiben:

    "Wenn man vor der Küste Nordkoreas - zusammen mit der USA - gelegentlich militärische Manöver abhält, darf man sich über gelegentliche Reaktionen seites Nordkoreas nicht wundern."

    Vor der Ostküste der USA (sozusagen direkt am Strand von Kuba) findet in diesem Jahr das Manöver "Westlant Deployment", auch unter Mitwirkung deutscher Marineeinheiten statt. Ich habe noch nicht gehört, dass das kommunistische Kuba oder Russland gedroht hat, Washington oder Berlin militärisch zu attackieren. Ich glaube kaum, dass irgendeine militärische Macht auf diesem Planeten die Absicht hegt, sich das Reich der Kims anzueignen, zu überrennen oder das Geld für eine Granate für einen Schuss nach Nordkorea zu investieren, um es mal so flappsig auszudrücken.

    • Suryo
    • 02.04.2013 um 16:16 Uhr

    ....daß offiziell nie Frieden geschlossen wurde und die Armee Nordkoreas größer ist als die von Südkorea und den dort stationierten US-Soldaten zusammen (was u.a. auch für die Hungersnot verantwortlich war), wenn man bedenkt, daß Nordkorea seit Jahrzehnten die Bevölkerung zum Haß auf Südkorea und die USA erzieht und eigentlich dauernd wüste Drohungen ausstößt, wenn man bedenkt, daß der Norden vor nicht allzu langer Zeit südkoreanische Zivilisten mit Artillerie beschossen und getötet hat, dann...

    ...ist ein Militärmanöver vielleicht doch relativ nachvollziehbar und nicht so provokant, wie Sie das jetzt gerne hätten.

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    Antwort auf "Provokationen"
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    ...ist ein Militärmanöver vielleicht doch relativ nachvollziehbar und nicht so provokant, wie Sie das jetzt gerne hätten.

    Konkretisieren Sie das mal. Wie könnte sowas aussehen? Ist Ihnen bewusst, dass dies in einem Weltkrieg enden könnte? Nordkorea hat Grenzen mit Russland und China. Meinen Sie die schauen zu, wie die Amis einmarschieren?

    Ist Ihnen bewusst, dass 90% der Nordkoreaner keine Sekunde zögern werden gegen die Invasion zu kämpfen? Diese Leute sind jahrzehntelang indoktriniert worden und werden sich niemals kampflos dem Erzfeind ergeben.

    Ein Krieg mit Nordkorea ist ein richtig ernsthafter Krieg, der Irak, Afghanistan oder gar Libyen als Sonntagsausflug erscheinen lässt.

    ...ist ein Militärmanöver vielleicht doch relativ nachvollziehbar und nicht so provokant, wie Sie das jetzt gerne hätten.

    Konkretisieren Sie das mal. Wie könnte sowas aussehen? Ist Ihnen bewusst, dass dies in einem Weltkrieg enden könnte? Nordkorea hat Grenzen mit Russland und China. Meinen Sie die schauen zu, wie die Amis einmarschieren?

    Ist Ihnen bewusst, dass 90% der Nordkoreaner keine Sekunde zögern werden gegen die Invasion zu kämpfen? Diese Leute sind jahrzehntelang indoktriniert worden und werden sich niemals kampflos dem Erzfeind ergeben.

    Ein Krieg mit Nordkorea ist ein richtig ernsthafter Krieg, der Irak, Afghanistan oder gar Libyen als Sonntagsausflug erscheinen lässt.

    • Narses
    • 02.04.2013 um 16:47 Uhr

    Wollen Sie ernsthaft unterstellen, dass Südkorea im Verbund mit den USA an der Demarkationslinie steht und nur darauf wartet, mit allen verfügbaren Kräften in Nordkorea einzufallen ??
    Barer Unsinn, der Südstaat hat in den vergangenen Jahren in mehr als einem Fall äußerste Zurückhaltung bei gewaltsamen Provokationen des Nordens bewiesen.

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    Provokationen gibt es auf beiden Seiten. Diese völlig einseitigen Schuldzuweisungen sind einfach nicht wahr. So z.B. auch der Zwischenfall Yeonpyeong:

    Südkorea feuerte nach eigener Aussage im Rahmen von Kampfübungen dutzende Geschosse zu Testzwecken in den Westen, nicht jedoch in den Norden. Der staatlichen südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap News Agency zufolge schickte Nordkorea in Bezug auf das Manöver um 8:20 Uhr per Telex eine Aufforderung an Südkorea, den Beschuss einzustellen. Die Übung wurde jedoch fortgesetzt. Nach südkoreanischer Darstellung beschoss darauf die Artillerie der nordkoreanischen Volksarmee erstmals um 14:43 Uhr Ortszeit die Insel.

    Nach nordkoreanischer Darstellung dagegen kam es am 23. November 2010 erstmals gegen 13 Uhr Ortszeit zu Artillerieangriffen der südkoreanischen Streitkräfte über nordkoreanischem Gewässer nahe der Yeonpyeong-Insel, worauf Nordkorea umgehend mit einem Angriff auf die Insel reagierte.[8][9] Nach offizieller nordkoreanischer Darstellung war der Angriff eine Reaktion auf „südkoreanische Schüsse in Richtung nordkoreanischer Hoheitsgewässer“.

    http://de.wikipedia.org/w...

    Es ist eben nicht immer so eindeutig, wie es in unseren Medien manchmal dargestellt wird.

    Provokationen gibt es auf beiden Seiten. Diese völlig einseitigen Schuldzuweisungen sind einfach nicht wahr. So z.B. auch der Zwischenfall Yeonpyeong:

    Südkorea feuerte nach eigener Aussage im Rahmen von Kampfübungen dutzende Geschosse zu Testzwecken in den Westen, nicht jedoch in den Norden. Der staatlichen südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap News Agency zufolge schickte Nordkorea in Bezug auf das Manöver um 8:20 Uhr per Telex eine Aufforderung an Südkorea, den Beschuss einzustellen. Die Übung wurde jedoch fortgesetzt. Nach südkoreanischer Darstellung beschoss darauf die Artillerie der nordkoreanischen Volksarmee erstmals um 14:43 Uhr Ortszeit die Insel.

    Nach nordkoreanischer Darstellung dagegen kam es am 23. November 2010 erstmals gegen 13 Uhr Ortszeit zu Artillerieangriffen der südkoreanischen Streitkräfte über nordkoreanischem Gewässer nahe der Yeonpyeong-Insel, worauf Nordkorea umgehend mit einem Angriff auf die Insel reagierte.[8][9] Nach offizieller nordkoreanischer Darstellung war der Angriff eine Reaktion auf „südkoreanische Schüsse in Richtung nordkoreanischer Hoheitsgewässer“.

    http://de.wikipedia.org/w...

    Es ist eben nicht immer so eindeutig, wie es in unseren Medien manchmal dargestellt wird.

    • va
    • 02.04.2013 um 16:06 Uhr

    Sie unterstellen dem Regime eine teuflische Rationalität. Ich finde Sie machen es sich zu einfach, wenn Sie eine Möglichkeit darin sehen, dass USA und China gemeinsam an einer Öffnungsstrategie arbeiten. Die Führungsclique von NK wird alles unternehmen, das Ruder in der Hand zu behalten. Eine Öffnung würde bedeuten, dass das Regime der eigenen Bevölkerung mehr Freiheiten läßt. Das wird wohl mindestens ein Generation dauern, bis sich das innerhalb der Militärdynastie durchsetzen läßt.

    Soll man das Regime sich selbst überlassen?! Momentan ist doch eher Unnachgiebigkeit gefragt!

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    > Sie unterstellen dem Regime eine teuflische Rationalität.

    Da muss Herr Richter gar nicht so viel unterstellen - die Rationalität im Handeln des nordkoreanischen Regimes ist mit Händen zu greifen. NK hat nichts, wirklich gar nichts, mit dem es außenpolitisch auftrumpfen könnte - mit Ausnahme seiner Atomdrohungen. Innenpolitisch wiederum ist die Angst vor dem Ausland die einzige Lebensversicherung des Regimes.

    Diese Ausgangslage führt fast zwangsläufig zu genau dem Handeln, welches das Regime an den Tag legt. Auf eine gewisse Weise handeln Kim Jong Un & Co. daher sogar äußerst berechenbar und in der Tat rational.

    Wichtig ist aber, dass die USA nicht auf die Idee kommen, die Spielregeln ändern zu wollen. Diese besagen, dass NK soweit geht, wie China es zulässt, und dass die Chinesen nicht mehr zulassen, als Südkorea und die USA tolerieren können. Gefährlich würde es, wenn z.B. die USA den Nordkoreaner direkt auf die Finger klopfen würden. Aber so blöde scheint die gegenwärtige US-Führung zum Glück ganz und gar nicht zu sein.

    > Ich finde Sie machen es sich zu einfach, wenn Sie eine
    > Möglichkeit darin sehen, dass USA und China gemeinsam an
    > einer Öffnungsstrategie arbeiten.

    Es gibt auf absehbare Zeit schlicht keine andere (politische) Möglichkeit.

    Eben jene hat dazu geführt, dass es das System geschafft hat, zu einer Art Atommacht zu werden. Ich finde es sehr optimistisch zu meinen, es würde unter besseren Bedingungen von diesem Pfade abweichen.

    Hat China wirklich so wenig Einfluss ?
    Oder will es diese Muskelspiele?
    Es ist erstaunlich, was die Welt diesem Land durchgehen lässt. Wenn ch es richtig sehe, beklagen die Südkoreaner 50 Tote in den letzten 5 Jahren ....

    > Sie unterstellen dem Regime eine teuflische Rationalität.

    Da muss Herr Richter gar nicht so viel unterstellen - die Rationalität im Handeln des nordkoreanischen Regimes ist mit Händen zu greifen. NK hat nichts, wirklich gar nichts, mit dem es außenpolitisch auftrumpfen könnte - mit Ausnahme seiner Atomdrohungen. Innenpolitisch wiederum ist die Angst vor dem Ausland die einzige Lebensversicherung des Regimes.

    Diese Ausgangslage führt fast zwangsläufig zu genau dem Handeln, welches das Regime an den Tag legt. Auf eine gewisse Weise handeln Kim Jong Un & Co. daher sogar äußerst berechenbar und in der Tat rational.

    Wichtig ist aber, dass die USA nicht auf die Idee kommen, die Spielregeln ändern zu wollen. Diese besagen, dass NK soweit geht, wie China es zulässt, und dass die Chinesen nicht mehr zulassen, als Südkorea und die USA tolerieren können. Gefährlich würde es, wenn z.B. die USA den Nordkoreaner direkt auf die Finger klopfen würden. Aber so blöde scheint die gegenwärtige US-Führung zum Glück ganz und gar nicht zu sein.

    > Ich finde Sie machen es sich zu einfach, wenn Sie eine
    > Möglichkeit darin sehen, dass USA und China gemeinsam an
    > einer Öffnungsstrategie arbeiten.

    Es gibt auf absehbare Zeit schlicht keine andere (politische) Möglichkeit.

    Eben jene hat dazu geführt, dass es das System geschafft hat, zu einer Art Atommacht zu werden. Ich finde es sehr optimistisch zu meinen, es würde unter besseren Bedingungen von diesem Pfade abweichen.

    Hat China wirklich so wenig Einfluss ?
    Oder will es diese Muskelspiele?
    Es ist erstaunlich, was die Welt diesem Land durchgehen lässt. Wenn ch es richtig sehe, beklagen die Südkoreaner 50 Tote in den letzten 5 Jahren ....

    • va
    • 02.04.2013 um 16:12 Uhr

    Man darf nicht vergessen, dass zur Zeit ein weiterer Problemstaat verdächtigt wird, Kernwaffen entwickeln zu wollen: Iran. Man kann sicher sein, dass die Mullahs gespannt zuschauen, was jetzt passiert.

    7 Leser-Empfehlungen
  1. Wer also einem Geiselnehmer entschlossen entgegentritt und ihn ggf. entwaffnet und nicht auf seine Forderungen eingeht, hat also , laut Ihrer Logik, kein Interesse an einer friedlichen Lösung?

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    Wer also einem Geiselnehmer entschlossen entgegentritt und ihn ggf. entwaffnet und nicht auf seine Forderungen eingeht, hat also , laut Ihrer Logik, kein Interesse an einer friedlichen Lösung?

    Geiselnehmer? Wer ist die Geisel? Soweit ich mich erinnern kann, hat Nordkorea immer nur geantwortet. Erst kamen die Militärmanöver vor der Küste, dann kamen die Drohungen Kims. Erst kamen die Übrungen mit atomwaffenfähigen Stealth-Bombern über Südkorea, dann kamen die Drohungen Kims.

    Bitte nennen Sie mir mal eine Drohung, die kein Vorspiel hatte.

    Wer also einem Geiselnehmer entschlossen entgegentritt und ihn ggf. entwaffnet und nicht auf seine Forderungen eingeht, hat also , laut Ihrer Logik, kein Interesse an einer friedlichen Lösung?

    Geiselnehmer? Wer ist die Geisel? Soweit ich mich erinnern kann, hat Nordkorea immer nur geantwortet. Erst kamen die Militärmanöver vor der Küste, dann kamen die Drohungen Kims. Erst kamen die Übrungen mit atomwaffenfähigen Stealth-Bombern über Südkorea, dann kamen die Drohungen Kims.

    Bitte nennen Sie mir mal eine Drohung, die kein Vorspiel hatte.

  2. Präsident Obama sollte sich daran erinnern, dass er einst den Friedensnobelpreis erhalten hat.
    Das sollte ihn dazu veranlassen, das Problem diplomatisch anzugehen. Wenigstens versuchen sollte er das. Dazu gehört zuerst, dass man sein Gegenüber ernst nimmt. Kim lechzt gerade dazu, ernst genommen zu werden. Ernst nehmen bedeutet, sich direkt an einen Tisch zu setzen.
    Diplomatie erfordert weiterhin, dass man das Gegenüber das Gesicht wahren lässt. Hierzu gehört, dass mögliche Lösungen solcher Natur sein müssen, dass sie Kim zuhause sowohl dem Volk als auch den Generälen als Erfolg verkaufen kann. Auf diese Weise ließe sich vielleicht eine vorsichtige Öffnung des Landes erreichen. Der Freiheitswille der Bevölkerung könnte dann sein Übriges tun.

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    • Bashu
    • 02.04.2013 um 18:11 Uhr

    Der hat dem Nobelpreis-Kommittee schon mehrmals offen ins Gesicht gespuckt. Militäreinsätze ausgebaut, Rechtstaatlichkeit abgebaut, wohin der Mann auch greift zerfallen demokratische Grundsätze. Kein Deut besser als G.W.

    • Bashu
    • 02.04.2013 um 18:11 Uhr

    Der hat dem Nobelpreis-Kommittee schon mehrmals offen ins Gesicht gespuckt. Militäreinsätze ausgebaut, Rechtstaatlichkeit abgebaut, wohin der Mann auch greift zerfallen demokratische Grundsätze. Kein Deut besser als G.W.

  3. In der Gegenwart sagt die größe der Armee nichts, schließlich gehen sie nicht mit Schwertern und Piken aufeinander los.
    Die USA brauchen maximal 10 Mann die Drohnen steuern und warten können.

    Wer sein Volk hungern lässt, aber wie ein König in Palästen und Yachten haust muss sich über Reaktionen nicht wundern.
    Schon das Laientheater bei Kim-Jong-Ills Tod war eine Farce.

    Schon die Bombadierung von Yeonpyeong wäre als Casus Belli zulässig, Warum also noch länger warten, ein kommunistischer Diktator und Despot weniger der die Menschen einsperrt.

    Zum anderen verfügt Nordkorea über Waffen aus den 60ern und 70ern, welches gegen High-Tech Kriegsgerät kaum eine reelle Chance hat.
    Warum also weiter abwarten bis der kleine Kim seine schmutzige Bombe fertig hat, er hat mehrfach propagiert wohin das Ding nach der Fertigstellung fliegen wird.

    4 Leser-Empfehlungen
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    Eines scheinen manche Kommentatoren oftmals zu vergessen:

    Mal angenommen, die USA und Südkorea nutzen einen solchen Vorwand und machen Nordkorea platt, wovon wohl auszugehen sein dürfte.

    1. Wer garantiert, dass Nordkorea in diesem Fall nicht die Atombombe(n) einsetzt, die man besitzt? Will man das wirklich riskieren?
    2. Was würde China wohl von der Vorstellung halten, dass das siegreiche, kapitalistische Korea (und damit die USA) unmittelbar vor der eigenen Haustür stünde? Nicht mehr nur noch in Schlagweite, sondern sogar in Sichtweite.
    3. Was würde sich überhaupt Südkorea von einem Angriff auf den Norden erhoffen?
    4. Was tun mit den Millionen von Nordkoreanern, die nach dem Einmarsch plötzlich frei sind? Natürlich werden die alle brav in Nordkorea warten und Däumchen drehen. Da wird keiner auf die Idee kommen und sein Glück woanders versuchen. Sicherlich werden sich die Südkoreaner und Chinesen über den gigantischen Flüchtlingsstrom freuen, der da auf sie zurollen dürfte.
    5. Auch Sadam Hussein war ein Diktator. Jetzt ist man ihn los. Assad - ebenfalls mit diktatorischer Macht ausgestattet - wird man wohl auch irgendwann noch los. Wer garantiert, dass danach Friede, Freude, Demokratie herrscht? Wer sagt eigentlich, dass der Westen die "Guten" und die anderen die "Bösen" sind? War es richtig, im Irak einzumarschieren? Geht es dem Land und seinen Menschen nach der Befreiung nun besser als unter dem Diktator? Ist das wirklich die Politik, die wir sehen wollen?

    Eines scheinen manche Kommentatoren oftmals zu vergessen:

    Mal angenommen, die USA und Südkorea nutzen einen solchen Vorwand und machen Nordkorea platt, wovon wohl auszugehen sein dürfte.

    1. Wer garantiert, dass Nordkorea in diesem Fall nicht die Atombombe(n) einsetzt, die man besitzt? Will man das wirklich riskieren?
    2. Was würde China wohl von der Vorstellung halten, dass das siegreiche, kapitalistische Korea (und damit die USA) unmittelbar vor der eigenen Haustür stünde? Nicht mehr nur noch in Schlagweite, sondern sogar in Sichtweite.
    3. Was würde sich überhaupt Südkorea von einem Angriff auf den Norden erhoffen?
    4. Was tun mit den Millionen von Nordkoreanern, die nach dem Einmarsch plötzlich frei sind? Natürlich werden die alle brav in Nordkorea warten und Däumchen drehen. Da wird keiner auf die Idee kommen und sein Glück woanders versuchen. Sicherlich werden sich die Südkoreaner und Chinesen über den gigantischen Flüchtlingsstrom freuen, der da auf sie zurollen dürfte.
    5. Auch Sadam Hussein war ein Diktator. Jetzt ist man ihn los. Assad - ebenfalls mit diktatorischer Macht ausgestattet - wird man wohl auch irgendwann noch los. Wer garantiert, dass danach Friede, Freude, Demokratie herrscht? Wer sagt eigentlich, dass der Westen die "Guten" und die anderen die "Bösen" sind? War es richtig, im Irak einzumarschieren? Geht es dem Land und seinen Menschen nach der Befreiung nun besser als unter dem Diktator? Ist das wirklich die Politik, die wir sehen wollen?

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