Nordkorea: Das Problem mit Familie Kim
Peking soll seinen aggressiven Nachbarstaat Nordkorea bändigen. Doch die Beziehungen zum Kim-Regime sind auch für China kompliziert geworden.
© REUTERS/KCNA

Nordkoreas Diktator Kim Jong Un (l.) spricht vor dem ZK der Nordkoreanischen Arbeiterpartei; im Hintergrund ein Bild seines Vorgängers Kim Jong Il, Pjöngjang 31. März.
Nordkoreas Regime macht erheblichen Stress in Ostasien. Es droht mit Kriegsgeschrei gegen Südkorea und die USA, wendet sich mit der Instandsetzung eines Atomkomplexes ostentativ gegen internationale Bemühungen um nukleare Abrüstung. Am Mittwoch wurde es erstmals konkret, als die südkoreanischen Mitarbeiter der Nord-Süd-Wirtschaftszone Kaesŏng am Zugang zu ihrem Arbeitsplatz gehindert wurden.
Da Nordkoreas großer Nachbar, die Volksrepublik China, einer der wenigen Verbündeten des Paria-Staates ist und Zugang zum Regime hat, wirkten die USA und andere westliche Staaten in den vergangenen Jahren viel auf Peking ein, um die Familie Kim zur Räson zu bringen. Vor allem, um Pjöngjang über Peking zum Stopp seines Atom- und Raketenprogramms zu bewegen.
Sämtliche Anrainerstaaten Nordkoreas sind genervt bis beängstigt. Aus gutem Grund, denn die verarmte Diktatur definiert sich über das Militär, sie unterhält eine gigantische Armee mit allein fast 1,2 Millionen Soldaten (bei 24 Millionen Einwohnern) und will sich mit der Entwicklung von Atomwaffen und Raketen vor umstürzlerischen Überraschungen schützen – und nicht das Schicksal eines Gaddafi oder Assad teilen.
Nordkorea ist ein Pufferstaat zum Süden
Bislang fand man in Peking aber den Gedanken an die Bombe gar nicht mal so schlimm – es gab und gibt andere Prioritäten im Umgang mit Nordkorea. China will keinen Regimesturz in Pjöngjang, auch wenn die Herrschaftselite sich dort sehr hässlich präsentiert. Peking ist darauf fixiert, dass die Grenzen mit seinen Nachbarn stabil bleiben, das setzt auch gute Beziehungen zu Pjöngjang voraus. Ein Kollaps des Regimes dort würde Hunderttausende Flüchtlinge in den vergleichsweise prosperierenden Nachbarstaat treiben.
Wahrscheinlich wäre bei diesem Szenario auch, dass Südkorea dann die gesamte Halbinsel übernimmt – mit der Folge, dass US-Truppen auch an der Grenze zu China stationiert sein könnten. Nordkorea ist also ein Pufferstaat zum Süden. Auch aus strategischen Gründen liefert man deshalb chinesisches Öl und Lebensmittelhilfen in das verarmte Nordkorea. Zudem hat China natürlich Geschäftsinteressen, denn Nordkorea besitzt wertvolle Rohstoffe.
Dennoch will natürlich selbst die chinesische Regierung keine Raketen- und Atomtests in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft. Über Nordkoreas ersten Atomtest 2006 soll man in Peking entsetzt gewesen sein. Und nach dem Test einer Langstreckenrakete vergangenen Dezember und dem Atomtest im Februar arbeitete die chinesische Regierung eng mit den USA zusammen, als es darum ging, UN-Sanktionen gegen das Regime in Pjöngjang festzulegen. Zeitgleich durften sich zahlreiche Analysten, (Ex-)Militärs und Journalisten öffentlich kritisch über Nordkorea äußern.
Mao Xinyu, General der Volksbefreiungsarmee und einziger Enkel Mao Zedongs, beispielsweise forderte den Abbau des Atomprogramms in Nordkorea. Der frühere chinesische General-Major Luo Yuan erklärte Mitte März, es sei unwichtig, dass man früher Seite-an-Seite gekämpft habe: "Wer unseren nationalen Interessen schadet, den nehmen wir uns vor." Ein Redakteur der Study Times, der Zeitung der Zentralen Parteischule der KP Chinas, forderte in der Financial Times, dass die Regierung die Allianz mit Pjöngjang beenden solle (was ihn allerdings erst mal den Job kostete). Die Zeitung Global Times, herausgegeben vom KP-Zentralorgan People's Daily, hat dazu aufgerufen, die Verbindungen zu Nordkorea ganz zu kappen. Auch in Chinas (gleichfalls von der Zensur bewachtem) Kurznachrichtendienst Weibo durfte ungehindert über Nordkoreas dicklichen Jung-Diktator Kim Jong Un hergefallen werden. "Fetter Kim" oder "Fatty der Dritte" (seine Vorgänger waren sein Großvater und Vater) sind seine Spitznamen. Die chinesischen User kreiden ihm den maroden Zustand seines Landes und die kriegerische Stimmungsmache an.





...nunja, kommt darauf an welche Zielsetzung man hat. Der Krieg wäre durch die enormen Fähigkeiten einer modernen Luftwaffe in kürzester Zeit gewonnen. Der "Krieg" der danach käme ist eine andere, richtig "hässliche" Angelegenheit. Je nach Indoktrinationsgrad hätte man bis zu 20Mio potentielle Insurgents.
Diplomatisch wäre die Situation ganz einfach zu lösen, wenn Nordkorea auch nur das geringste Interesse daran hätte.
China garantiert mit seinen Atomwaffen für Nordkorea und die USA für Südkorea. Beide koreanische Staaten verzichten auf Atomwaffen.
Fertig ist der Lack...
Wird aber nicht passieren, weil NK die Atomwaffen vor allem als Druckmittel nach außen und Machtsymbol nach innen braucht. Außerdem denke ich, dass Nordkorea den Chinesen schon lange nicht mehr traut. Die den Nordkoreanern sowieso keinen Meter trauen.
... nach meiner Promotion in Physik habe ich nicht mehr den Drang mich ständig weiterzubilden und immer tiefer nachzudenken. Ich habe jetzt ein gutes Gefühl für die Textur der physikalischen Welt und ihre Grenzen, alles andere sind Fußnoten.
Natürlich bleibt eine gewisse Neugier. Ich bin kein Jurist, aber sehr wohl News-Junkie, ich lese. Ergo ein gewisser Überlick, natürlich durch die Brille der Presse.
Worauf möchten Sie hinaus?
gerade in der chinesischen Bevölkerung ist schlecht. Viele, v.a. junge Leute orientieren sich viel eher nach Südkorea. Als ich meine chinesische Freundin (vorischtig) nach ihrer Meinung über NK fragte kam eine etwas peinlich berührte Antwort, als hätte man das Gespräch auf einen verrückten Verwandten im Gefängnis gebracht. Ähnliches, oft deutlicheres, habe ich von anderen Chinesen gehört.
Dazu kommt der Gesichtsverlust den jede Abkommensverletzung letzlich auch für die Verbündeten in Peking bedeutet.
NK ist für China ein Übel, das man als Puffer gegen die USA duldet, doch auch diese Geduld ist begrenzt...
Neues Geschäftsmodell aus Nordkorea:
Haben Sie Probleme mit den Vereinigten Staaten von Amerika? Droht Ihnen eine Invasion wegen Menschenrechtsverstößen, Massenvernichtungswaffen oder wollen Sie einfach nur Ihr Öl in Euro verkaufen? Wir haben die Lösung! Wir bringen die USA für Sie an ihre militärische Grenzen! Unsere Leistungen im Überblick:
Mehrtägige bis mehrmonatige Krisen (USAF und USN im Dauerstress) bis hin zur....
... unmittelbaren Kriegsgefahr: US-Militär muss Präsenz/Operationen in anderen Regionen der Welt einstellen und Kampfverbände abziehen, da es die Fähigkeit zwei Kriege gleichzeitig zu führen, schon längst verloren hat.
(Preise auf Anfrage)
...welchen Preis hab ich denn jetzt gewonnen?
...welchen Preis hab ich denn jetzt gewonnen?
um darüber schlechte Witze zu machen.
Schlimm wäre es allerdings, wenn Sie das ernst meinen. Dann sollten Sie mal den Unterschied zwischen Ausbeutung durch Kommunisten und Ausbeutung durch freie Marktwirtschaft erläutern.
Nebenbei, "liberale Freiheit"? Vom Pleonasmus abgesehen, gibt es auch eine nichtliberale Freiheit? Um Aufklärung wird gebeten.
für die das Wort liberal (zumindest in Deutschland) unangebracht wäre, weil es hier eher das Gegenteil bezeichnet.
Begründung:
Wenn jemand das Wort "liberal" im politischen Kontext verwendet, kann man davon ausgehen, dass er meistens "Freiheit VOM Staat" - mindestens mit -meint.
Für politische und gesellschaftl. Freiheiten ist "libertär" das korrekte Wort.
Man kann also libertär von rechts bis links sein. Ein rechter libertäre wäre vermutlich Ron Paul oder möglicherweise Friedmann. Ein ganz typischer Vertreter von linken Libertären war vermutlich Ghandi.
Man kann aber nicht liberal und links sein. Wenn man liberal ist, dann ist man automatisch im politischen Spektrum irgendwo zwischen Mitte und Rechts angesiedelt.
Und dann beschreibe ich mal, was für mich "Freiheit" ausmacht. Denn meine Definition von Freiheit widerspricht der liberalen zu 100%. Für mich bedeutet Freiheit: Persönliche Fähigkeiten und Möglichkeiten haben.
D.h. gebürenfreie Schulbesuche haben meine Freiheit erhöht. Die Möglichkeiten einen Arzt, ein Krankenhaus oder eine Rehaklinik ohne zusätzliche Kosten besuchen zu können erhöht meine Freiheit (oder würde sie erhöhen, bei Reha-Kliniken...).
Wenn ich dagegen meinen Arbeitgeber wechsle habe, z.B. von der Stadt Berlin zur Karl-Neumann-GmbH, dann hat sich meine Freiheit (dadurch) überhaupt nicht geändert. Es kann sogar sein, meine Freiheit war bei der Stadt größer, z.B. weil dort nicht so viele Überstunden anfielen...
für die das Wort liberal (zumindest in Deutschland) unangebracht wäre, weil es hier eher das Gegenteil bezeichnet.
Begründung:
Wenn jemand das Wort "liberal" im politischen Kontext verwendet, kann man davon ausgehen, dass er meistens "Freiheit VOM Staat" - mindestens mit -meint.
Für politische und gesellschaftl. Freiheiten ist "libertär" das korrekte Wort.
Man kann also libertär von rechts bis links sein. Ein rechter libertäre wäre vermutlich Ron Paul oder möglicherweise Friedmann. Ein ganz typischer Vertreter von linken Libertären war vermutlich Ghandi.
Man kann aber nicht liberal und links sein. Wenn man liberal ist, dann ist man automatisch im politischen Spektrum irgendwo zwischen Mitte und Rechts angesiedelt.
Und dann beschreibe ich mal, was für mich "Freiheit" ausmacht. Denn meine Definition von Freiheit widerspricht der liberalen zu 100%. Für mich bedeutet Freiheit: Persönliche Fähigkeiten und Möglichkeiten haben.
D.h. gebürenfreie Schulbesuche haben meine Freiheit erhöht. Die Möglichkeiten einen Arzt, ein Krankenhaus oder eine Rehaklinik ohne zusätzliche Kosten besuchen zu können erhöht meine Freiheit (oder würde sie erhöhen, bei Reha-Kliniken...).
Wenn ich dagegen meinen Arbeitgeber wechsle habe, z.B. von der Stadt Berlin zur Karl-Neumann-GmbH, dann hat sich meine Freiheit (dadurch) überhaupt nicht geändert. Es kann sogar sein, meine Freiheit war bei der Stadt größer, z.B. weil dort nicht so viele Überstunden anfielen...
Der Kim spielt den USA in die Hände, da die nun einen Grund haben, noch mehr militärische Präsenz im asiatischen Raum zu etablieren...
...welchen Preis hab ich denn jetzt gewonnen?
Wir sehen gerade die chinesische Führung mit komplett heruntergelassenen Hosen. Wie oft haben sie sich vor Kim Opa, Papa und Söhnchen gestellt und jetzt das! Hihihi...
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