MilitärausbildungBundeswehr lässt bis zu 800 Soldaten in Afghanistan

Verteidigungsminister de Maizière konkretisiert seine Pläne für den Afghanistan-Einsatz: Nach 2014 sollen mehrere Hundert Soldaten dort die einheimische Armee ausbilden.

Der Kampfeinsatz in Afghanistan soll 2014 zu Ende sein. Doch nach dem Willen der Bundesregierung sollen 600 bis 800 Bundeswehrsoldaten in dem Land bleiben. Sie sollen dort afghanische Soldaten ausbilden, um die Armee schlagkräftiger zu machen.

Der Einsatz ab dem Jahr 2015 ist laut Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) an eine formelle Einladung der afghanischen Regierung geknüpft: "Wir wollen willkommen sein", sagte er. Zudem seien eine Resolution des UN-Sicherheitsrats, ein zwischen Afghanistan und Deutschland vereinbartes Truppenstatut sowie eine ausreichende Sicherheitslage Bedingung.

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Insgesamt will die Nato nach Ende 2014 8.000 bis 12.000 Soldaten im Land lassen, mit eingerechnet sind dabei auch die deutschen.

De Maizière sagte auch, Deutschland sei bereit, weiterhin den Nato-Einsatz im nördlichen Teil des Landes zu führen – befristet auf zwei Jahre. Anschließend sollten sich Ausbildung, Beratung und Unterstützung auf die Region um die Hauptstadt Kabul konzentrieren. Deutschland wolle dann 200 bis 300 Soldaten entsenden.

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Leserkommentare
  1. Wir dürfen die Afghanen nicht den Taliban überlassen.

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    Gehören die uns denn? Und gibt es unter den Taliban keine Afghanen?

  2. Die nördlichen Anrainerstaaten von Afghanistan namens Turkmenistan sowie
    Usbekistan haben Erdgas sowie weitere interessante Bodenschätze. Erdgas u.
    Öl kann aber nur genutzt werden,wenn eine Pipeline hin zum Meer führt, also durch A. hindurch.
    Aber nicht nur deshalb sind die "Wertestaaten" ( =Wertpapierstaaten) mit ihrem jeweiligen Militär vor Ort, auch die dortige geostrategische Lage ist bedeutsam. Von dort kann "man" China mit umkreisen, zwecks eines evtl. Angriffes sowie militärische Operationen gegen den Iran mit initiieren.
    Die imperialistischen Räuber wissen schon warum sie am Hindukusch noch immer sind.

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    Das was Sie schreiben glauben Sie doch selbst nicht.

    1) Dank Fracking ist etwa für die USA das Erdgas vollkommen uninteressant.
    2) China einkreisen mit ein paar tausend Ausbildern ab 2015. Nicht wirklich.
    3) Die USA wollen aktuell bestimmt keinen Krieg gegen den Iran. Israel braucht Afghanistan nicht, ihre Flieger schaffen das auch so.

  3. Das was Sie schreiben glauben Sie doch selbst nicht.

    1) Dank Fracking ist etwa für die USA das Erdgas vollkommen uninteressant.
    2) China einkreisen mit ein paar tausend Ausbildern ab 2015. Nicht wirklich.
    3) Die USA wollen aktuell bestimmt keinen Krieg gegen den Iran. Israel braucht Afghanistan nicht, ihre Flieger schaffen das auch so.

    Eine Leserempfehlung
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    Geostrategische liegt den USA sehr wohl daran Stuetzpunkte in zentral Asien zu etablieren und zu halten. Die strategischen Vorgaben kommen von keine linken Verschwoerungstheoretiker sondern vielmehr von den konservativen US Think Tanks. Dort koennen sie letztendlich Schritt fur Schritt nachlesen und mitverfolgen welche Ziele - wirtschaftlich & politisch - die USA seit Jahren verfolgen. Wie das ganze Oeffentlichkeitswirksam verpackt wird steht auf einem anderen Blatt...

  4. 600-800 Mann. Da auf die Fähigkeiten der ANA keinerlei verlass ist, kann man dann davon ausgehen, dass von diesen 800 Mann mindestens 300 zum Schutzelement gehören, dann noch mal 250 für Versorgung und andere Logistik wegfallen. Dann gibts noch ein paar kleinere Posten und die richtige Ausbildung übernehmen dann +- 150 Mann. Die Soldaten sind dann auch noch immens auf Luftunterstützung durch die Amerikaner angewießen, da man mit so schwachen Kräften höchstens den Schutz des eigenen Feldlagers gewährleisten kann. Die afghanischen Sicherheitskräfte werden Stück für Stück einbrechen.

  5. ...Wieso braucht Afghanistan eine Armee nach westlichem Muster? Die Gesellschaft ist primaer von Stammeskultur gepraegt! Die westliche nationale Staatsdenkweise ist voellig unangebracht!
    ...natuerlich weiss man hierzu Lande einmal mehr was das Beste fur "unzivilisierte" Voelker ist.

    Eine Leserempfehlung
  6. Geostrategische liegt den USA sehr wohl daran Stuetzpunkte in zentral Asien zu etablieren und zu halten. Die strategischen Vorgaben kommen von keine linken Verschwoerungstheoretiker sondern vielmehr von den konservativen US Think Tanks. Dort koennen sie letztendlich Schritt fur Schritt nachlesen und mitverfolgen welche Ziele - wirtschaftlich & politisch - die USA seit Jahren verfolgen. Wie das ganze Oeffentlichkeitswirksam verpackt wird steht auf einem anderen Blatt...

  7. als die bisherigen Einsatztruppen. Immer häufiger drehen afghanische Soldaten ihre Waffen um:

    http://www.aixpaix.de/aut...

    http://www.rp-online.de/p...

    Sie haben offenbar etwas gegen diese Art Hilfe.

  8. Wenn die Bundeswehr ausländische Soldaten ausbildet, könnte die Kriegsgefahr vor Ort tatsächlich sinken. Gute Idee.

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    Gut ausgebildete Soldaten können gerade auch gut Krieg führen.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, tst
  • Schlagworte Bundesregierung | CDU | Nato | Ausbildung | Bundeswehrsoldat | Hauptstadt
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