BagdadAttentäter tötet mehr als 20 Menschen in Café

Ein Selbstmordattentäter hat in der irakischen Hauptstadt mindestens 23 Menschen ermordet, darunter auch drei Kinder. Der Attentäter zündete seine Bombe in einem Café.

Bei einem Bombenanschlag im Westen der irakischen Hauptstadt Bagdad sind mindestens 23 Menschen getötet worden. Nach Angaben von Sicherheitskräften und Ärzten wurden außerdem Dutzende verletzt.

Ein Selbstmordattentäter habe sich am späten Donnerstagabend in einem Café im zweiten Stock eines kleinen Einkaufszentrums in die Luft gesprengt, berichtet der Sender Al-Jazeera. Das Café wird vor allem von jungen Männern besucht, unter den Toten waren den Angaben zufolge auch drei Kinder.

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Der Anschlag ereignete sich in dem überwiegend von Sunniten bewohnten Stadtteil Amarija. Im Irak finden am Samstag Regionalwahlen statt. Zuletzt hatte die Gewalt in dem Land wieder deutlich zugenommen.

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Leserkommentare
  1. 3 Tote in Bosten: Tagelange, ausführliche Berichterstattung – 23 Tote in Bagdad: Ein kurze, nüchterne Meldung.
    Sind Amerikaner soviel mehr wert als Araber?

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    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion/ls

    • mipebs
    • 19. April 2013 9:39 Uhr

    das ist Berichterstattung unausgeglichen ist.

    • chri.s
    • 19. April 2013 10:55 Uhr

    Leider nein. Würde es sie interessieren, wenn im Hauptproduzentenland von Reis ein Sack von eben dessen umfällt? Nein. Es ist grotesk. Aber verfolgen Sie auf arabischen Kanälen sämtliche (falls überhaupt) Fahndungen nach den Hintergründen? - Wobei diese ja sogar meist klar sind und den Täter hat man auch. Fall abgeschlossen.

    In Amerika ist das nicht so der Fall, da wir eben im Glück leben, dass hier großflächigst verteilt alle paar Jahre 1 Bombe hoch geht. Diese kommt selten direkt aus der gleichen Stoßrichtung und zielt oft auch auf ganz unterschiedliches ab.

    Irak: Zwar mehr, aber einfachere Hintergründe.
    Westliche Hemisphäre: Linke, Rechte, Fanatiker, sonstige Kleingeister oder einfach mal ein durchgedrehter.

    Immer die gleiche Geschichte ermüdet eben. So ist der Mensch. Darauf basiert das Modell "NEWS"

    Genauso war es auch bei Hurrican Sandy. Da wurde wochenlang berichtet, was in den USA, einem der reichsten Länder der Erde, alles passiert ist. Aber das weitaus größere Elend auf z.B. Kuba hat niemanden interessiert.

  2. Anschläge im Irak passieren ständig, sie sind Normalität.
    Der letzte erfolgreiche Anschlag in den USA vor Boston hingegen war 9/11 vor mehr als einem Jahrzehnt.
    Normale Morde in den USA hingegen werden kaum beachtet, da diese Normalität sind, auch wenn seit dem Anschlag in Boston bereits wieder Hunderte erschossen wurden hört man davon nichts.

    4 Leserempfehlungen
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    finde ich Headlines,

    wie: Die Lage im Irak habe sich "(in absolutem Maße) normalisiert",
    von einigen Nachrichtenagenturen (Ich glaube im Jahr 2008/2009),
    durchaus. Bomben sind eben alltägliches. Aber die RAF muss ja in
    den siebziger Jahren erheblich schlimmer gewütet haben.

  3. 3. [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion/ls

    Antwort auf "Zweirlei Maß"
    • mipebs
    • 19. April 2013 9:39 Uhr

    das ist Berichterstattung unausgeglichen ist.

    Antwort auf "Zweirlei Maß"
    • chri.s
    • 19. April 2013 10:55 Uhr

    Leider nein. Würde es sie interessieren, wenn im Hauptproduzentenland von Reis ein Sack von eben dessen umfällt? Nein. Es ist grotesk. Aber verfolgen Sie auf arabischen Kanälen sämtliche (falls überhaupt) Fahndungen nach den Hintergründen? - Wobei diese ja sogar meist klar sind und den Täter hat man auch. Fall abgeschlossen.

    In Amerika ist das nicht so der Fall, da wir eben im Glück leben, dass hier großflächigst verteilt alle paar Jahre 1 Bombe hoch geht. Diese kommt selten direkt aus der gleichen Stoßrichtung und zielt oft auch auf ganz unterschiedliches ab.

    Irak: Zwar mehr, aber einfachere Hintergründe.
    Westliche Hemisphäre: Linke, Rechte, Fanatiker, sonstige Kleingeister oder einfach mal ein durchgedrehter.

    Immer die gleiche Geschichte ermüdet eben. So ist der Mensch. Darauf basiert das Modell "NEWS"

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Zweirlei Maß"
    • KHans
    • 19. April 2013 12:11 Uhr

    Die historischen politischen Einflußnahmen und Machtdemonstrationen des Westens, die in den gas- und ölfördernden Ländern besonders stark waren und sind, sind desaströs. Sie lösen nichts und zerreissen die Gesellschaften mit der Folge schier unbeschreiblichen andauernden Leidens.

    Die Einflußnahmen und Machtdemonstrationen derselben Liga sorgt auch innerhalb der westlichen Länder für gefährliche Spaltung, wenn nicht für Bildung, Anstand und Teilhabe gesorgt wird.

    Gleichzeitig wird es in freien Gesellschaften immer durchgeknallte Typen geben. In diesem Fall in Boston ist nun leider offenbar die Möglichkeit, die Motive zu erfahren ins Reich der Legendenbildung geschossen worden.
    Die Nachrichten sind zwar neu, jedoch stellt sich schon die Frage: Ist man wirklich nur zu blöd gewesen, die Person kampfunfähig zu machen?

  4. 8. [...]

    Entfernt. Bitte beachten Sie das konkrete Artikelthema. Danke, die Redaktion/ls

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP, fz
  • Schlagworte Bagdad | Anschlag | Arzt | Gewalt | Hauptstadt | Selbstmordattentäter
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