NuklearprogrammAtomgespräche mit Iran bleiben ohne Ergebnis

Die Verhandlungen zwischen Iran und der internationalen Gemeinschaft sind ohne Einigung beendet worden. Erstmals habe es aber einen ernsthaften Austausch gegeben.

EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton schaut ihrem iranischen Kollegen Said Dschalili hinterher.

EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton schaut ihrem iranischen Kollegen Said Dschalili hinterher.  |  © Ilyas Omarov/AFP/GettyImages

Die internationale Gemeinschaft und Iran sind auch nach neuen Verhandlungen nach wie vor uneins über Teherans Atomprogramm. Die Positionen lägen weiter auseinander, sagte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton nach zweitägigen Gesprächen in der kasachischen Großstadt Almaty. 

Ashton zeigte sich aber zufrieden mit der Qualität und Tiefe der Verhandlungen. "Erstmals habe ich einen Austausch zwischen der Gegenseite und uns gesehen", sagte Ashton. Sie ist Chefunterhändlerin der sogenannten 5+1-Gruppe, der die fünf UN-Vetomächte USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien sowie Deutschland angehören.

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Die Verhandlungen hatten länger gedauert als erwartet. Bis zuletzt wurde über einen möglichen Kompromiss spekuliert. Die 5+1-Gruppe sei bereit für weitere Gespräche mit Iran, weil sie an ein Ergebnis glaube, sagte Ashton. Sie werde nun mit ihrem iranischen Kollegen Said Dschalili das weitere Vorgehen besprechen. Russland zufolge wurde vorerst kein Termin und Ort für ein neues Treffen vereinbart.

Iran wird verdächtigt, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Kernenergie heimlich an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Teheran weist das zurück.

Bei den vorherigen Atomgesprächen im Februar hatte die 5+1-Gruppe der Regierung in Iran einen Vorschlag unterbreitet, wonach sie im Gegenzug für eine Lockerung der Sanktionen die Urananreicherung auf 20 Prozent aussetzen, den bereits angehäuften Uran-Bestand ins Ausland bringen und die Atomanlage Fordo schließen sollte. Iran zeigte sich zunächst aufgeschlossen, wies aber Forderungen wie die nach der Schließung von Fordo zurück.

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Leserkommentare
  1. der seismologisch aktivsten gebieten unserer Erde befindet .
    Ein Land welches nicht gerade für seine technologischen Innovationen , für seine Industrialisierung oder für seine Wissenschaftliche Entwicklungen bekannt ist.
    Iran (Persien ) kennen wir von anderen Produkten .
    Diesem Iran wollen wir ein Atomprogramm das auch Militärische zweige hat zugestehen ???

    Japan , ein Land der Hochtechnologie hingegen , legen wir ans Herz aus der Atomtechnik aus zusteigen ?

    Wenn der Iran nicht freiwillig sein Atomprogramm beendet , sollte der druck auf das Land stetig erhöht werden , wenn das auch nichts bringt , sollte man von außen die Atomanlagen des Iran abschalten und das eher in naher als in ferner Zukunft !

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    • k00chy
    • 06. April 2013 18:36 Uhr

    Ihr Kommentar stimmt so nicht ganz: Iran steht bei den wissenschaftliche Veröffentlichungen mittlerweile in den Top 10 weltweit, das Aufholen ist aktuell beispiellos. (Quelle: http://www.heise.de/tp/bl...)

    Der Aufstieg des Irans - trotz aller Sanktionen - nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch militärisch und politisch als Regionalmacht im Nahen Osten ist wohl auch einer der Hauptgründe, warum die westliche Staatengemeinschaft sich hier einzumischen versucht. Iran ist nicht auf der politischen Linie. Dabei spielt die Bedrohung Israels garnicht einmal die alleinige Rolle, wenn auch wohl eine äußerst wichtige für den Westen, allen voran natürlich Israel selbst. Es ist nicht die vielzitierte "Auslöschung" Israels, sondern der Machtverlust in der Region.

    Das Atomkraft hierzulande abgelehnt wird, steht doch auf einem ganz anderen Blatt. Ich meine, generell sollte jeder der humanistischen Vernunft fähige Mensch Atomwaffen unbedingt ablehnen.

    Was sich hier abspielt ist Politik. Hier geht es um Souveränität, hier geht es um Machtverschiebung.

    Und das amerikanische Kühlsystem für die japansichen Reaktoren versagt und spült täglich tausenden Kubikmeter hochradioaktive Suppe in den Pazifik. Japan ist schlicht zu unfähig um diese Technologie zu beherrschen und den USA ist es egal was mit der Umelt passiert.

    Ja, dem Iran gestehe ich die Nutzung der Atomkraft zu. Sie habe ein falsches Bild von "dem Iran" - kann es Ihnen jedoch nicht verdenken - beeinflusst durch Propaganda!

    Hier der wahre, wundervolle, schöne, interessante Iran:
    http://www.youtube.com/wa...

  2. über den Iran zu reden? Über ein Land reden können wir alle, meistens sind es aber auch Vorurteile, die wir bestätigt haben wollen. Viel wichtiger wäre gewesen mit dem Iran zu reden und nicht über ihn.
    Diese Gespräche mussten scheitern, weil der Krieg gegen den Iran doch längst beschlossene Sache ist. Der Iran kann sich quasi komplett "entkleiden" und es wird den USA, Israel und der EU immer noch nicht reichen. Man verfolgt beim Iran dieselbe Strategie wie beim Irak. Die USA behaupten etwas, können es nicht belegen und aus diesen unbewiesenen Behauptungen heraus zieht die westliche Staatengemeinschaft in den Krieg. Die besagten Waffen hat man dann nicht gefunden, stattdessen hat man sich aber die Rohstoffe gesichert.
    Es ist ein widerliches Schauspiel, das sich da vor unseren Augen abspielt. Nicht der Iran ist das Monster, sondern die westliche Staatengemeinschaft ist es.

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    hält sich an die einseitigen Sanktionsverordnungen der USA, trotz starker Drohungen von den, vor allem militärisch noch, mächtigen USA. Dreiviertel der Weltbevölkerung glauben diese US-Israelische Lügenkonstrukt nicht und trauen sich das auszusprechen und dafüreinzustehen und unterstützen den Iran bei seiner Entwicklung zu einer Industrienation. Der Iran verteidigt hier die echte aller Unterezichner-Länder des NPT.

    Die USA brauchen nur ein Kriegsangriffslüge häufig genug durch die Medien zu blasen um wieder mal einen völkerrechtswiedrigen Angriffskrieg auf ein friedliches land zu sarten, dass sich entwicklen möchte.

  3. Aufwachen! Es ist doch wohl mehr als nur offensichtlich, dass dieses ganze Spielchen ein klares Ziel verfolgt: 3. Weltkrieg. Was gibt es denn Besseres als Kriegstreiberei, um ein wenig von der Schuldenproblematik abzulenken? Erst Afghanistan, dann der Irak, bald der Iran und dann Russland/China. Man kann nur hoffen, dass die Atombomben in ihren Lagerstätten bleiben. Ansonsten gute Nach liebe Welt. Spätestens beim Iran werden die Amis auf Granit beißen; China und Russland werden keinesfalls den strategischen Imperialismus weiter hinnehmen......

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  4. "Iran wird verdächtigt, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Kernenergie heimlich an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Teheran weist das zurück."

    Auch wenn sie es eine fantastilliarde mal in allen Pressekanälen raushauen und die Welt mit diesem Medienschrott hoch anreichern wird es nicht wahrer.

    Eine Welt die den Westen privilegiert wird nicht mehr akzeptiert. Je eher Deutschland das einsieht desto besser. Es geht doch längst nicht mehr darum dem Iran etwas vorschreiben zu wollen, sondern das maximale an bilateralen Handels- und Wirtschafts- und Politikbeziehungen mit dieser aufsteigenden Macht im Mittleren Osten zu sichern bevor es die andern tun.

    Hier noch ein Link zu einem Video zum Iran, der von der Westpresse gerne schlecht gemacht wird zum genießen:

    http://www.youtube.com/wa...

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    "Iran wird verdächtigt, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Kernenergie heimlich an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Teheran weist das zurück."
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    Na ja, das unterscheidet sie erst mal nicht von Israel

    • k00chy
    • 06. April 2013 18:36 Uhr

    Ihr Kommentar stimmt so nicht ganz: Iran steht bei den wissenschaftliche Veröffentlichungen mittlerweile in den Top 10 weltweit, das Aufholen ist aktuell beispiellos. (Quelle: http://www.heise.de/tp/bl...)

    Der Aufstieg des Irans - trotz aller Sanktionen - nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch militärisch und politisch als Regionalmacht im Nahen Osten ist wohl auch einer der Hauptgründe, warum die westliche Staatengemeinschaft sich hier einzumischen versucht. Iran ist nicht auf der politischen Linie. Dabei spielt die Bedrohung Israels garnicht einmal die alleinige Rolle, wenn auch wohl eine äußerst wichtige für den Westen, allen voran natürlich Israel selbst. Es ist nicht die vielzitierte "Auslöschung" Israels, sondern der Machtverlust in der Region.

    Das Atomkraft hierzulande abgelehnt wird, steht doch auf einem ganz anderen Blatt. Ich meine, generell sollte jeder der humanistischen Vernunft fähige Mensch Atomwaffen unbedingt ablehnen.

    Was sich hier abspielt ist Politik. Hier geht es um Souveränität, hier geht es um Machtverschiebung.

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  5. Und das amerikanische Kühlsystem für die japansichen Reaktoren versagt und spült täglich tausenden Kubikmeter hochradioaktive Suppe in den Pazifik. Japan ist schlicht zu unfähig um diese Technologie zu beherrschen und den USA ist es egal was mit der Umelt passiert.

  6. Der Staat Israel, den Ahmadinedschad in der Regel nicht beim Namen nennt und zumeist als „zionistisches Regime“ bezeichnet, ist für ihn ein „Schandfleck [, der] aus der Mitte der islamischen Welt beseitigt werden muss.“[56][57] Die Existenz Israels ist laut Ahmadinedschad „eine Ungerechtigkeit und per se eine ständige Bedrohung“.[58][59] An einer anderen Aussage Ahmadinedschads, die vielfach mit den Worten übersetzt wurde, Israel müsse „von der Landkarte gefegt“ werden (engl. wiped off the map), entzündete sich ein Streit. Die Islamwissenschaftlerin Katajun Amirpur beklagte, westliche Agenturen hätten eine Falschübersetzung geliefert.[60] Tatsächlich aber stammte die Übersetzung von den staatlichen iranischen Medien ISNA[61], IRIB sowie von der Homepage des Präsidenten selbst. Amirpur übersetzte den Satz „īn režīm-e ešġālgar bāyad az ṣafḥe-ye rūzgār maḥw šawad“ mit „Dieses Besatzerregime muss von den Seiten der Geschichte (wörtlich: Zeiten) verschwinden“. MEMRI übersetzte den Satz mit „Das Besetzer-Regime muss aus den Annalen der Geschichte getilgt werden“. Die Bundeszentrale für politische Bildung wählte die Fassung „Das Regime, das Jerusalem besetzt hält, muss aus den Annalen der Geschichte getilgt werden“[62]. Ahmadinedschad hatte seine Rede mit den Worten begonnen, die Zuhörer sollten die Parole „Tod Israel“ [marg bar Isrāyīl] „von Herzen ausrufen“[62].

    http://de.wikipedia.org/w...

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    Ahmadinedschad zitiert den Ajatholla. Es sind also nicht seine Worte. Der Ajathollha hat eine Prophezeiung ausgesprochen, keinen Befehl. Und er hat nicht gesagt, dass der Iran irgendetwas macht, sondern, dass die kleinen Menschen rund um den Erdball sich erheben werden und rufen werden "Nieder mit Israel" also dem Besatzerregime. S e lügen also wenn sie etwas anderes behaupten. Angesichts der aktuellen politischen Situation ist es doch leicht nachvollziehbar und verständlich den Status-Quo nicht als geschichtlich relevantes Modell anzuerkennen und auch die eine weltweite Inakzeptanz bei einfachen Menschen rund um den Erdball ist zu beobacht. Die Akzeptanz Israels lässt sich selbst in den USA nur noch miit hetzerischen Plakaten in der U-bahn und an Bussen aufrechterhalten. Ihr Schluss müsste eigentlich lauten, die Einsichten und Vorraussichten iranischer geistlichen haben sich bewahrheitet. Glauben sie wirklich die letzen 40 Jahre israelische Geschichte werden als eine erfolgsgeschichte in die Geschichtsbücher eingehen?

  7. Ahmadinedschad wirft Israel Völkermord und eine unmenschliche und rassistische Politik gegenüber den Palästinensern vor, zu deren Fürsprecher sich Ahmadinedschad gerne erklärt. Ahmadinedschad gilt als Unterstützer der islamistischen Hamas, für die der Iran der wichtigste Geldgeber und Waffenlieferant ist. Ahmadinedschad hält regelmäßig antiisraelische Reden am von Ruhollah Chomeini ins Leben gerufenen Al-Quds-Tag, an dem traditionell zur Solidarisierung mit den Palästinensern und zur „Befreiung Jerusalems“ aufgerufen wird. Ahmadinedschad hält Zionismus für den „personifizierten Rassismus“, zudem seien „zionistische Kreise“ für den Irak-Krieg verantwortlich.[68] Israel bleibe nur deshalb ungestraft, weil die Juden die Welt durch „komplizierte Netzwerke“ beherrschten und dabei „moderne Sklaverei“ betreiben würden. Eine Sprecherin der deutschen UN-Botschaft bezeichnete solche Äußerungen als „inakzeptabel antisemitisch“. Auch ein Sprecher der US-Vertreter warf Ahmadinedschad vor, eine „hasserfüllte, beleidigende und antisemitische Rhetorik“ zu wählen.[69][70]

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    Entfernt Bitte bleiben Sie beim Thema des Artikels. Danke, die Redaktion/jk

    das als persönliche Vorwürfe zu formulieren, obwohl es für alle Welt sichtbar seien sollte. Sie können die zahlreichen Kriegsverbrechen der Israelis gegen die Palästinenser nicht einfach wegbloggern.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, jt
  • Schlagworte Iran | Atomprogramm | Atomwaffe | Catherine Ashton | Gespräch | Kernenergie
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