RomSchüsse vor Italiens Regierungspalast

Vor dem Palazzo Chigi in Rom hat ein Mann um sich geschossen und drei Menschen verletzt. Innenminister Alfano sprach von der Verzweiflungstat eines Arbeitslosen.

Ein italienischer Polizist wird weggetragen, nachdem ein Mann vor dem Sitz des Ministerpräsidenten in Rom um sich geschossen hatte.

Ein italienischer Polizist wird weggetragen, nachdem ein Mann vor dem Sitz des Ministerpräsidenten in Rom um sich geschossen hatte.   |  © Gabriel Bouys/AFP/Getty Images

Während der Vereidigung des neuen italienischen Ministerpräsidenten Enrico Letta hat ein Mann vor dem Regierungssitz in Rom, dem Chigi-Palast, mehrere Schüsse abgegeben. Zwei Polizisten und eine Fußgängerin seien verletzt worden, keiner schwebt in Lebensgefahr, berichteten italienische Medien. Der Schütze habe sich selbst verletzt, als er fliehen wollte.

Der Mann wurde festgenommen. Der Zeitung La Repubblica zufolge handelt es sich um einen 46-Jährigen  aus Kalabrien, der seit Jahren in der Provinz Alessandria lebt. Aus Polizeikreisen wurde bestätigt, dass der Mann psychisch krank sei. Er war in einem Anzug vor dem Regierungspalast erschienen und hatte aus etwa fünf Metern Entfernung mit einer Pistole auf die Carabinieri geschossen, berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Der Fernsehsender Rai zitierte eine Augenzeugin, die von mindestens acht Schüssen sprach. Die Polizei fand vor dem Regierungssitz sechs bis sieben Patronen. 

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Der 46-Jährige werde nach Angaben aus Sicherheitskreisen nicht mit der organisierten Kriminalität in Verbindung gebracht, berichtet La Repubblica. Die Motive des Mannes sind noch unklar.

Nach Einschätzung des Bürgermeisters von Rom, Gianni Alemanno, handelte es sich um keinen Terrorakt. Die Italiener müssten sich aber nicht wundern, dass solch ein Anschlag passiere, "wenn man lange gegen die staatlichen Institutionen wettert", sagte Alemanno im Radio Popolare.

Im etwas mehr als einen Kilometer entfernten Quirinale-Palast setzte Staatspräsident Giorgio Napolitano die Vereidigungszeremonie fort. Italien wird seit dem heutigen Sonntag von einer Koalition aus Lettas linker Demokratischer Partei (PD), der rechten Partei Volk der Freiheit (PdL) des ehemaligen Regierungschefs Silvio Berlusconi und der kleinen Zentrumspartei von Mario Monti regiert.

Erst am Samstag hatte Letta mit Staatschef Giorgio Napolitano die endgültige Kabinettsliste festgelegt. Anfang nächster Woche muss die neue Regierung dann in beiden Kammern des Parlaments ein Vertrauensvotum überstehen.

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Leserkommentare
  1. 1. [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf polemische Behauptungen und Spekulationen. Danke, die Redaktion/jk

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  2. Ich wünsche denen verletzen gute Besserung

    [...]
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  3. 3. [...]

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  4. 4. [...]

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    Antwort auf "Gute Besserung"
  5. Wie lange geht das noch so glimpflich ab?

    Nur weil ein paar Unverbesserliche etwas zu verbergen haben werden notwenige Sicherheitsgesetze in der EU blockiert.

    Die Sicherheit der Bürger muss schnellstens mit neuester Technick erhöht werden und Gesetze den Anforderungen angepasst es bleibt nicht viel Zeit.

    Für mehr Sicherheit nehme ich gern den gläsernen Bürger und Überwachungsdrohnen in Kauf, es geht um die Zukunft meiner Kinder.

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    "Die Sicherheit der Bürger muss schnellstens mit neuester Technick erhöht werden und Gesetze den Anforderungen angepasst es bleibt nicht viel Zeit.

    Für mehr Sicherheit nehme ich gern den gläsernen Bürger und Überwachungsdrohnen in Kauf, es geht um die Zukunft meiner Kinder."
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    Es besteht die Gefahr, dass nicht jeder die Ironie in Ihrem Beitrag erkennt.

    immer erstaunlich, wie schnell bei politischen Attentätern diese Diagnose gestellt wird - meist schon lange, bevor überhaupt die Identität feststeht.

    Ich bin ein Freund guter Satire und diesen Kommentar finde ich da recht gelungen!

  6. 6. [...]

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  7. "Die Sicherheit der Bürger muss schnellstens mit neuester Technick erhöht werden und Gesetze den Anforderungen angepasst es bleibt nicht viel Zeit.

    Für mehr Sicherheit nehme ich gern den gläsernen Bürger und Überwachungsdrohnen in Kauf, es geht um die Zukunft meiner Kinder."
    -------------------
    Es besteht die Gefahr, dass nicht jeder die Ironie in Ihrem Beitrag erkennt.

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  8. 8. [...]

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa, Reuters, kk
  • Schlagworte Rom | Enrico Letta | Gianni Alemanno | Giorgio Napolitano | Silvio Berlusconi | Italien
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