Ein Sicherheitsmann auf der Zufahrtsstraße zur Sonderwirtschaftszone in Nordkorea © Jung Yeon-Je/AFP/Getty Images

Nordkorea hat den Abzug seiner 53.000 Arbeitskräfte in der gemeinsam mit Südkorea betriebenen Sonderwirtschaftszone Kaesong angekündigt. Dies teilte ein ranghoher Beamter der Regierungspartei mit, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur KCNA.

Der Industriekomplex werde anschließend vorübergehend geschlossen. Kim machte "militärische Kriegstreiber" für die Entscheidung verantwortlich. Es hänge allein von der südkoreanischen Regierung ab, wie sich die Lage weiter entwickeln werde.

Im Zuge der aktuell angespannten Lage auf der koreanischen Halbinsel hatte Nordkorea südkoreanischen Arbeitern vergangene Woche die Einreise in die gemeinsam von beiden Staaten betriebene Sonderwirtschaftszone untersagt, die Ausreise hingegen erlaubt. Hunderte Südkoreaner blieben zunächst freiwillig in Kaesong.

Mit dem Einreiseverbot stellte sich die Regierung in Pjöngjang gegen ein Projekt, das bislang einige Krisen zwischen den beiden verfeindeten Nachbarstaaten überstanden hat. Der Industriekomplex liegt in Nordkorea, zehn Kilometer von der Grenze zum Süden entfernt. Kaesong ist eine wichtige Quelle für ausländische Devisen für die Regierung in Pjöngjang.