Presseschau: "Raketen und das Nuklearprogramm als Spielzeug"
Die Zuspitzung des Konflikts zwischen Nord- und Südkorea löst Besorgnis aus. Trotz der leeren Drohungen aus Nordkorea befürchten die Kommentatoren eine Eskalation.
© KCNA/dpa

Nordkoreas Führer Kim Jong Un in Pjöngjang
El País: Selbstmord ist unwahrscheinlich
"Das Regime in Nordkorea greift nicht zum ersten Mal zu einer kriegerischen Rhetorik. Im Westen herrscht der Eindruck, dass die Drohungen nur Worte sind, die im Grunde für das Publikum im eigenen Land bestimmt sind. Diesmal sind die Drohgebärden aber intensiver und spezifischer. Es ist unwahrscheinlich, dass das Regime in Pjöngjang trotz seiner Unberechenbarkeit und seines Totalitarismus selbstmörderische Absichten hegt. Es weiß, dass ein einziger Angriffsversuch seinen Untergang bedeuten würde. Vorkriegsszenarien bergen die Gefahr, dass sie leicht außer Kontrolle geraten. Im Korea-Konflikt kann jeder Kalkulationsfehler eine nukleare Katastrophe auslösen."
La Stampa: Kim Jong Un eifert Vater nach
"Trotz allem, das vordergründige Ziel der kriegerischen Rhetorik der vergangenen Wochen scheint die nordkoreanische Bevölkerung selbst zu sein, und das Militär des Landes: Vielleicht will der junge Kim Jong Un seine Entschlossenheit zeigen, falls noch jemand an ihm zweifelt. Und genau wie sein Vater prescht auch Kim Jong Un mit nuklearen Drohungen vor und schließt die Aufforderung zum direkten Dialog mit den Vereinigten Staaten ein."
Jyllands-Posten, Aarhus: USA muss direkte Verhandlungen führen
"Es ist ein Faktum, dass nur die USA die Möglichkeit haben, die Lunte zu löschen. Ein endgültiger Friedensvertrag, die Normalisierung der diplomatischen Verbindungen und ein Ende der Sanktionen können nur auf amerikanische Initiative mit Rückendeckung aus China, Japan sowie Südkorea durchgeführt werden. Dass die USA nur schwer direkte Verhandlungen mit Nordkorea akzeptieren könnten, ist verständlich. Aber es gibt kaum einen anderen Ausweg, wenn der Frieden auf der koreanischen Halbinsel und im nordöstlichen Asien bewahrt werden soll."
Nepszava, Budapest: Kim Jong Un ist unberechenbar
"Nordkorea will immer wieder mit seiner Kampfbereitschaft bluffen. (...) Doch die Situation ist aber irgendwie anders als in der Ära von Kim Jong Il. Der "junge Führer", Kim Jong Un, scheint die ballistischen Raketen und das Nuklearprogramm als Spielzeug zu betrachten. Er ist eine völlig unberechenbare Persönlichkeit, und es ist zu befürchten, dass er zur Tat schreitet, wenn ihn die Lust dazu überkommt. (...) Auch China hat kein Interesse daran, dass dieses Horror-Szenario Realität wird. Die große Frage ist aber, wie Peking das verrückte Regime bremsen kann, ohne den kompletten wirtschaftlichen Zusammenbruch des Landes zu verursachen."
Süddeutsche Zeitung: Wahrnehmung ist alles
"Hinter dem Motiv-Rätsel verbirgt sich aber ein größeres Problem, das die Säbelrasselei zur Kirschblüte diesmal besonders gefährlich klingen lässt: Was, bitteschön, ist denn die Realität für den jungen Kim? Ist der neue Oberbefehlshaber bei allem Getöse ein rationaler Akteur, oder sieht er die Welt durch eine eigens für ihn gefertigte Linse? Wahrnehmung ist am Ende alles, und nirgendwo auf der Welt gibt es eine eigentümlichere Sicht auf die Dinge als in Nordkorea. Seit 65 Jahren deutet sich das Regime die Welt zurecht. Gut möglich, dass Kim III. so sehr an diese Welt glaubt, dass er dafür zu kämpfen bereit wäre – ein Opfer der eigenen Propaganda."
CNN (online): USA darf nicht überreagieren
"Nordkoreas Atom- und Raketenprogramme bringen Probleme, die die fünf Akteure in der Region – China, Japan, Südkorea, Russland und die USA – angehen müssen. Aber eine aufgeheizte Rhetorik, egal wie beunruhigend sie sein mag, ist nicht das gleiche wie eine Angriffsabsicht. Wir sollten bei unseren unaufgeregten Abschreckungsmitteln bleiben, das ist die richtige Herangehensweise, anstelle von Überreaktionen. Mit Glück wird die Führung in Pjöngjang von ihrem Nuklearprogramm abkommen und stattdessen wirtschaftliche Reformen anstreben – denn das brauchen die Menschen Nordkoreas wirklich."
Kommersant, Moskau: Alle Augen ruhen auf China
"Nun will das Regime in Nordkorea also auch noch einen abgeschalteten Kernreaktor neu starten. Mit seinem Atomkurs hat Pjöngjang die Kriegsgefahr auf der Halbinsel zweifellos erhöht. Die internationale Gemeinschaft scheint machtlos. Einst tauschte der Westen Lebensmittel gegen mehr Sicherheit. Doch die Entspannung währte nur kurz. Auch wenn Experten den Kernreaktor nicht als neue militärische Gefahr sehen, engt der Schritt doch den politischen Handlungsspielraum ein. Alle Augen ruhen nun auf Peking: Vielleicht schafft es China, seinen Partner Nordkorea zur Vernunft zu bringen."








Entfernt. Bitte belegen Sie Ihre Kritik mit entsprechenden Quellen. Danke. Die Redaktion/kvk
Entfernt. Bitte bleiben Sie beim konkreten Artikelthema. Danke. Die Redaktion/kvk
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Entfernt. Bitte kommentieren Sie sachlich zum konkreten Artikelthema. Danke. Die Redaktion/kvk
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die USa besetzen die Hälfte Koreas belegen den Norden mit Handelsanktionen, brechen durch Militräprovokationen See- und Luftfahrtabkoimmen und das kleine Nordkorea wird als " Agressor" dargestellt. Ähnlich auf den Leim werden die Massen im Westen geführt wie gegen Libyen, Syrien usw......
Stimm dir voellig zu Werter Exhibitsionator. Die Koreaner im Norden sind viel kleiner als die Koreaner im Sueden. Die UNICEF sagt das kommt davon dass die Kinder im Norden nicht genug zum fressen bekommen. Aber natuerlich alles Bloedsinn und Amerikanische Propagander. Due KVDRV wird Von unserm Lieben Fuehrer Kim Jung Ilunjung mustergueltig um nicht zusehends hervorragend gefuehrt und die Jauche Philosophy zum Sieg und gemacht. Y
...denn das Zeug kaufen?
Was sie da schreiben könnte 1:1 aus der Feder des nordkoreanischen Propagandaministerium stammen. Nachdem Motto: Imperalistischer Agressor bedroht heroisches Volk der Arbeiter und Bauern.
Wie einfach muss die Welt doch sein, wenn immer schon klar ist, dass die Amis eh an allem Schuld sind.
Ihr Zitat: >...die USa besetzen die Hälfte Koreas belegen den Norden mit Handelsanktionen, brechen durch Militräprovokationen See- und Luftfahrtabkoimmen und das kleine Nordkorea wird als " Agressor" dargestellt...<
Eine Frage hierzu: Auf welchem nordkoreanischen Fantasieplaneten leben Sie denn?
Die USA haben halb Korea besetzt? Besetzt? Ist ja ganz was Neues. Und weshalb sollten die USA zusammen mit dem Partner Südkorea keine gemeinsamen manöver abhalten. Wäre ja unsinnig, diese im Mittelmeer zu veranstalten, weshalb sie auch vor Korea stattfinden.
Natürlich ist das Muskelspiel. Aber wo wären wir denn heute ohne dieses? Nur dadurch hält Nordkorea sich doch überhaupt schon so lange zurück, den kaltgestellten Krieg wieder heiss werden zu lassen.
Vergessen Sie nicht, dass Nordkorea seinerzeit in den Süden eingefallen ist und wieder zurückgedrängt wurde. Setzen Sie mal Ihre purpurrote Brille ab und erkennen Sie, dass es Nordkorea ist, die immer wieder verbal und durch ihre Handlungen = Angriffe gegen südkoreanische Einrichtungen und Menschen provozieren und die Welt zu erpressen versuchen.
Davon abgesehen...die USA und die Welt interessieren sich für Nordkorea im Grunde gar nicht. Der Kim-Clan und die Militärs haben das Land politisch, wirtschaftlich, menschlich und intellektuell so zugrunde gerichtet, dass man die Menschen dort fast nur noch als Zombies ansehen und bedauern kann.
Stimm dir voellig zu Werter Exhibitsionator. Die Koreaner im Norden sind viel kleiner als die Koreaner im Sueden. Die UNICEF sagt das kommt davon dass die Kinder im Norden nicht genug zum fressen bekommen. Aber natuerlich alles Bloedsinn und Amerikanische Propagander. Due KVDRV wird Von unserm Lieben Fuehrer Kim Jung Ilunjung mustergueltig um nicht zusehends hervorragend gefuehrt und die Jauche Philosophy zum Sieg und gemacht. Y
...denn das Zeug kaufen?
Was sie da schreiben könnte 1:1 aus der Feder des nordkoreanischen Propagandaministerium stammen. Nachdem Motto: Imperalistischer Agressor bedroht heroisches Volk der Arbeiter und Bauern.
Wie einfach muss die Welt doch sein, wenn immer schon klar ist, dass die Amis eh an allem Schuld sind.
Ihr Zitat: >...die USa besetzen die Hälfte Koreas belegen den Norden mit Handelsanktionen, brechen durch Militräprovokationen See- und Luftfahrtabkoimmen und das kleine Nordkorea wird als " Agressor" dargestellt...<
Eine Frage hierzu: Auf welchem nordkoreanischen Fantasieplaneten leben Sie denn?
Die USA haben halb Korea besetzt? Besetzt? Ist ja ganz was Neues. Und weshalb sollten die USA zusammen mit dem Partner Südkorea keine gemeinsamen manöver abhalten. Wäre ja unsinnig, diese im Mittelmeer zu veranstalten, weshalb sie auch vor Korea stattfinden.
Natürlich ist das Muskelspiel. Aber wo wären wir denn heute ohne dieses? Nur dadurch hält Nordkorea sich doch überhaupt schon so lange zurück, den kaltgestellten Krieg wieder heiss werden zu lassen.
Vergessen Sie nicht, dass Nordkorea seinerzeit in den Süden eingefallen ist und wieder zurückgedrängt wurde. Setzen Sie mal Ihre purpurrote Brille ab und erkennen Sie, dass es Nordkorea ist, die immer wieder verbal und durch ihre Handlungen = Angriffe gegen südkoreanische Einrichtungen und Menschen provozieren und die Welt zu erpressen versuchen.
Davon abgesehen...die USA und die Welt interessieren sich für Nordkorea im Grunde gar nicht. Der Kim-Clan und die Militärs haben das Land politisch, wirtschaftlich, menschlich und intellektuell so zugrunde gerichtet, dass man die Menschen dort fast nur noch als Zombies ansehen und bedauern kann.
Stimm dir voellig zu Werter Exhibitsionator. Die Koreaner im Norden sind viel kleiner als die Koreaner im Sueden. Die UNICEF sagt das kommt davon dass die Kinder im Norden nicht genug zum fressen bekommen. Aber natuerlich alles Bloedsinn und Amerikanische Propagander. Due KVDRV wird Von unserm Lieben Fuehrer Kim Jung Ilunjung mustergueltig um nicht zusehends hervorragend gefuehrt und die Jauche Philosophy zum Sieg und gemacht. Y
Entfernt. Bitte kommentieren Sie sachlich zum konkreten Artikelthema. Danke. Die Redaktion/kvk
...der verhungern wird. Das ist ja das Dumme bei dem Konflikt. Kim Jong Un hat 24 Mio. Geiseln, die alle vor ihm verhungern werden. Ohne auf seine üppigen Reserven am Körper eingehen zu wollen ist es doch so, dass der seine Mahlzeit schon noch irgendwo her bekommen wird. Sein Volk aber wird unter solchen Sanktionen leiden. Das heißt aber nicht, dass man weiter nach Uns Pfeife tanzen muss. Sollte Un jemals wieder die Sonderwirtschaftszone eröffnen wollen so könnte man das durchaus mit "kein Interesse" abschließen oder die Wiederauflage des "heißen Drahtes" etwas bremsen.
Die Einschätzung der SZ teile ich nicht. Un hat in der Schweiz studiert. Ok, Europa ist nicht gerade ein Kontinent, auf dem man die USA besonders schätzt, aber Un weiß schon, wie sich die Welt dreht. Jedoch hat die Welt, nach dem Tod seines Vaters gerätselt, wie es denn nun weiter gehen wird. Und Un hat uns diese Frage nun unmissverständlich beantwortet. Weiter wie gehabt, nur etwas schneller und brutaler.
Ich denke, NK möchte einen Fehler des Westens provozieren. Und die USA und SK müssen aufpassen, dass sie ihnen diesen Gefallen nicht tun. Denn da muss ich der SZ schon zustimmen - NK bewertet Fakten gerne so, wie sie diese eben gerne hätte und stellt sich dabei dümmer, als es in Wirklichkeit ist.
So gesehen teile ich die Auffassung von CNN - ruhig bleiben, nicht provozieren lassen und das Ganze möglichst bürokratisch abwickeln.
...denn das Zeug kaufen?
Entfernt. Bitte diskutieren Sie das konkrete Artikelthema und achten Sie auf einen respektvollen Tonfall. Danke, die Redaktion/sam
Entfernt. Bitte diskutieren Sie das konkrete Artikelthema und achten Sie auf einen respektvollen Tonfall. Danke, die Redaktion/sam
hauptsächliche Rhetorik Propaganda mit einem zunehmenden Militäraufgebot zu reagieren."
Na, nun tun Sie mal nicht so, als wäre die USA die Unschuld vom Lande, die sich von Nordkorea treiben ließe.
Die alljährlich von Amerika veranstalteten Manöver vor Nordkoreas Grenzen sind bestens geeignet, der Welt und vor allem den Kräften vor Ort insbesondere China eine wunderbare Präsentation für Gründe amerikanischer militärischer und überwachungstechnischer Präsenz zu geben.
Schauen Sie nur, wie sich Russland gegen den Überwachungs- und Abwehrschirm in der Türkei gesträubt hat. Kaum ist der Bürgerkrieg in Syrien mit fleißiger amerikanischer Hilfe entfacht und stabil in Gang zudem ein Granatenangriff auf die Türkei inszeniert, schon stehen die Nato-Patriots vor Ort und Russland sagt kein Wort.
Gestern war das schwimmende Raketenradar im TV wie es vor Chinas Nase geschippert wird. Nicht gesehen?
Das Militäraufgebot war Sinn der ganzen Aktion. Die jährlichen Manöver halten die Optionen offen. Ja, ich weiß, es ist ganz schön fies, wie Amerika da agiert, auch wie die Medien im Grunde gegen das Volk eingesetzt werden. Freuen wir uns für Nordkorea, dass sie bei diesem wiederkehrenden Spielchen gute Aussichten haben, mehr zu gewinnen als zu verlieren (so lange ihnen ihre Reputation in der Welt nicht übermäßig wichtig ist).
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