Die Vereinten Nationen haben massive Waffenlieferungen aus Libyen in Konfliktländer wie Mali oder Syrien ausgemacht. Die Lieferungen aus dem nordafrikanischen Land erreichten eine "alarmierende Rate" – und das trotz eines bestehenden Waffenembargos, heißt es in einem Bericht.

Die Waffenlieferungen nach Syrien wurden dem UN-Bericht zufolge von verschiedenen libyschen Städten aus organisiert. In dem Land herrscht seit über zwei Jahren ein Bürgerkrieg, mehr als 70.000 Menschen wurden bis dato getötet. In Mali kämpfen die französische und malische Armee seit Anfang Januar gegen Islamisten, die den Norden des Landes im April 2012 unter ihre Kontrolle gebracht hatten.

Die Sicherheitskräfte in Libyen sind seit dem Sturz des Machthabers Muammar al-Gaddafi schwach. Viele Teile des Landes werden von Milizen kontrolliert. Seitdem hat sich das Land zu einer der wichtigsten Bezugsquellen für Waffen verschiedenster Art entwickelt, die laut UN-Bericht in mehr als zwölf Länder entsandt worden sind.

Bei den Waffenlieferungen handle es sich um Sprengstoff und Munition, Granaten, schwere und leichte Waffen sowie Verteidigungssysteme. Viele Fälle seien bewiesen, andere würden noch untersucht, heißt es in dem Bericht.