Ausbildungsmission der EU: Mali liegt verdammt nah an Deutschland
Deutsche Ausbilder sollen dem Militär in Mali helfen, doch den Krieg wird der Einsatz nicht beenden. Was also tun wir, wenn die UN um weitere Beteiligung bitten?
Jetzt wird also alles besser. Der geneigten Öffentlichkeit wurde am Dienstag mitgeteilt, dass die EU mit ihrer größten militärischen Ausbildungsmission beginnt. 550 Soldaten sollen der Armee im gebeutelten Mali helfen. Doch die Ankündigung führt in die Irre. Denn die sogenannten Teilnehmer dieser Aktion sind mitnichten alles Ausbilder. Unter den bisher gut 60 Soldaten aus Deutschland ist zum Beispiel derzeit nicht ein einziger Ausbilder; der Großteil nimmt andere Aufgaben wahr, zum Beispiel die Sanitätsabsicherung. Die deutschen Pionierausbilder, 20 sind fürs Erste geplant, sollen erst in etwa drei Wochen anfangen – wenn der Ausbildungsstand der malischen Soldaten es bis dahin erlaubt.
Die Malier lernen jetzt erst einmal schießen und den sicheren Umgang mit ihren Waffen, wie es ein deutscher Verantwortlicher salopp formuliert. Danach sollen deutsche Pioniere ihnen zeigen, wie sie Sprengfallen beseitigen und Straßensperren räumen. Insgesamt werden die westafrikanischen Soldaten – mit 3.000 Mann aber nur ein Teil der dortigen Streitkräfte, so der Plan – in mehreren Gruppen in einem Camp nahe der Hauptstadt militärisches Rüstzeug für den Kampf gegen Extremisten erhalten.
Doch niemand sollte erwarten, dass ein paar Monate Grundausbildung alles grundlegend ändern. Und niemand sollte meinen, dass Mali in rund einem Jahr wieder von der europäischen Aufmerksamkeitskarte verschwunden sein wird. Die Franzosen sind im Januar mit lauten Fanfaren in einen Militäreinsatz gestartet, um die Islamisten zu vertreiben, die sich dort breitgemacht haben. Schließlich liegen zwischen Mali und Frankreich nur noch Algerien und ein wenig Wasser. Präsident Hollande wollte stark erscheinen, sein unzufriedenes Volk beeindrucken, die Armee wurde ihrer malischen Landeskenntnisse gerühmt. Viele wollten wohl nur zu gerne glauben, dass der entschlossene Einsatz in Kürze Ruhe schaffen würde. Ein Blitzkrieg. Bald wurde Befreiung gefeiert. Doch rasch folgte Ernüchterung, es gab Übergriffe der malischen Armee. Menschenrechtsfragen stehen auch auf dem Ausbildungsplan. Das wird also besser.
Quasi zum Start der Mission aber gab es nun wieder heftige Angriffe auf Timbuktu. Islamistische Rebellen, die in die Wüste geschickt werden, wissen meistens, wie man dort überleben kann.
Möglicherweise werden nicht nur Franzosen und einige europäische Ausbilder länger in Mali gebunden sein. Bei den Vereinten Nationen wird die Lage weiterhin als ziemlich problematisch eingeschätzt. Generalsekretär Ban Ki Moon denkt nicht nur über eine Friedens-, sondern auch über eine internationale Eingreiftruppe gegen Extremisten nach.
Offiziell diskutieren deutsche Militärs bisher nicht über einen Einsatz jenseits des Mandats, das maximal 180 Deutsche in Mali und 150 weitere im Senegal vorsieht, schließlich ist die Bundeswehr eine Parlamentsarmee. Aber aus der SPD ist bereits zu hören, man sollte nichts ausschließen. Was werden die Deutschen tun, wenn die UN um die Beteiligung an einer Mission bitten? Drohnen anbieten? Der Wüstenstaat liegt auch verdammt nah an Deutschland.








braucht sich über die Euro-Bindung von Mali keine Gedanken zu machen. Das ist der Hauptgrund für das "Engagement" Frankreichs. In Mali steckt viel Geld aus französischen "Investments" für Frieden, Freiheit und Menschenrechte der Investoren. Die finden sich nur nicht in Mali.
Die südliche Subsahara ist ein Hexenkessel.
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Da treffen Kulturen aufeinander (Negroide/Arabische/Berber) da treffen sich Religionen und was dort an Staaten besteht/bestand ist nicht mit Staat westlicher Prägung zu vergleichen.
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Das ganze gemixt mit "föhlichem" Schmuggel/Drogenhandel auf den Transsahararouten und Militär das erst einmal seinem Stamm, dann den Offizieren und vielleicht ganz zum Schluß der Regierung verpflichtet ist.
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Da haben "Pionierausbildung" und "Schießen lernen" nicht viel Wert! Niemand kann sagen für wen oder was diese Soldaten danach eintreten werden!
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So lange dort nicht Lebensgrundlagen und fairer Interessenausgleich für alle beteiligten Gruppen hergestellt werden können ist und bleibt das ein Pulverfass. Das ist aber mit militärischen Mitteln NICHT zu erreichen.
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Es hat noch KEINE Armee (vom Alexander bis Heute) solch einen asymetrischen Konflikt gewonnen!
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In diese Gegend Ruhe und Frieden rein zu bringen, ist eine Aufgabe von mehreren Dekaden und massiv GELD. Bildung, Infrastrucktur, kleinteilige gezielte Hilfen...... das alles in einer Gegend, in denen Europäer, selbst Schwarzafrikaner nicht einmal die Grundlagen der Kultur verstehen, geschweige denn "Land und Leute" auseinander halten können.
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Militär kann, vielleicht kurzfristig eine Situation schaffen in der es zu verhandeln geling, wird aber langfristig den Hass und die Feindschaft, die dort seit Jahrhunderten immer wieder ausbricht, nur verstärken.
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Meint
Sikasuu
aufzuzählen in wie vielen Ländern der Welt radikale Moslems das Land terrorisieren. Ich brauche wohl auch nicht zu erwähnen, daß immer mehr solche Brandherde entstehen Und ich brauche wohl auch nicht zu vermuten, daß es auf noch nicht absehbare Zeit darauf hinauslaufen wird, daß es zu einer grundsätzlichen Auseinandersetzung zwischen der modernen, westlichen und der moslemischen Welt kommen wird.
... deshalb frage ich mich natürlich, warum Sie das trotzdem machen. Jetzt frage ich Sie. Weiterhin frage ich Sie, was Sie uns mit Ihrem Kommentar sagen wollten. Danke.
Das ist zu einfach! Ziehen wir die "religiöse" Moslem-Karte schon haben wir ein schwarz/weiß Bild das uns innenpolitisch passt.
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In Mali und den angrenzenden Ländern der Subsahara laufen jahrhundertealte Konflikte zw. verschiedenen Volksgruppen heute fröhlich weiter. Diese Konflikte sind genau so "religiös" wie unser "30jähriger Krieg" oder die "Kreuzzüge".
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Dort geht es um Macht, Rohstoffe, Geschäft...........
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Glauben ist dort, wie in allen Konflikten nur etwas für die DUMMEN.
Für seinen "Glauben", seinen "Gott" hat sich in den letzten x tausend Jahren noch fast jedes Volk in den Krieg treiben lassen!
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Selbst Religionen die in der Grundlage, vom Anspruch her, friedlich sein sollten!
...dann müssten wir wohl als erstes in Riad für "Ordnung" sorgen...
Den von Ihnen erspähten Konflikt gibt es so nicht, wenn es auch kleine Gruppen von Extremisten gibt, unterstützt eben auch von Riad, die gerne würden, wenn sie könnten.
ist auf den Ressourcen und der Versklavung der restlichen Welt, insbesondere Afrika's gebaut! Wenn das Fundament sich erhebt faellt das Dach als erstes!
... deshalb frage ich mich natürlich, warum Sie das trotzdem machen. Jetzt frage ich Sie. Weiterhin frage ich Sie, was Sie uns mit Ihrem Kommentar sagen wollten. Danke.
Das ist zu einfach! Ziehen wir die "religiöse" Moslem-Karte schon haben wir ein schwarz/weiß Bild das uns innenpolitisch passt.
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In Mali und den angrenzenden Ländern der Subsahara laufen jahrhundertealte Konflikte zw. verschiedenen Volksgruppen heute fröhlich weiter. Diese Konflikte sind genau so "religiös" wie unser "30jähriger Krieg" oder die "Kreuzzüge".
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Dort geht es um Macht, Rohstoffe, Geschäft...........
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Glauben ist dort, wie in allen Konflikten nur etwas für die DUMMEN.
Für seinen "Glauben", seinen "Gott" hat sich in den letzten x tausend Jahren noch fast jedes Volk in den Krieg treiben lassen!
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Selbst Religionen die in der Grundlage, vom Anspruch her, friedlich sein sollten!
...dann müssten wir wohl als erstes in Riad für "Ordnung" sorgen...
Den von Ihnen erspähten Konflikt gibt es so nicht, wenn es auch kleine Gruppen von Extremisten gibt, unterstützt eben auch von Riad, die gerne würden, wenn sie könnten.
ist auf den Ressourcen und der Versklavung der restlichen Welt, insbesondere Afrika's gebaut! Wenn das Fundament sich erhebt faellt das Dach als erstes!
... deshalb frage ich mich natürlich, warum Sie das trotzdem machen. Jetzt frage ich Sie. Weiterhin frage ich Sie, was Sie uns mit Ihrem Kommentar sagen wollten. Danke.
nicht schreiben, weil klar sein müßte, daß es so ist. (Ich weiß, es ist anmaßend davon auszugehen, daß meine Mitmenschen die Dinge genau so sehen wie ich, aber 1 und 1 ist nun mal 2). Mit meinem Kommentar wollte ich u. a. auch meine Sorge kundtun, daß das Problem des Radikalislamismus meiner Ansicht nach immer näher kommt und unsere Welt langsam einkreist. [...]
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf pauschalisierende Polemik. Danke, die Redaktion/sam
nicht schreiben, weil klar sein müßte, daß es so ist. (Ich weiß, es ist anmaßend davon auszugehen, daß meine Mitmenschen die Dinge genau so sehen wie ich, aber 1 und 1 ist nun mal 2). Mit meinem Kommentar wollte ich u. a. auch meine Sorge kundtun, daß das Problem des Radikalislamismus meiner Ansicht nach immer näher kommt und unsere Welt langsam einkreist. [...]
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf pauschalisierende Polemik. Danke, die Redaktion/sam
... schon zu viel getan.
Soll Frankreich seine Kolonialinteressen doch allein vertreten, nicht unser Problem.
Das ist zu einfach! Ziehen wir die "religiöse" Moslem-Karte schon haben wir ein schwarz/weiß Bild das uns innenpolitisch passt.
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In Mali und den angrenzenden Ländern der Subsahara laufen jahrhundertealte Konflikte zw. verschiedenen Volksgruppen heute fröhlich weiter. Diese Konflikte sind genau so "religiös" wie unser "30jähriger Krieg" oder die "Kreuzzüge".
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Dort geht es um Macht, Rohstoffe, Geschäft...........
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Glauben ist dort, wie in allen Konflikten nur etwas für die DUMMEN.
Für seinen "Glauben", seinen "Gott" hat sich in den letzten x tausend Jahren noch fast jedes Volk in den Krieg treiben lassen!
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Selbst Religionen die in der Grundlage, vom Anspruch her, friedlich sein sollten!
..."wir", und fühle mich auch keineswegs verpflichtet irgendeinen schwachsinnigen Krieg zu "goutieren".
Die "Wir-Fraktion" ist hier aber recht häufig anzutreffen - man erkennt sie immer recht "zielsicher" am schwadronieren über Einsätze, Waffen und "Aufräumen"...
Man hat fast den Eindruck es handelt sich entweder um "bildungsferne Uffzen", "Pseudo-Rambos" oder "Sofa-Generale"?
...militärische Kategorien mit polizeilichen.
Es ist militärisch relevant, wie nahe ein Unruheherd an den eigenen Grenzen ist, da dann militärische Einheiten schnell auf diese Grenze vorrücken können.
Es ist polizeilich vollkommen irrelevant, wo der Unruheherd liegt, solange es nicht direkt an einer schlecht kontrollierbaren unmittelbaren Grenze ist (so wie USA-Kanada) und die geringen Mengen an Überltäter sich direkt über diese Grenze schleichen können.
Aber das ist ja alles nur Wortgeklingel, wir sollen halt weichgekocht werden...
"Der Wüstenstaat liegt auch verdammt nah an Deutschland" -> [...] Unsinn, man müsste erstmal quer durch Algerien, dann durchs Mittelmeer schwimmen und dann hätte man gerade mal die EU Aussengrenze erreicht....
..oder man besorgt sich Pässe und Flugtickets und fliegt ab Ouagadougou.
Und um als Terrorist in der EU zurandezukommen benötigt man wieder die Pässe, warum also die 2800 km zu Fuß gehen ?
Gekürzt. Bitte achten Sie auf einen respektvollen Tonfall. Danke, die Redaktion/sam
Entfernt. Anmerkungen zur Moderation richten Sie gerne an community@zeit.de. Danke, die Redaktion/sam
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