Damaskus : Syriens Regierungschef überlebt Bombenanschlag

Anschlag auf einen Konvoi von Wael al-Halki: Der syrische Regierungschef überlebte die Explosion einer Autobombe unverletzt. Einer seiner Leibwächter kam ums Leben.
Der syrische Regierungschef Wael al-Halki während eines Staatsbesuchs im Iran im Januar © Behrouz MehriAFP/Getty Images

In der syrischen Hauptstadt Damaskus haben Unbekannte einen Bombenanschlag auf den Chef der Regime-Regierung, Wael al-Halki, verübt. Der Ministerpräsident blieb unverletzt, wie das syrische Staatsfernsehen und der Fernsehsender Al-Manar berichteten.

Al-Manar gehört zur libanesischen Hisbollah-Bewegung, die Syriens Präsident Assad unterstützt. 

Laut Augenzeugen detonierte die Bombe am Morgen im Stadtteil Al-Messe neben dem Konvoi des Ministerpräsidenten.

Das staatliche Fernsehen berichtete, sechs Menschen seien ums Leben gekommen, als im morgendlichen Berufsverkehr eine Autobombe im Stadtteil Al-Messe detonierte.

Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Er ereignete sich in einem Viertel, in dem zahlreiche Funktionäre wohnen.

Al-Halki hatte das Amt des Regierungschefs im vergangenen August übernommen, nachdem sein Vorgänger Ministerpräsident Riad Hidschab zur Opposition übergelaufen war.

In Syrien gibt es derzeit zwei Regierungschefs: Die Oppositionellen hatten im März den Regimekritiker Ghassan Hitto zu ihrem Übergangsregierungschef gewählt. Viele Staaten haben die Opposition bereits als rechtmäßige Vertreter Syriens anerkannt.

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