Syrien: 6.000 Tote allein im Monat März
Der Krieg in Syrien nimmt an Schärfe zu. Über Ostern kamen Hunderte Menschen ums Leben, im ganzen März waren es mehr als 6.000. Mehr als die Hälfte waren Zivilisten.
© Thaer Abdallah/Reuters

Ein Syrer betet an einem Grab in Daraa.
Der März sei der Monat mit den meisten Opfern im syrischen Bürgerkrieg seit Beginn des Konflikts vor zwei Jahren gewesen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Im vergangenen Monat seien 6.005 Menschen bei den Kämpfen zwischen Rebellen und Einheiten des Regimes gestorben. Zivilisten machten mehr als die Hälfte der Opfer aus.
Die Zahl der getöteten Rebellen und Regierungssoldaten habe jeweils bei etwa 1.400 gelegen. Seit Ausbruch der Kämpfe gegen die Regierung von Baschar al-Assad haben die Menschenrechtsbeobachter nach eigenen Angaben den gewaltsamen Tod von mehr als 60.000 Menschen dokumentiert. Hinzu kämen geschätzt 12.000 regimetreue Milizionäre. Außerdem seien Tausende Menschen vermisst gemeldet. Die Vereinten Nationen kommen in ihren Schätzungen auf eine ähnliche Zahl.
Allein in den letzten drei Tagen sind nach Angaben der Opposition Hunderte Menschen gestorben. Wie die syrischen Menschenrechtsbeobachter mitteilten, starben allein am Sonntag mindestens 210 Menschen, unter ihnen 20 Kinder.
Immer häufiger werden Journalisten Opfer des Bürgerkriegs. Der langjährige ARD-Fernsehkorrespondent Jörg Armbruster wurde am Montag schwer verletzt nach Stuttgart geflogen. Er war am Wochenende in der nördlichen Stadt Aleppo angeschossen und zunächst in einem türkischen Krankenhaus behandelt worden. Im syrischen Staatsfernsehen versprach ein Unternehmer ein hohes Kopfgeld auf arabische Journalisten, die im Land unterwegs sind. Nach Angaben der Reporter ohne Grenzen wurden bislang 23 Journalisten in Syrien getötet.








"... gewaltsamen Tod von mehr als 60.000 Menschen dokumentiert. Hinzu kämen geschätzt 12.000 regimetreue Milizionäre."
Demzufolge sind regimetreue Milizionäre keine Menschen.
Man lernt nie aus...
"Demzufolge sind regimetreue Milizionäre keine Menschen."
Ist mir gar nicht aufgefallen, die genannte Formulierung. Ihre Wirkung entfalten solche Botschaften auch am besten unterschwellig. Demgegenüber steht der "Menschenrechtsbeobachter", anscheinend eine besondere Art der Beobachtung, die den Betreffenden über jeden Zweifel der Parteilichkeit erhaben macht.
Wo steht heute nicht überall "Menschenrecht" drauf, wo eigentlich primär Eigeninteresse drin ist. Dieser Begriff ist regelrecht entwertet worden.
"Demzufolge sind regimetreue Milizionäre keine Menschen."
Ist mir gar nicht aufgefallen, die genannte Formulierung. Ihre Wirkung entfalten solche Botschaften auch am besten unterschwellig. Demgegenüber steht der "Menschenrechtsbeobachter", anscheinend eine besondere Art der Beobachtung, die den Betreffenden über jeden Zweifel der Parteilichkeit erhaben macht.
Wo steht heute nicht überall "Menschenrecht" drauf, wo eigentlich primär Eigeninteresse drin ist. Dieser Begriff ist regelrecht entwertet worden.
wie der Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte darf doch nicht wirklich herangezogen werden oder? Es ist schon seit über einem Jahr klar, dass diese Quelle unseriös ist und trotzdem wird diese noch genutzt.
Trotzdem besser, als Kindersoldaten als Kriegshelden darzustellen. Hey guck dir den an, ist der nicht voll cool mit seiner Zigarette in der einen und mit der AK in der anderen?
http://www.bild.de/politi...
BTW an den Überschriften-Mensch: In der Überschrift: "Mehr als die Hälfte waren Zivilisten."
Im Text: "Zivilisten machten ein Drittel der Opfer aus."
50 % > 1/3 ?
"... Mehr als die Hälfte waren Zivilisten."
"... Zivilisten machten ein Drittel der Opfer aus."
Wird der Text korrekturgelesen bevor er veröffentlicht wird? Das journalistische Niveau hat eine bedenkliche Tiefe angenommen..
Lieber carloC,
vielen Dank für den Hinweis. Wir haben den Fehler korrigiert.
Lieber carloC,
vielen Dank für den Hinweis. Wir haben den Fehler korrigiert.
"Demzufolge sind regimetreue Milizionäre keine Menschen."
Ist mir gar nicht aufgefallen, die genannte Formulierung. Ihre Wirkung entfalten solche Botschaften auch am besten unterschwellig. Demgegenüber steht der "Menschenrechtsbeobachter", anscheinend eine besondere Art der Beobachtung, die den Betreffenden über jeden Zweifel der Parteilichkeit erhaben macht.
Wo steht heute nicht überall "Menschenrecht" drauf, wo eigentlich primär Eigeninteresse drin ist. Dieser Begriff ist regelrecht entwertet worden.
meiner Ansicht nach übertreibt die westliche Allianz ganz gerne wenn es ums verurteilen geht, später reduziert sich das dann gern a mal auf weit unter die Hälfte (Auschwitz) oder wird ganz unter den teppich gekehrt (Libyen).
Mehr als 30.000 dürften es nicht sein und davon mindestens ein drittel Ausländer. Dann kommen wir der Sache näher.
Die Opfer-Exceltabelle und die Verlautbarungen von unserem Englischen "Tatsachenbeobachter" sind hinreichend bekannt, jedoch nicht ausreichend um Hieb- und Stichfest zu sein.
Lieber carloC,
vielen Dank für den Hinweis. Wir haben den Fehler korrigiert.
Und libysche Freunde versichern mir, dass sie angesichts dieser Katastrophe dankbar sind, dass die überschaubare Situation (ein durchgeknallter Diktator und seine Clique gegen das Volk) bei ihnen die Hilfe von aussen ermöglicht hat. So sind die grossen Städte fast intakt geblieben, die Misurati haben den Wiederaufbau bei sich in eigene Hände genommen. Ansonsten ist die Situation immer noch chaotisch, aber überhaupt kein Vergleich mit Syrien.
Und keine schnelle Lösung in Sicht, es ist ein Jammer.
Es gibt nur einen Weg diesen Konflikt zu lösen. Der Geld- und Waffenfluss muss aufhören, dann dauert es keine 2 Wochen und es gibt sogut wie keine Todesfälle mehr in Syrien.
Das werden Saudi Arabien und die Türkei aber nicht tun da sie Rückendeckung von der Nato angeführt von den USA bekommen. Wenn sich dann in Syrien verschiedene Clans in Gebieten angesiedelt haben kann man diese viel besser kontrollieren, da sie leicht zu kaufen sind. Der Russische Mittelmeerhafen ist dann auch Geschichte.
Syrien ist den USA im Grunde ausgeliefert, denn sie sind die einzigen die die Türkei und Saudi arabien davon abhalten könnten, Geld und Waffen an die Rebellen zu schicken, aber wieso sollten sie das tun, wenn man sich die Punkte oben anschaut? Nur weil da Menschen sterben? Sind ja keine US-Bürger mit Wahlstimme die da sterben, also nichts was einen Durchschnittspolitiker in den USA interessiert.
Wie sieht also die Zukunft aus? Realistisch gesehen wird das Land wahrscheinlich so lange gebombt bis es keine Regierung mehr gibt. Dann wird das Land unter Rebellenclans aufgeteilt die man für billig Geld (was man selber druckt) kaufen kann um weitere US-Basen zu realisieren. Dann kann man sich voll und ganz dem Iran widmen. Ich denke hier war Syrien ein Probelauf und man wird den Iran mit ähnlichen Methoden destabilisieren und dann auf die Liste der "guten" schreiben wenns vorbei ist. Es muss natürlich nicht so ablaufen, aber solch ein Vorgehen ist nicht neu.
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