Provinz Farah: Mindestens 44 Tote bei Taliban-Angriff in Afghanistan
Die Taliban haben mehrere Behörden in der afghanischen Provinz Farah angegriffen. Offenbar wollten die Islamisten einen Prozess gegen Kameraden verhindern.
© Jalil Rezayee/EPA/dpa

Ein afghanischer Sicherheitsbeamter vor dem Ort des Anschlags
Bei einem Angriff der radikalislamischen Taliban auf ein Gericht im Westen Afghanistans sind nach offiziellen Angaben mindestens 44 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. Das teilte der Vizesprecher des Innenministeriums in Kabul mit, nachdem zuvor von sechs Toten die Rede war. Auch neun Taliban seien bei der Attacke getötet worden.
Die Taliban übernahmen die Verantwortung für den Anschlag.
Dem Gouverneur der Provinz Farah zufolge waren mehrere Gebäude in der gleichnamigen Provinzhauptstadt von dem Angriff betroffen. Fünf Angreifer hätten am Morgen das Gericht von Farah attackiert. Nach der Explosion einer Autobombe an der Umzäunung seien drei Männer auf das Gelände vorgedrungen und hätten sich Schusswechsel mit den Sicherheitskräften geliefert. Die Islamisten hätten zudem auch das Gebäude der Staatsanwaltschaft und eine private Bank angegriffen.
Die Taliban bekämpfen seit Jahren die von den USA und den Nato-Truppen gestützte Regierung des afghanischen Präsidenten Hamid Karsai. In einer Erklärung auf ihrer Internetseite hieß es, der Angriff sei die Reaktion auf die Information, dass Talibankämpfern vor dem Gericht ein Prozess bevorstand.








wie sehr man manchmal abstumpft, wenn man diese Meldungen emotionslos zur Kenntnis nimmt. Es zeigt, wie sehr wir uns gesellschaftlich an Krieg gewöhnt haben, der nicht unmittelbar in unserer Nähe ist. Man stelle sich vor, bei einem Anschlag in den Niederlanden wären 44 Menschen getötet worden. Man stelle sich das mediale Echo vor. Hier ist es nur eine Randnotiz und einfache Informationsweitergabe.
Gleiches gilt für die Krisenherde in Afrika, Nordafrika und Arabien.
Zum Thema selbst. Wenn der Truppenabzug abgeschlossen ist, sehe ich das Risiko eines Bürgerkrieges. Ich kann mir nicht vorstellen, was dann die Taliban davon abhalten sollte intensiv die staatlichen Kräfte zu attackieren. Auf der anderen Seite kann man nicht ewig Truppen in einem Land stationieren, denn auch dies ist ja einer der meistgenannten Legitimationsgründe der Taliban zu den Waffen zu greifen.
...ist leider wieder einmal ein Beweis dafür, dass die Sicherheitslage in Afghanistan nach wie vor katastrophal ist.
Auch nach mehr als 10 Jahren Krieg und Besatzung hat man es offensichtlich nicht geschafft, starke staatliche Strukturen zu schaffen und den Aufständischen beizukommen.
Mich erschreckt leider garnichts mehr, denn die Politik hat die Menschen in Ländern wie Afghanistan nicht auf der Agenda bzw. schon lange abgeschrieben.
Das hier andauernd von Menschenrechten, die geschützt werden sollten, gesprochen wird ist unerträglich und bigott.
Wieviele Afghanen wirklich gestorben sind weiß vermutlich niemand, auch und vorallem weil es niemanden interessiert.
Die Abstumpfung, die sie beschreiben kommt dadurch, dass solche Ereignisse in Afghanistan tagtäglich passieren. Der einzige Grund, das dies überhaupt noch eine Meldung wert ist ist die verhältnismäßig hohe Zahl an Opfern. Das selbe in Syrien. Entschuldigen sie den Zynismus, aber die Ergüsse von Personen wie Herrn Altmaier scheinen wohl besser im Kurs zu stehen als tote Afghanen.
...ist leider wieder einmal ein Beweis dafür, dass die Sicherheitslage in Afghanistan nach wie vor katastrophal ist.
Auch nach mehr als 10 Jahren Krieg und Besatzung hat man es offensichtlich nicht geschafft, starke staatliche Strukturen zu schaffen und den Aufständischen beizukommen.
Mich erschreckt leider garnichts mehr, denn die Politik hat die Menschen in Ländern wie Afghanistan nicht auf der Agenda bzw. schon lange abgeschrieben.
Das hier andauernd von Menschenrechten, die geschützt werden sollten, gesprochen wird ist unerträglich und bigott.
Wieviele Afghanen wirklich gestorben sind weiß vermutlich niemand, auch und vorallem weil es niemanden interessiert.
Die Abstumpfung, die sie beschreiben kommt dadurch, dass solche Ereignisse in Afghanistan tagtäglich passieren. Der einzige Grund, das dies überhaupt noch eine Meldung wert ist ist die verhältnismäßig hohe Zahl an Opfern. Das selbe in Syrien. Entschuldigen sie den Zynismus, aber die Ergüsse von Personen wie Herrn Altmaier scheinen wohl besser im Kurs zu stehen als tote Afghanen.
diesmal hat er recht, wenn er sagt, dass die ISAF nie den Kern des Problems, nämlich Pakistan angefasst hatte. Mit Brunnen in Afghanistan kann man keine Taliban-Höhle "ausräuchern", um hier das offizielle US-Vokabular zu bemühen.
Deutschland Afghanistan befriedet hat. Jetzt wird da unten dann alles besser. Oder sind unsere Soldaten in Afghanistan am Ende völlig umsonst gestorben ? Es ist tragisch aber wahr: Es sieht - einmal mehr, wie in jedem Krieg - ganz danach aus. Und, ebenfalls einmal mehr, ist auch von deutscher Seite niemand für dieses totale Desaster verantwortlich. Natürlich nicht.
...die Taliban kommen (wieder). Der NATO-Abzug kommt einer Bankrotterklärung für diese Region gleich.
Die Leidtragenden sind wie immer die Zivilbevölkerung.
@29C3 Bei Interesse an Karsai / Taliban / Al Qaida empfehle ich Ihnen "The Only Thing Worth Dying For" von Eric Blehm.
...ist leider wieder einmal ein Beweis dafür, dass die Sicherheitslage in Afghanistan nach wie vor katastrophal ist.
Auch nach mehr als 10 Jahren Krieg und Besatzung hat man es offensichtlich nicht geschafft, starke staatliche Strukturen zu schaffen und den Aufständischen beizukommen.
Mich erschreckt leider garnichts mehr, denn die Politik hat die Menschen in Ländern wie Afghanistan nicht auf der Agenda bzw. schon lange abgeschrieben.
Das hier andauernd von Menschenrechten, die geschützt werden sollten, gesprochen wird ist unerträglich und bigott.
Wieviele Afghanen wirklich gestorben sind weiß vermutlich niemand, auch und vorallem weil es niemanden interessiert.
Die Abstumpfung, die sie beschreiben kommt dadurch, dass solche Ereignisse in Afghanistan tagtäglich passieren. Der einzige Grund, das dies überhaupt noch eine Meldung wert ist ist die verhältnismäßig hohe Zahl an Opfern. Das selbe in Syrien. Entschuldigen sie den Zynismus, aber die Ergüsse von Personen wie Herrn Altmaier scheinen wohl besser im Kurs zu stehen als tote Afghanen.
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