Uruguays Präsident Mujica (l.) und seine argentinische Amtskollegin Kirchner Anfang August 2011 in Buenos Aires © Juan Mabromata/AFP/Getty Images

Die Stimmung dies- und jenseits des Grenzflusses Río Uruguay ist getrübt, das Verhältnis zwischen den beiden Nachbarstaaten Uruguay und Argentinien gestört. Grund sind abfällige Bemerkungen von Uruguays Präsident José Mujica über seine argentinische Amtskollegin Cristina Kirchner.

"Die Alte ist schlimmer als der Einäugige", soll Mujica über Argentiniens Präsidentin und ihren 2010 gestorbenen Ehemann Nestor Kirchner  gesagt haben – ohne zu merken, dass die Mikrofone für eine Pressekonferenz bereits angeschaltet waren. "Er hatte noch was von einem Politiker, sie ist halsstarrig", soll der 77-Jährige hinzugefügt haben.

Mujicas Worte verbreiteten sich rasch in sozialen Netzwerken im Internet. Die Zeitung El Observador, die unter anderen über den Vorfall berichtet hatte, stellt eine Tonbandaufzeichnung der Äußerungen auf ihre Website.

Die argentinische Regierung reagierte empört auf die "inakzeptablen" Bemerkungen und protestierte offiziell beim urugayischen Botschafter in Buenos Aires. Mujica beteuerte dagegen in einem Interview mit der Zeitung La Republica, er habe nicht über Argentinien gesprochen und daher auch nichts klarzustellen.