Die Mitglieder des UN-Menschenrechtsrats in Genf streiten weiter über die Einschaltung des Weltstrafgerichts zur Verfolgung von Kriegsverbrechen in Syrien. Nach Angaben von Diplomaten sind die Bemühungen gescheitert, eine solche Forderung in eine neue Syrien-Resolution des UN-Gremiums aufzunehmen.  

Im Entwurf zur Resolution wird nur allgemein eine Bestrafung von Kriegsverbrechern in Syrien gefordert. Ein Bezug zum Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag fehlt.

Die Einschaltung des Weltstrafgerichts war zum Beginn der Sitzung von der UN-Hochkomissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, zum wiederholten Mal gefordert worden. Pillay wird von Deutschland und zahlreichen anderen der 47 Mitgliedstaaten des höchsten UN-Gremiums für Menschenrechte unterstützt.

Jedoch lehnten die USA ebenso wie Großbritannien Forderungen nach Ermittlungen durch das Tribunal in Den Haag ab. Die USA sind bislang nicht dem IStGH beigetreten.

Zu den Menschenrechtsverletzungen in Syrien zählen willkürliche Hinrichtungen, der Mord an Demonstranten und deren Verfolgung, Folter und sexuelle Gewalt, auch gegen Kinder.