Am 14. Juni wählen die Iraner einen neuen Präsidenten. Acht Kandidaten hat der mächtige Wächterrat dafür zugelassen – und zwei wichtige Politiker vorsorglich aus dem Kandidatenkreis ausgeschlossen: Ali Akbar Hashemi Rafsandschani, der ein pragmatisches Verhältnis zum Westen pflegen will, und Esfandiar Rahim Mashaie, der im Ruf steht, dem religiösen Teil der Elite misstrauisch gegenüberzustehen.  Rafsandschani hat seinen Ausschluss  inzwischen kritisiert, die Führungsriege nannte er laut einer Oppositions-Website "inkompetent und ignorant".

Das letzte Wort in der Kandidatenfrage ist daher möglicherweise noch nicht gesprochen. Doch auch auf die ausgewählten acht lohnt ein genauer Blick, auf ihre unterschiedlichen politischen und beruflichen Hintergründe. Zwar sind die Männer weitgehend systemkonform, andererseits können Nuancen Gewichtungen der Teheraner Politik verschieben, auch im problematischen Verhältnis gegenüber dem Westen. Die Kandidaten im Einzelnen: