Golan-HöhenIsrael droht Syrien nach Beschuss mit Konsequenzen

Die israelische Regierung hält es nur noch für eine Frage der Zeit, bis die Raketen aus Syrien auch Zivilisten treffen. Für diesen Fall sei man vorbereitet.

Die Lage an der syrisch-israelischen Grenze droht zu eskalieren. Das syrische Militär hat zum ersten Mal behauptet, es habe die israelischen Streitkräfte gezielt unter Beschuss genommen. Daraufhin warnte Israels Generalstabschef Benny Gantz die syrische Regierung vor weiterer Gewalt: Sollten die Truppen von Präsident Baschar al-Assad die Sicherheit in der Region gefährden, werde dieser "die Konsequenzen tragen müssen".

Nach Angaben der israelischen Armee wurde auf den Golan-Höhen ein Militärfahrzeug durch Beschuss aus Syrien leicht beschädigt. Verletzt worden sei niemand. Die Armee habe daraufhin die syrische Stellung, aus der das Feuer gekommen sei, unter Beschuss genommen und getroffen. Der syrische Generalstab meldete hingegen, dass die Streitkräfte das Militärfahrzeug "mit allem, was es transportierte", komplett zerstört hätten. Zuvor habe das Zielobjekt die Waffenstillstandslinie im Grenzgebiet überquert und sei auf den Ort Bir-Adscham im syrischen Teil der Golan-Höhen zugefahren.

Anzeige

Der israelische Minister für die Heimatverteidigung, Gilad Erdan, hält es nur noch für eine Frage der Zeit, bis es Raketenangriffe auf die israelische Zivilbevölkerung gibt. "Es geht nicht mehr darum, ob Raketen auf große, dicht bevölkerte Regionen in Israel abgefeuert werden, sondern nur noch darum, wann dies geschehen wird", zitierte ihn die Times of Israel. Die Frage nach dem Wann sei eigentlich unerheblich, denn es könne "heute Nacht oder nächste Woche" schon soweit sein.  

Zwar sagte der israelische Verteidigungsminister Mosche Jaalon: "Wir werden nicht in den syrischen Bürgerkrieg eingreifen", Gleichzeitig werde sein Land die Situation auf den Golan-Höhen nicht dulden. Die Tageszeitung Maariv zitierte einen nicht namentlich genannten israelischen Kommandeur mit den Worten, die Reaktion werde "anders ausfallen, falls einer dieser Angriffe Opfer fordern sollte".

Nach einem Bericht der britischen Sunday Times vom Wochenende soll Syrien Raketen gegen Israel in Stellung gebracht haben. Die syrische Armee habe Anweisung, die Boden-Boden-Raketen des Typs Tischrin auf Tel Aviv abzufeuern, sollte Israel erneut ein Ziel in Syrien angreifen, schrieb die Zeitung.

Während des seit über zwei Jahren andauernden Bürgerkriegs mit Zehntausenden Todesopfern in Syrien wurden auch die von Israel besetzten Golan-Höhen immer wieder zum Schauplatz gewaltsamer Auseinandersetzungen.

Israel hat nach Medienberichten seit Jahresbeginn bereits dreimal Ziele in Syrien bombardiert, um die Übergabe hochmoderner Waffen an die mit dem Iran verbündete Schiitenmiliz Hisbollah im Südlibanon zu verhindern.

Zur Startseite
 
Leserkommentare
  1. "Die syrische Armee habe Anweisung, ... Raketen ...auf Tel Aviv abzufeuern, ..."

    "Israel ... dreimal Ziele in Syrien bombardiert, um die Übergabe hochmoderner Waffen an die ... Hisbollah ... zu verhindern."

    12 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    WEnn sie sich so mal die Kommentare durchlesen, sind viele Mentschen nicht mehr in der Lage diesen unterschied zu verstehen. Sie werten nur noch die Zahl der Vorfälle und sagen immer wieder das es das Recht des Landes ist sich zu verteidigen, und da Syrien ein Land ist darf es sih auch verteidigen.

    Auch die Idee das es ja keinen Friedensvertrag zwischen Syrien und Israel gibt : https://en.wikipedia.org/wiki/Israel%E2%80%93Syria_relations

    und somit es nur Unterbrechungen in der Feuerpause sind, und beide Seiten immer noch jederzeit Militärisch aktiv werden können, scheint diese Mentschn bei ihre Meinung nicht zu stören.

    Auch nicht das Assad villeicht sehr gut daran tut nicht mit Israel jetzt Streit anzufangens so das Israel nicht auf die Idee kommt einfach offizell auf seinten der Rebellen in den Krieg einzugreifen und so den Krieg gegen Syrien wieder aufzunehmen.

    Wer dabei glaubt das die Assad Befürworter dann Israel angreifen werden und Besigen soll bitte mal nach den 6-Tage Krieg googeln.

    So ist Assad dabei mit einen Feuer zu spilen das er villeicht nicht kontrollieren kann, und das nur um Innenpolitisch mal wieder mit Anti-Israel Aktionen Punkten zu können.

    Die Kampfberichte sind eh von beiden Seiten nicht glaubwürdig da Propagande zum Krieg dazugehört und es keine unabhänigen Beobachter des Geschehens gab, da diese wegen Spionage sonst verhaftet würden. Wraks und angebliche Verluste des Gegner wurden immer schon geren gefälscht.

  2. Aufgrund eines Doppelpostings entfernt. Die Redaktion/ls

    Eine Leserempfehlung
  3. 3. […]

    Entfernt. Bitte verfassen Sie differenzierte Kommentare und achten auf eine angemessene Wortwahl. Danke, die Redaktion/ls

    4 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/ls

    Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/ls

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf das Wiedereinstellen bereits entfernter Inhalte. Danke, die Redaktion/ls

    • eras
    • 22. Mai 2013 8:38 Uhr

    Entfernt. Der Kommentar, auf den Sie sich beziehen, wurde mittlerweile entfernt. Die Redaktion/ls

    Entfernt. Die Redaktion/ls

    Entfernt. Die Redaktion/ls

  4. 4. [...]

    Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/ls

    3 Leserempfehlungen
    Antwort auf "[…]"
  5. 5. […]

    Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/ls

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "[…]"
  6. total schräg. Fassen wir mal zusammen was passiert ist und was auch belegbar ist. Das israelische Militär liefert Rüstungsgüter (u.a. Fahrzeuge) an die FSA. Diese Fahrzeuge werden von der regulären syrischen Armee abgeschossen - Israel behauptet nun, dass die syrische Armee die israelische Armee angegriffen hat. Das ist durch Videos, Journalisten, etc. belegbar.
    Dann fliegt die israelische Luftwaffe Angriffe auf Damaskus und andere syrische Städte. Als die Russen ein Abwehrsystem liefern wollen, jammert die israelische Regierung rum. Unser Außenminister behauptet, dass diese Angriffe nur Verteidigung sind - ein Land, das sich in einem Bürgerkrieg befindet, wird von einer fremden Macht angegriffen. Die fremde Macht behauptet nun, dass das nur der Verteidigung diene. Dann haben wir die Behauptung israelischer und türkischer Militärs, dass die syrische Armee Sarin verwende. Einen stichhaltigen Beweis bleiben beide Mächte aber schuldig. Vielmehr stellt sich heraus, dass die Rebellen giftige Substanzen verwenden.
    [...]

    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Die Redaktion/ls

    16 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    zu beginn des Konflikts vergessen. Die türksichen Aggressoren wurden in ihren amerikansichen Düsenjägern von der syrischen Luftwaffe abgefangen, zersiebt und auf den Grund des Mittelmeers befördert.

    sieht das Ganze aus, wenn man sich das Land anschaut, auf welchem sich bestimmte Ereignisse zutragen.

    Wohlgemerkt: die Golanhöhen sind syrisches Territorium: Eigentlich müsste oben zur Bildunterschrift stehen:

    "Ein Soldat der israelischen Besatzungsmacht schliesst eine Barriere auf widerrechtlich besetztem syrischen Territorium.

    "Jede Handlung, die beide Staaten gegen Syrien unternehmen ist durch kein recht der Welt gedeckt"
    Es ist gedeckt durch das Recht des Stärkeren. Regierungen, die meinen es sich leisten zu können, halten sich nicht an Recht und Ordnung.

  7. zu beginn des Konflikts vergessen. Die türksichen Aggressoren wurden in ihren amerikansichen Düsenjägern von der syrischen Luftwaffe abgefangen, zersiebt und auf den Grund des Mittelmeers befördert.

    8 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Das ist doch...."
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Sie bezeichnen es also als Invasionsversuch der Türkei, wenn diese mit einem einzelnen Flugzeug in den syrischen Luftraum fliegt?

    Ist ein ihnen auch ein deutscher der nach Amerika auswandert gleich einer Völkerwanderung gleichzusetzen?

  8. "Nach einem Bericht der britischen Sunday Times vom Wochenende soll Syrien Raketen gegen Israel in Stellung gebracht haben. Die syrische Armee habe Anweisung, die Boden-Boden-Raketen des Typs Tischrin auf Tel Aviv abzufeuern, sollte Israel erneut ein Ziel in Syrien angreifen, schrieb die Zeitung. " Nun liegt es ja an den Israelis, die Situation nicht weiter eskalieren zu lassen und paranoide angebliche selbstverteidigende Luftangriffe auf syrisches Hoheitsgebiet zu unterlassen. Und Lieferungen von Waffen durch Israel und die USA ( und andere ) an die "Rebellen" tragen auch nicht zur Entspannung der Lage bei.

    12 Leserempfehlungen

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa, Reuters, kk
  • Schlagworte Hisbollah | Israel | Militär | Syrien | Bürgerkrieg | Rakete
Service