Populismus : Europas neue Anti-Parteien

Europa ist in der Krise, die Protestparteien breiten sich aus. Was wollen die Populisten und warum sind sie so erfolgreich?

In vielen europäischen Ländern zeigt sich dasselbe Muster: Protestparteien formieren sich und kritisieren die etablierten Kräfte. Häufig schlagen sie harte Töne gegen die Europäische Union und den Euro als Einheitswährung an. Populistische Protestparteien sind an sich kein neues Phänomen. Neu ist aber die zunehmende Kritik an der EU und das vehemente Ablehnen der Euro-Rettung.   

Während sich etwa die griechischen Parteien Plan B und Drachme gerade erst formieren, haben andere bereits überraschende Erfolge errungen. Die anti-europäische UK Independence Party (Ukip) ist der Schrecken des britischen Premierministers David Cameron, Finnlands Finnen oder das Team Stronach in Österreich erreichen mit ihrem Postulat neuer Werte eine große Zahl potenzieller Wähler. Auch in Deutschland hat sich in diesem Jahr die erste Anti-Euro-Partei seit Langem gegründet: Die Alternative für Deutschland (AfD) tritt bei der Bundestagswahl im September an; 27 Prozent der Deutschen sympathisieren mit der Euro-kritischen Gruppierung.


Aus dem Impuls, komplett mit der bisherigen Regierung aufzuräumen, bilden sich auch linke Bewegungen: Überraschend ist etwa das Abschneiden der italienischen Fünf-Sterne-Bewegung von Beppe Grillo bei der Parlamentswahl in Italien oder der anfänglich rasante Erfolg der deutschen Piraten.  

Wer sind die neuen europäischen Protestparteien? Wofür stehen sie und wer wählt sie? ZEIT ONLINE porträtiert die neuen Bewegungen und fasst ihre Forderungen zusammen.

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