Ein Doppelanschlag hat die syrische Hauptstadt Damaskus erschüttert. Laut eines Berichts des staatlichen Fernsehsenders Al-Ichbarija hätten sich zwei Selbstmordattentäter auf dem Mardsche-Platz in die Luft gesprengt. Demnach gebe es eine bislang noch unbekannte Zahl an Opfern.

Auf Fernsehbildern waren zerstörte Fahrzeuge zu sehen und Rettungskräfte, die Verletzte vom Platz trugen. "Es scheint, als hätten die Terroristen wieder zugeschlagen", kommentierte ein TV-Reporter und bediente sich dabei des vom Regime verwendeten Begriffs für die Rebellen im syrischen Bürgerkrieg.

Die in London ansässige oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte bestätigte die Explosionen. Allerdings sprach sie nicht von Selbstmordattentaten. Demnach wurden die Explosionen vielmehr durch in der Gegend platzierte Sprengsätze ausgelöst.

In Damaskus kam es in letzter Zeit bereits mehrfach zu Selbstmordanschlägen und Autobombenexplosionen. Die jüngsten Anschläge sind die ersten, seit Regierungstruppen eine strategisch wichtige Stadt in der Provinz Homs unter ihre Kontrolle brachten. Die Gegend verbindet die Hauptstadt mit Hochburgen der Regierung entlang der Mittelmeerküste.

In Syrien versuchen Aufständische seit März 2011 die Regierung von Präsident Baschar al-Assad zu stürzen. Dem Bürgerkrieg fielen nach Schätzungen der Vereinten Nationen bereits mehr als 80.000 Menschen zum Opfer.