Whistleblower : Obama würde Snowden fliegen lassen

Keine Kampfjets gegen Snowden: US-Präsident Obama will den Prism-Whistleblower nicht um jeden Preis einfangen. Die Fahndung sei eine rein rechtliche Angelegenheit.

Welchen Preis würden die USA zahlen, um den flüchtigen Spionage-Enthüller Edward Snowden festzunehmen? Offenbar nicht jeden. Sollte der frühere Geheimdienstmitarbeiter auf dem Luftweg vor seinen Verfolgern fliehen, würde sie seinen Flug nicht militärisch abfangen lassen. "Ich werde keine Jets schicken, um einen 29 Jahre alten Hacker zu fassen", sagte US-Präsident Barack Obama zum Auftakt seiner Afrika-Reise in Dakar.

Auch "Kungeleien" mit anderen Regierungen für eine Auslieferung Snowdens schließt Obama aus. Persönlichen Kontakt zu seinen russischen und chinesischen Kollegen Wladimir Putin und Xi Jinping habe er deshalb nicht aufgenommen. "Die Fahndung ist eine rein rechtliche Angelegenheit."

Snowden, der 30 Jahre alt ist, wird von den USA wegen Spionagevorwürfen gesucht und hat inzwischen Ecuadors Regierung um politisches Asyl gebeten.

Zunächst tauchte er in Hongkong unter, wo er einer möglichen Auslieferung durch die Flucht nach Russland entging. Seither soll er sich im Transitbereich des Moskauer Flughafens Scheremetjewo aufhalten. Russland hat eine Auslieferung bislang abgelehnt.

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