Gipfeltreffen in NordirlandG-8-Staaten fordern Übergangsregierung für Syrien

Russland und seine G-8-Partner haben sich auf eine Erklärung zum Krieg in Syrien geeinigt. Die geplante Übergangsregierung soll schnellstmöglich arbeitsfähig sein.

Barack Obama und Russlands Präsident Wladimir Putin in Enniskillen in Nordirland

Barack Obama und Russlands Präsident Wladimir Putin in Enniskillen in Nordirland  |  © Jewel Samad/AFP/Getty Images

In Syrien soll so schnell wie möglich eine handlungsfähige Übergangsregierung bestimmt werden. So wollen es die Teilnehmer des Gipfeltreffens der sieben führenden Industrienationen und Russland, die derzeit in Enniskillen/Nordirland tagen.  

Die Staats- und Regierungschefs einigten sich nach Angaben aus Verhandlungskreisen auf eine gemeinsame Erklärung zum Bürgerkrieg in dem Land. Zur künftigen Rolle des syrischen Machthabers Baschar al-Assad enthält die Erklärung nichts.    

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Das Hauptproblem auf der  Tagung war, Russland einzubinden. Das Land steht auf der Seite Assads und will seine Armee mit Waffen beliefern. Die USA hatten wiederum militärische Unterstützung für die Aufständischen angekündigt.    

Die in Genf geplante Syrien-Friedenskonferenz wird wohl nicht vor August stattfinden. Ein Treffen im Juli sei unwahrscheinlich, verlautete am Rande des Treffens.

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Leserkommentare
  1. ...kann nur heißen, Assad ist raus, aus dem Spiel.

    Er sollte schnellstmöglich die Koffer nach Jalta packen, dort bekommt er Kost und Logis, gegen die Zusage des Westens, Verträge bzgl,. Tartus nicht in Frage zu stellen.

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    "Zur künftigen Rolle des syrischen Machthabers Baschar al-Assad enthält die Erklärung nichts."

    Zu deutsch: diese Erklärung ist das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben steht!

    Leere Worte und vage Absichtserklärungen, die jede Seite zu Hause als Erfolg verkaufen kann...

    Entfernt. Wir bitten von der Austragung von Privatfehden abzusehen und zu einer themenbezogenen und konstruktiven Diskussion zurückzukehren. Danke, die Redaktion/jk

  2. Nach einem Jahr kommt man zum gleichen Ergebnis wie in Genf 2012.

    http://www.un.org/News/dh...

    Es soll eine Übergangsregierung gebildet werden. Die Vorbedingung, Assad müsse vorher abtreten, wurde offensichtlich wieder fallengelassen.

    Bin neugierig auf Details, insbesondere die Interpretation der westlichen Medien.

    10 Leserempfehlungen
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    wie Demokratie funktioniert. Quasi wenn die Mehrheit der Regierungschef der Finanznationen beschließt, Diktator x ist nützlich, dann bleibt er im Amt, trotz täglichen Menschenrechtsverletzungen und gnadenloser Unterdrückung von Minderheiten und Frauen. Ist Diktator y jedoch zu nah am Diktator z, dann wird er halt fallengelassen und aus dem Amt gejagt im Namen von Menschenrechten. Eigentlich ist es eine unfassbar einfache Welt, in der wir leben, nur mit Demokratie hat das wenig zu tun.

    In Syrien gehört zunächst ein Waffenstillstand durchgesetzt und dann gewählt und dann kann man schauen, was passiert. Aber die Realität ist, dass Friedenskonferenzen vorbereitet werden und parallel dazu unendlich viele Waffen in das Land gepumpt werden. Die Kontrolle über diesen Konflikt ist allen Beteiligten gänzlich entglitten und den Preis, den verdammt hohen Preis zahlen die Syrer jeden Tag aufs neue, wenn sie Angehörige beerdigen müssen, ihre Töchter in Flüchtlingscamps von Menschenhändlern eingesackt und zur Prostitution gebracht werden, wenn Kinder massenhaft traumatisiert werden, wenn eine ganze jugendliche Generation zu einer verlorenen werden wird. Die Wunden, die in diesem Krieg geschlagen werden, werden Jahre brauchen, bis sie heilen und jeder Spitzenpolitiker sollte sich kritisch hinterfragen, welche Rolle er bei diesem Leid gespielt hat und das gilt sowohl für die ausländischen, wie auch für die syrischen und natürlich auch Assad.

  3. "Zur künftigen Rolle des syrischen Machthabers Baschar al-Assad enthält die Erklärung nichts."

    Zu deutsch: diese Erklärung ist das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben steht!

    Leere Worte und vage Absichtserklärungen, die jede Seite zu Hause als Erfolg verkaufen kann...

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Übergangsregierung..."
  4. Dise Erklärung wird nichts bringn. Mehrere Friedenspläne sind seit 2011 am fehlenden Willen zur Umsetzung von beiden Seiten gescheitert.

  5. Ah, die G8-Staaten wollen eine Regierung "bestimmen". Turbodemokraten unter sich.

    9 Leserempfehlungen
  6. Die acht großen Industrienationen dürften sich in ihrer Abschlusserklärung zum Gipfel für Nordirland nicht zur Zukunft des syrischen Diktators äußern. Es ist ein Kompromiss, der die Opposition in dem Bürgerkrieg schwächt. " http://www.sueddeutsche.d...

  7. ....und der neue Präsident für Syrien ist der US-Staatsbürger Ghazam Hitto...er war zwar schon seit einigen Jahrzehnten nicht mehr in Syrien, aber so haben die Demokraten demokratisch für das syrische Volk entschieden. BASTA!

  8. 8. Mantra

    Das Mantra der "Weltgemeindschaft" - "Assad muß weg" - wurde nicht formuliert?
    Rudert der Westen etwas zurück?
    Kann es sein, daß die Offensiven der syrischen Armee den "Demokraten" zusetzen?
    Spielt der "NATO-Bericht" über Assad mit hinein?
    Mir scheinen Rußland und Syrien "gestärkt" - gut so!

    [...] Gekürzt. Die Redaktion/kvk

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Bürgerkrieg | Regierungschef | Russland | Syrien | USA | Genf
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