Syrien-KriegRussland und Syrien bezeichnen Giftgas-Vorwürfe als Lüge

Die USA sehen einen Chemiewaffeneinsatz durch die syrische Armee als erwiesen an. Assads Regierung spricht von Lügen, Russland droht mit weiterer Aufrüstung des Regimes.

Bewohner von Aleppo schützen sich gegen giftige Gase

Bewohner von Aleppo schützen sich gegen giftige Gase  |  © Muzaffar Salman/Reuters

Die Regierung in Damaskus hat die von den USA vorgebrachten Vorwürfe eines Einsatzes von Chemiewaffen durch die syrische Armee als unwahr zurückgewiesen. Die Erklärung des Weißen Hauses sei "mit Lügen gespickt", sagte ein Vertreter des syrischen Außenministeriums laut amtlicher Nachrichtenagentur Sana. Den US-Angaben lägen "erfundene Informationen" zugrunde. 

Zuvor hatte bereits die russische Regierung die US-Vorwürfe angezweifelt: Die Berichte seien "an derselben Stelle fabriziert" worden wie die "Lüge" über Massenvernichtungswaffen des irakischen Ex-Diktators Saddam Hussein, schrieb Alexej Puschkow, Chef des Auswärtigen Ausschusses der Staatsduma, via Twitter. US-Präsident Barack Obama gehe damit den gleichen Weg wie sein Vorgänger George W. Bush vor dem Irak-Krieg, so Puschkow.

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Auch ein Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin nannte die Beweise "nicht überzeugend". Die USA hätten Russland Informationen über einen Einsatz von C-Waffen zur Verfügung gestellt, sagte Juri Uschakow. Eine Ausweitung der militärischen Unterstützung der Rebellen unterminiere aber die gemeinsamen Bemühungen für eine Friedenskonferenz.

CIA soll Rebellen koordinieren

Die USA hatten immer wieder deutlich gemacht, dass Sie die Regimegegner mit Waffen unterstützen, sobald die Armee von Präsident Baschar al-Assad Chemiewaffen einsetzt. Nach Informationen des Wall Street Journal hat Obama bereits erste Waffenlieferungen an "moderate Rebellen" genehmigt. Der Geheimdienst CIA sei mit der Koordinierung der Unterstützung beauftragt worden.

Russland zögert noch mit Gegenmaßnahmen: Die russische Regierung erwäge "noch nicht", Assad als Reaktion auf die US-Haltung Flugabwehrraketen vom Typ S-300 zu liefern. Die UN-Vetomacht Russland ist einer der wichtigsten Partner Syriens und verfügt dort unter anderem über einen Militärstützpunkt

Die US-Regierung hatte wissen lassen, es gebe keine Zweifel mehr daran, dass das syrische Regime mehrfach Chemiewaffen gegen die Rebellen eingesetzt hat. In kleinerem Umfang seien Kampfstoffe wie das Nervengift Sarin verwendet worden, bei mehreren Angriffen seien zwischen 100 und 150 Menschen getötet worden. Obama habe daher entschieden, die Rebellen künftig stärker militärisch zu unterstützen und auch Waffen zu liefern.

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen begrüßte die klare Position der USA in Bezug auf einen Chemiewaffeneinsatz. Nun müsse das syrische Regime UN-Ermittler ins Land lassen, um den Berichten über den Waffeneinsatz nachgehen zu können, schrieb er bei Twitter.

"Keinen Mangel an Waffen"

SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier sieht dagegen Militärhilfe für die syrischen Rebellen kritisch. "In Syrien gibt es viel Mangel. Es gibt an einem keinen Mangel, und das sind Waffen", sagte Steinmeier im Inforadio des RBB. Er sei vorsichtig, was die US-Haltung angehe. Es brauche eine Syrien-Konferenz, die eine politische Lösung vorbereitet.

Was sind Chemiewaffen?

Unter chemischen Waffen werden Substanzen zusammengefasst, die zur Tötung oder Verletzung von Menschen eingesetzt werden.

In der Chemiewaffenkonvention werden zudem die zur Produktion verwendeten Vorgängerstoffe und die Verteilungsgeräte (Granaten, Raketen oder Sprühvorrichtungen) zu den chemischen Waffen gezählt.

Mit der Konvention einigten sich die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen am 29. April 1997 darauf, alle weltweit vorhandenen chemischen Waffen zu vernichten und auch deren Produktion zu stoppen. Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) mit Sitz in Den Haag kontrolliert die Umsetzung des Abrüstungsabkommens.

Wirkung

Lungenkampfstoffe wie Chlor, Phosgen, Diphosgen und Chlorpikrin greifen die Lunge an und beeinträchtigen dadurch die Sauerstoffzufuhr des Körpers, was zum Tod führen kann.

Blutkampfstoffe, zu denen Cyanwasserstoff, Arsenwasserstoff und Chlorcyan zählen, greifen Blutzellen an und hindern sie, die Organe mit Sauerstoff zu versorgen.

Hautkampfstoffe wie zum Beispiel Schwefellost (Senfgas), Stickstofflost, Lewisit und Phosgenoxim töten Hautzellen ab und können je nach Größe der betroffenen Fläche zu schweren Verletzungen führen.

Nervenkampfstoffe wie Diisopropylfluorophosphat, Sarin, Tabun, VX und Soman hemmen ein Enzym des menschlichen Nervensystems und bewirken, dass die Muskeln der Betroffenen dauerhaft verkrampfen.

Psychokampfstoffe versetzen die Betroffenen in Rauschzustände, sodass sie vorübergehend kampfunfähig werden. Beispiele sind Lysergsäurediethylamid (LSD) und Benzilsäureester (BZ).

Zu den Augenkampfstoffen zählen alle Chemikalien, die die Augen reizen oder verletzen. Beispiele sind Benzylbromid, Xylylbromid oder Chloraceton.

Nasen- und Rachenkampfstoffe wie Adamsit, Diphenylarsinchlorid oder Diphenylarsincyanid reizen die Schleimhäute der oberen Atemwege und setzen den Betroffenen vorübergehend außer Gefecht. Tödlich wirken sie in der Regel nicht.

Bestände in Syrien

Laut dem Institut für Strategische Studien (IISS) in London hat Syrien das größte Waffenarsenal im Mittleren Osten. Seit den 1970er Jahren soll Syrien große Mengen an Chemiewaffen produziert haben, darunter Senfgas, Sarin und das Nervengift VX

Im März 2013 warfen sich syrische Truppen und Aufständische gegenseitig vor, Chemiewaffen eingesetzt zu haben. Mindestens 25 Menschen sollen dabei getötet worden sein.

Auch die USA haben inzwischen Hinweise darauf, dass in Syrien Chemiewaffen eingesetzt wurden. US-Geheimdienste haben Blutproben mehrerer Syrier auf Spuren chemischer Waffen untersucht und Abbauprodukte des Nervengases Sarin gefunden. 

Sarin

Sarin ist eine geruch- und farblose Phosphorverbindung und zählt zu den giftigsten Kampfstoffen, die je hergestellt wurden. Der Stoff kann durch Einatmen und über die Haut in den Körper gelangen und kann schon bei einer Menge von einem Milligramm in Minuten zu Atemlähmung und Herzstillstand führen.

Das Gas wurde Ende der 1930er Jahre von dem deutschen Chemiker Gerhard Schrader bei IG Farben als Insektenvernichtungsmittel entwickelt und im Zweiten Weltkrieg als Kampfstoff produziert, jedoch nicht eingesetzt. In den 1980er Jahren setzte es der irakische Diktator Saddam Hussein im Krieg gegen den Iran ein. Zudem soll es Chiles Diktator Augusto Pinochet gegen Oppositionelle benutzt haben. 1995 setzte es auch die japanische Aum-Sekte bei ihrem tödlichen Angriff in der U-Bahn in Tokio ein. Noch immer sollen viele Länder das Gift in ihren Waffenarsenalen haben. 

Die syrische Opposition begrüßte die Pläne der US-Regierung. Der Generalstabschef der von Deserteuren gegründeten Freien Syrischen Armee (FSA), General Salim Idriss, hofft auf möglichst schnelle Waffenlieferungen. Der Interimsvorsitzende der Oppositionsplattform Nationale Koalition, George Sabra, sprach von einem "positiven Schritt".

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Leserkommentare
  1. 1. Lüge?

    Und wenn alle erdenklichen Belege die einen Einsatz von Chemiewaffen beweisen sollen erfunden sind, so lautet die Frage nicht mehr ob man etwas in Syrien unternehme sollte, sondern ob man es sich leisten kann das nicht zu tun.

    Ohne eine Einmischung von Außen, bzw nur mit der Intervention Russlands und des Iran kann dieser Konflikt noch ewig weitergehen und wird nie zu einer Befriedung der Bevölkerung mit der Regierung Bashar Al Assads führen.

    Der Schaden, den dieser Konflikt angerichtet hat ist bereits jetzt Riesig. Dazu kommen noch all die Religiösen Spinner die nun versuchen die Karten gegen die Shiiten auszuspielen.

    Aufgrund egoistischer Motive riskiert Moskau einen gewaltigen Religionskrieg der unterschiedlichen Islamischen Strömungen in forder Asien.

    Ich hoffe das ist es wert Herr Wladimir Wladimirowitsch Putin.

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    Das heuchlerische an Russlands statement ist, dass sie das regime massiv aufrüsten und sich empört zeigen, wenn die usa die gegenseite aufrüsten will.

    Sehen wir es ein, ohne Intervention ist die Lage in Syrien nicht zu bessern, auch wenn das risiko einer verschlimmerung vorhanden ist.

    Mag sein, daß Russland auch nicht glaubwürdig ist, aber zwei Dinge stören mich massivst:

    - Eine Einmischung von aussen findet doch längst statt. Aufrüstung der *Rebellen* & verdeckte Operationen der CIA stehen doch außer Frage. Es geht hier um eine Ausweitung der Intervention seitens USA und ihrer Verbündeten, NICHT um den BEGINN einer Intervention oder Einmischung. Und jetzt dürfen Sie gerne recherchieren, seit wann die Russen Assad unterstützen, warum und an welchem Punkt des Bürgerkrieges die USA ins Spiel kommen bzw. deren Verbündete bzw. wie das ursächlich zum Konflikt beigetragen hat.

    - Inwieweit die Bevölkerung gegen Assad steht & eben nicht einige vom Ausland mit Geld & Waffen unterstützte Gruppierungen mit zur Terrorisierung der Bevölkerung neben dem selbstverständlich kritisierenswerten autoritären Regime Assads beitragen, darüber gibt es weder Klarheit, noch trägt die momentane Berichterstattung irgend etwas dazu bei. Merke: die Flucht der Zivilbevölkerung sagt nichts über die Ursachen ihrer Gefährdung aus.

    Einfach nur Russland unlautere Mittel unterstellen zu wollen, Obamas Amerika als Friedensengel hinstellen, das erinnert an alte Kalte-Kriegs-Logik.

    Russland - Iran - Nordkorea (- China): Die neue Achse des Bösen???

    Wie soll es denn aussehen, ihr "etwas"...???

    Die Aufrüstung von religiösen Fanatikern und Terroristen mit Waffen ist definitiv inakzeptabel!

    Warum scheint denn die geplante Friedenskonferenz zu scheitern?
    Wer will nicht kommen...???

    Die "bösen" Russen - unterstützen die Konferenz!
    Der ganz schrecklich "böse" Iran - will teilnehmen und vermitteln!
    Assad (natürlich "böse"!) - hat seine Telnahme angekündigt!

    Amerika - will den Konflikt mit Waffenlieferungen anheizen!
    Die sog. syrische Opposition - kann sich nicht einigen wer was zu sagen hat...

    Ich möchte weder in Russland, Syrien noch im Iran leben - trotzdem beweisen ihre Führer hier tausend mal mehr Vernunft als unsere "demokratisch gewählten Volksvertreter"

    "Ohne eine Einmischung von Außen, bzw nur mit der Intervention Russlands und des Iran kann dieser Konflikt noch ewig weitergehen und wird nie zu einer Befriedung der Bevölkerung mit der Regierung Bashar Al Assads führen."

    Sie dürfen aber nicht vergessen, dass es diese Einmischung von Außen schon lange gibt nur eben um ein paar Ecken versteckt und primär auf Seiten der "Rebellen". Die Westmächte wollen Assad weghaben und die paar Rebellen wurden deshalb mit Geld, Waffen und Söldnern zu einer großen Truppe aufgebaut.
    Russland kann jetzt fast nur noch militärisch eingreifen, denn Amerika schreckt ja nicht mal davor zurück sich wieder Beweise auszudenken. Dann haben wir das Duell Russland gegen Amerika mit seinen NATO-Kameraden und ich will gar nicht wissen wo das endet.

    fliegt uns der Nahe Osten um die Ohren!

    Angenommen die Rebellen verjagen Assad. Was passiert dann?

    Das wahrscheinlichste wird folgendes sein.

    1. Es gibt ein Blutbad an den Minderheiten
    2. Der Iran sieht seine Interessen massiv verletzt und greift offiziell ein
    3. Israel wird sich nicht lange bitten lassen
    4.

    • Sherab
    • 14. Juni 2013 16:16 Uhr

    Die Lage in Syrien wird vermutlich so enden wie in allen anderen arabischen Ländern: Chaos.

    In welches von ihnen trug die USA mit ihrem Militär Frieden und Demokratie?....

    Die erste Meldung über Giftgas war wertneutral, da nur festgestellt werden konnte "das" es eingesetzt wurde, aber nicht von "wem". Und in anbetracht der letzten Jahre, halte ich persönlich die USA für einen der größten "Schurken-Staaten" überhaupt - mit Lügen führen sie Krieg. Warum sollte es diesmal anders sein?

    Wir als Bürger sollten ALLE Möglichkeiten in betracht ziehen, auch wenn sie absurd sein mögen, denn eins ist der Westen ganz bestimmt nicht:

    eine bessere Welt.

  2. ...enden!!
    "Nun müsse das syrische Regime UN-Ermittler ins Land lassen, um den Berichten über den Waffeneinsatz nachgehen zu können, schrieb er bei Twitter."

    - Hä eigentlich so wenig wie damals das Saddam Regime im Iraq

    Bald schon wird es zweierlei Arten staatlicher Souveränität geben: Die unantastbare Souveränität der "westlichen" Industrienationen und ihren ach so hoch moralischen Tugenden...und natürlich die verlorenen Souveränität der " Schurkenstaaten" bzw. "Pariah Staaten"!! Wo keine Souveränität aus "westlicher" Sicht, dort wird immer leichter interveniert und irgendwann haben wir selbst in der UNO ein Gewohnheitsrecht, welches zu grenzenlosen Intervenismus führt.

    RN

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    • hg2000
    • 14. Juni 2013 11:55 Uhr

    Ich glaube nicht, dass Ihre Voraussagung zwangsläufig eintreffen muss. Es gibt zudem genügend Bespiele, wo Interventionen unrecht beendet und Leid verhindert haben (z.B. 2. Weltkrieg).

    Die meisten akzeptieren, dass es für das Zusammenleben förderlich ist, wenn es innerhalb von Staaten Gesetzte gibt, die von einer Staatsgewalt durchgesetzt werden und Gesetzesbrüche zu Einschränkungen von Grundrechten (Freiheitsstrafe) führen können .

    Ich verstehe nicht, warum auf staatsebene Anarachie herrschen sollte, wo jeder durchgeknallte Diktator ungestraft machen kann was er will. Staaten-Souveränität sollte in keinem Fall höher bewertet werden als Menschenrechte.

    Natürlich bringt es Probleme mit sich, wenn eine Staat oder ein Staatenbündnis Polizei-Funktion auf Staatsebene übernimmt, insb. da es (noch) keine weltweit anerkannte überstaatliche Gerichts-Institution gibt.

    Kategorisch auf Interventionen zu verzichten ist aber keine Lösung, die zu einem besseren Zusammenleben auf diesem Planeten führen wird.

    "Kategorisch auf Interventionen zu verzichten ist aber keine Lösung, die zu einem besseren Zusammenleben auf diesem Planeten führen wird."

    - Nun das bei Leibe nicht, aber ich wollte lediglich davor warnen, dass wir uns auf dem Weg zu einem internationalen "zweiklassen" Staatensystem befinden. Und noch kann der anarchische Charakter des Staatensystems nicht verleugnet werden. Der Institutionalismus ist auf breiter Front gescheitert. Der souveräne Nationalstaat ist nach wie vor der zentrale Akteur in den internationalen Beziehungen. UND IN SYRIEN HERRSCHT BÜRGERKRIEG ;)

    RN

    Zitat: "Hä eigentlich so wenig wie damals das Saddam Regime im Iraq"

    Wenn ich Sie richtig verstehe, wollen Sie damit sagen, Assad werde genausowenig UN-Inspektoren nach Syrien einreisen lassen wie damals Saddam Hussein bezüglich des Irak die Einreise verweigert habe.

    Da liegen Sie aber ganz schön daneben. Geben Sie bitte mal in Google die Suchbegriffe "IRAK UN-Inspektoren" ein.

    Fakt ist, dass bis zum 20. März 2003, kurz vor Kriegsbeginn, UN-Inspektoren im Irak tätig waren. Hier nur ein Verweis auf den SPIEGEl-Artikel " Massenvernichtungswaffen im Irak: Uno-Inspektoren halten US-Beweise für falsch" vom 14.04.2003.

    Der Bush-Regierung kamen allerdings die negativen Suchergebnisse der UN-Inspektoren nach Massenvernichtungswaffen ungelegen, weil damit der offizielle Grund für den beschlossenen Krieg gegen den Irak entfallen wäre.

    Bevor in Syrien noch weiter sinnlos Blut vergossen wird, sollte auch der Vorschlag auf eine UN-Vermittlung versucht werden.

    nicht um die Frage, ob UN-Inspektoren von Despoten ins Land gelassen werden oder nicht, sondern um die allgemeine Annahme diese seien nun in der Bringschuld und "müssten" nun solche ins Land lassen. Die Formulierung passte mir nicht lieber Saar-Franzose.

    RN

  3. Warum werden nicht alle Informationen dem UN Sicherheitsrat vorgelegt?

    Warum entscheidet nicht der Sicherheitsrat über das weitere Vorgehen?

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    Wenn man solch BEWEISE hat, warum man die se dann nicht in der Un veröffentlicht so das sich alle Länder von der richtigkeit überzeugen können, oder eigenen Gegenbeweise vorbringen.

    Momentahn haben wir nur 2-3 Staaten die schon in der Vergangenheit bei Kriegsgründen gelogen haben gegen 2-3 Staaten die schon in der Vergangenheit bei Kriegsgründen gelogen haben.

    Und wir sollen nun einer Seite glauben ohne das wir die Beweise sehen dürfen und ohne das wir fragen nach den ander Vorfällen z.b. den in der Türkei stellen dürfen.

    Der westen muss lernen sich bei solchen Konflikten auch wenn es schwer fällt komplet raus zu halten, da auch bei uns die Wandlung hin zu Demokratien erst nach einen 100 Jährigen und einen 30 Jährigen Krig kahm bei den die Mentschen lernen musten wie dumm es ist für Glaubensrichtungen in den Krieg zu ziehen.

  4. Ganz richtig, was Steinmeier dazu sagt. Waffen zu liefern, damit mit ihnen gemordet werden kann, bringt nur Waffenproduzenten Vorteile.

    Eine Äußerung von russischer Seite wie diese kann vielleicht verhindern, dass sich die nächste Kriegsmaschinerie nun auch uneingeschränkt beteiligt.
    Aus der Irak-Katastrophe muss gelernt werden, lieber spät als nie.
    Dennoch bleibt bei mir Ratlosigkeit, wie dieser Krieg zum Aufhören kommen kann.

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    "Ganz richtig, was Steinmeier dazu sagt. Waffen zu liefern, damit mit ihnen gemordet werden kann, bringt nur Waffenproduzenten Vorteile."

    An welcher Stelle steht Deutschland im internationalen Waffenhandel?

  5. um zu wissen, was die USA hier wieder eine ihrer ganz übelen Geschichten durchziehen.
    Denkende Menschen wußten von Anfang an, daß das Giftgas "wie nach Drehbuch geplant" genau dann ins Spiel gekommen ist, als eine "rote Linie" ausgegeben wurde.
    Es hat mit dem NATO-Flugzeug im syrischen Luftraum nicht hingehauen, ebenso haben die NATO-Mörsergranaten keine militärische Wirkung erzielt und nun wurde halt Giftgas aus dem Hut gezaubert und der syrischen Armee an die Brust geheftet. Wie überraschend.

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    • Karl63
    • 14. Juni 2013 11:49 Uhr

    inzwischen viel zu komplex und widersprüchlich, als das es Sinn machen würde diese derart holzschnittartig in "Gut" und "Böse" zu unterteilen.
    Es ist absolut kein Geheimnis, Russland und Iran liefern jene Waffen, mit denen Assad sein eigenes Volk töten lässt. Für Russland steht dabei durchaus einiges auf dem Spiel, denn es bleibt völlig offen, ob eine Syrische Regierung ohne Assad und seinen "Hofstaat" ernsthaft ein Interesse daran hätte, weiter Waffengeschäfte mit Russland zu tätigen oder die bewusste Russische Marinebasis weiter zu betreiben.
    Selbst wenn es Assad gelingen sollte, den von seinen Truppen beherrschten Teil Syriens militärisch weiter zu halten, stellt sich die Frage, wie es politisch und wirtschaftlich weiter gehen soll. Mag sein, Assad verfügt momentan noch über ausreichend Liquidität, aber dies wird nicht unbegrenzt weiter der Fall sein. Es stellt sich vielmehr die Frage, ob angesichts der schon jetzt erfolgten Zerstörungen ein Staatsbankrott nicht längst unabwendbar ist.

    Wenn man sich einmal das Pressbriefing durchliesst bleibt von "keinen Zweifel mehr" ausser einer "höchst wahrscheinlichen Annahme die Sicherheit möglicherweise zu haben" nicht viel übrig.

    http://www.nytimes.com/20...
    Text of White House Statement on Chemical Weapons in Syria

    nur paar Auszüge:

    " establish the facts with some degree of certainty"

    "has prevented a comprehensive investigation as called for"

    "Our intelligence community has high confidence in that assessment"

    "Each positive result indicates that an individual was exposed to sarin, but it does not tell us how or where the individuals were exposed or who was responsible for the dissemination."

    "our updated intelligence assessment and specific incidents of alleged chemical weapons use"

    Zitat: "Man braucht wirklich keinen Russen, um zu wissen, was die USA hier wieder eine ihrer ganz übelen Geschichten durchziehen.
    Denkende Menschen wußten von Anfang an, daß das Giftgas "wie nach Drehbuch geplant" genau dann ins Spiel gekommen ist, als eine "rote Linie" ausgegeben wurde."

    Ganz schön subtil, wie Sie versuchen, Ihre Sicht als die allein-Richtige hinzustellen: "Denkende Menschen wußten...."

    Mir stellt sich die Situation nicht so klar dar:

    1. Fakt ist, dass nach den aktuellen UN-Angaben in syrischen Bürgerkrieg bereits ca. 100.000 Menschen getötet wurden - in der Mehrzahl wohl Zivilisten.

    2. Die Haltung der US-Regierung würde ich bisher so beschreiben, dass sie eine eigene Beteiligung um jeden Preis verneiden wollte, ich meine sogar, immer noch vermeiden will.

    3. Die Haltung Russlands ist mehr als obszön, stützt sie doch aus geopolitischen russischen Interessen ein tyrannisches Regime allein aus dem Grund, dass es das einzig noch Russland treu ergebene Regime in Nah-Ost ist.

    4. Wenn ich mich richtig erinnere, waren es bisher immer Russland und China, die im UN-Sicherheitsrat verhindert haben, dass die UN eindeutige Beschlüsse zu Syrien fassen konnte.

    Aber immer, wenn die US-Regierung sich äußert, funktioniert in deutschen Foren der Pawlo`sche Refelex des USA-Bashings. Seufz.

    Bin ich jetzt noch ein denkender Mensch?

    Ja, Sie sind ein denkender Mensch. Ich sehe das genau so.

    Übrigens wurde der Vorwurf, Giftgas eingesetzt zu haben, auch schon von Frankreich und Großbritannien erhoben. Dass Russland und Syrien alles abstreiten, kann wohl niemanden überraschen.
    Ob Waffenlieferungen wirklich sinnvoll sind, weiß ich nicht. Schließlich haben sich schon Islamisten unter die Rebellen gemischt. Außerdem lehrt die jüngere Vergangenheit, dass sich Waffenlieferungen oft später rächen.
    Schon vor zwei Jahren hätte man in den Konflikt mit einer Flugverbotszone eingreifen können. Raten Sie mal, wer das im UN-Sicherheitsrat blockiert hätte: die Assad-Schutzmächte China und Russland. Und was diese ominöse Friedenskonferenz betrifft: Reine Zeitschinderei der Assad-Seite, nun da das Regime militärisch wieder die Oberhand hat.

  6. Jeder Krieg beginnt mit einer Lüge.
    Jeder Krieg endet mit einer Lüge.
    Nur der Krieg ist alles andere eine Lüge...

    Leider kapieren das die Politiker nicht.

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    sie glauben, WIR kapieren das nicht.

    Lüge. Nur der Krieg ist alles andere eine Lüge. Leider kapieren das die Politiker nicht."

    Ich bitte Sie. Wenn ich raten müsste, ob es einen amerikanischen Politiker mehr interessiert, wie viele Syrer durch den Bürgerkrieg ins Unglück gestürzt werden oder ob ein Feinde Israels geschwächt wird, wüsste ich, wie ich tippen würde.

    Seit dem Depeschen-Leak ist bekannt, dass Amerika seit 2006 die syrische Opposition massiv unterstützt.
    http://www.zeit.de/politi...

    Seit 2011 ist bekannt, dass der syrische Aufstand sehr früh mit ausländischen Kämpfern durchsetzt war.
    http://de.rian.ru/politic...

    So lange die Medien bereit sind, die Legende von den guten Aufständischen und ihren guten Helfern hier und dem bösen Diktator und seinen bösen Helfern dort zu repetieren, gibt es für den Welthegemon keinen Grund, zimperlicher zu verfahren als in der Vergangenheit.

    Wem bei den Syrien-"Nachrichten", mit denen wir seit 2 Jahren zwangsernährt werden, noch nicht sauer aufgestoßen ist, der schluckt die auch noch weitere Jahre ohne Verdauungsprobleme.

  7. "Anfang Juni bestätigten die Vereinten Nationen den Verdacht."
    ( http://www.zeit.de/politi... )

    Die USA stehen also nicht alleine da mit ihren Informationen.

    Als Assad 3000 Menschen töten ließ, die nur protestierten (ohne Waffen), hatte er für mich seine Legitinmation verspielt. Russland hat sich fast sofort engagiert, und nicht über eine friedliche Lösung nachgedacht.

    Es gibt also wesentliche Unterschiede zu G.W. Bushs Verhalten. Ich finde Krieg nicht toll, aber 93.000 Tote einfach zu billigen ist auch nicht gut.

    4 Leserempfehlungen
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    die UN hat dabei lediglich "Geschwätz" einzelner Vertreter an die Öffentlichkeit gelassen! Eine Bestätigung kann hier nie durch solch absurde Meinungsäußerungen, sondern bestenfalls durch die zuständige UN-Organisation, hier die OPCW, auf chemisch analytischem Wege erfolgen.

    Peter

    "Anfang Juni hatte bereits Frankreichs Regierung mitgeteilt, Gewissheit über einen Giftgas-Einsatz des Assad-Regimes zu haben."

    So lautet das Zitat aus dem Artikel. Werter Forist shaadar, mit solcher Mitteln tun sie der Sache nichts gutes.
    Die Foristen, die für so etwas auch noch empfehlungen abgeben, kann ich echt nicht verstehen *kopfschüttel*.

    Ich unterlasse es an dieser Stelle darauf hinzuweisen, warum ich den Interventionsbefürwortern bis hin zur Obama-Regierung und Obama selbst nciht über den Weg traue.

    Komischerweise klingt in den von Ihnen verlinkten ZEIT-Artikeln aber doch etwas anders:
    Die Syrien-Kommission schreibt in ihrem Bericht: "Es war auf der Basis des vorliegenden Beweismaterials nicht möglich, die konkrete chemische Substanz, das Abschuss-Systemen oder Täter festzustellen." Weitere Ermittlungen seien erforderlich – etwa um zu klären, wer die international geächteten C-Waffen eingesetzt hat.

    Kurzum: Die UN vermutet zwar, dass C-Waffen eingesetzt wurden, aber weder weiss sie, wer die C-Waffen eingesetzt hat, noch, um was für Waffen es sich dabei auch nur gehandelt haben könnte.

    Wenn man überlegt, wer ein grösseres Motiv zum Einsatz von C-Waffen hätte, dann dürften das sogar eher die Rebellen sein.

    Denn warum in aller Welt sollte Assad gerade dann plötzlich mit C-Waffen anfangen, nachdem Obama nur kurz zuvor genau dies als einzige "rote Linie" bezeichnet hat, die die USA gewissermassen dazu zwingen würde die Rebellen zu unterstützen? Und dann in einem so geringem Umfang, dass es bis heute nicht den kleinsten belastbaren Beweis dafür gibt? Das macht einfach keinen Sinn.

    Für die Rebellen hingegen könnte man genau diese Aussage Obamas als Motiv sehen: Wenn man den Eindruck erweckt, Assad hätte C-Waffen eingesetzt (selbst wenn man es insgeheim vielleicht selbst war), dann gibt's dicke Unterstützung vom militärisch wichtigsten Land!

  8. sie glauben, WIR kapieren das nicht.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters, AFP, tis
  • Schlagworte Russland | Barack Obama | Syrien | Wladimir Putin | Anders Fogh Rasmussen | Nato-Generalsekretär
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