BürgerkriegEndlich handeln die USA in Syrien

Mit den angekündigten Waffenlieferungen an syrische Rebellen gehen die USA große Risiken ein. Sie handeln ausschließlich aus strategischem Kalkül, kommentiert G. Yaron. von Gil Yaron

Ein Kämpfer der syrischen Rebellen in Aleppo

Ein Kämpfer der syrischen Rebellen in Aleppo  |  © Aref Hretani/Reuters

Endlich beziehen die USA in Syriens Bürgerkrieg klar Stellung. Zweieinhalb Jahre lang versteckte sich US-Präsident Barack Obama hinter Ausflüchten, die Syriens Präsident Baschar al-Assad nur in die Hände spielten. Während der Iran, Russland und die libanesische Hisbollah-Miliz ihm handfeste Hilfe leisteten, schwere Waffen und sogar Soldaten zur Verfügung stellten, konnten die Rebellen höchstens mit Solidaritätsbekundungen rechnen. Das schien ihnen zu Recht hohl, heuchlerisch oder schlichtweg dumm. Denn mit den gelieferten Lebensmittelkonserven, Pflastern und Kopfschmerztabletten konnten sie keinen Bürgerkrieg gegen einen Diktator gewinnen, der Raketen, Panzer und Kampfbomber gegen die eigene Bevölkerung einsetzt. Ach ja, und Giftgas.

Dass Obama sich endlich dazu durchgerungen hat, den Rebellen Waffen zu liefern, dürfte nur in zweiter Linie mit dem angeblich erst jetzt bewiesenen Einsatz verbotener chemischer Waffen zu tun haben. Weshalb wird der Tod von 150 Rebellen als schwerwiegenderes Kriegsverbrechen verstanden als die Ermordung von mehr als 90.000 Menschen, die Mehrheit davon Zivilisten? Nur weil die Wenigen mit verbotenen Waffen erstickt, während die anderen in traditioneller Manier zerbombt, erschossen oder unter ihren einstürzenden Häusern begraben wurden?

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Barack Obamas Entscheidung entspringt nicht internationalem Recht, sondern strategischem Kalkül. Das Regime machte in den vergangenen Wochen erhebliche Gebietsgewinne. Nun begann die Armee mithilfe der Hisbollah den Sturm der strategisch wichtigen Stadt Aleppo. Fiele Syriens zweitgrößte Stadt, wäre die Opposition entscheidend getroffen. Assad ginge aus dem Bürgerkrieg als Sieger hervor.

Das muss Obama verhindern. Zu groß wäre der Rückschlag für westliche Interessen, zu bedeutend der Propagandasieg der islamischen Republik Iran, bliebe ihr Vasall Assad gegen den Willen seiner Bevölkerung an der Macht.

Zweifellos nimmt Obama erhebliche Risiken in Kauf. Gibt er den Rebellen Flugabwehrraketen, könnten diese in die Hände von Al-Kaida fallen und die zivile Luftfahrt bedrohen. Richtet er eine Flugverbotszone ein, riskiert er eine militärische Eskalation oder eine offene Auseinandersetzung mit Russland, die Folgen in anderen strategischen Fragen wie Irans Atomprogramm nach sich ziehen kann.

Was sind Chemiewaffen?

Unter chemischen Waffen werden Substanzen zusammengefasst, die zur Tötung oder Verletzung von Menschen eingesetzt werden.

In der Chemiewaffenkonvention werden zudem die zur Produktion verwendeten Vorgängerstoffe und die Verteilungsgeräte (Granaten, Raketen oder Sprühvorrichtungen) zu den chemischen Waffen gezählt.

Mit der Konvention einigten sich die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen am 29. April 1997 darauf, alle weltweit vorhandenen chemischen Waffen zu vernichten und auch deren Produktion zu stoppen. Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) mit Sitz in Den Haag kontrolliert die Umsetzung des Abrüstungsabkommens.

Wirkung

Lungenkampfstoffe wie Chlor, Phosgen, Diphosgen und Chlorpikrin greifen die Lunge an und beeinträchtigen dadurch die Sauerstoffzufuhr des Körpers, was zum Tod führen kann.

Blutkampfstoffe, zu denen Cyanwasserstoff, Arsenwasserstoff und Chlorcyan zählen, greifen Blutzellen an und hindern sie, die Organe mit Sauerstoff zu versorgen.

Hautkampfstoffe wie zum Beispiel Schwefellost (Senfgas), Stickstofflost, Lewisit und Phosgenoxim töten Hautzellen ab und können je nach Größe der betroffenen Fläche zu schweren Verletzungen führen.

Nervenkampfstoffe wie Diisopropylfluorophosphat, Sarin, Tabun, VX und Soman hemmen ein Enzym des menschlichen Nervensystems und bewirken, dass die Muskeln der Betroffenen dauerhaft verkrampfen.

Psychokampfstoffe versetzen die Betroffenen in Rauschzustände, sodass sie vorübergehend kampfunfähig werden. Beispiele sind Lysergsäurediethylamid (LSD) und Benzilsäureester (BZ).

Zu den Augenkampfstoffen zählen alle Chemikalien, die die Augen reizen oder verletzen. Beispiele sind Benzylbromid, Xylylbromid oder Chloraceton.

Nasen- und Rachenkampfstoffe wie Adamsit, Diphenylarsinchlorid oder Diphenylarsincyanid reizen die Schleimhäute der oberen Atemwege und setzen den Betroffenen vorübergehend außer Gefecht. Tödlich wirken sie in der Regel nicht.

Bestände in Syrien

Laut dem Institut für Strategische Studien (IISS) in London hat Syrien das größte Waffenarsenal im Mittleren Osten. Seit den 1970er Jahren soll Syrien große Mengen an Chemiewaffen produziert haben, darunter Senfgas, Sarin und das Nervengift VX

Im März 2013 warfen sich syrische Truppen und Aufständische gegenseitig vor, Chemiewaffen eingesetzt zu haben. Mindestens 25 Menschen sollen dabei getötet worden sein.

Auch die USA haben inzwischen Hinweise darauf, dass in Syrien Chemiewaffen eingesetzt wurden. US-Geheimdienste haben Blutproben mehrerer Syrier auf Spuren chemischer Waffen untersucht und Abbauprodukte des Nervengases Sarin gefunden. 

Sarin

Sarin ist eine geruch- und farblose Phosphorverbindung und zählt zu den giftigsten Kampfstoffen, die je hergestellt wurden. Der Stoff kann durch Einatmen und über die Haut in den Körper gelangen und kann schon bei einer Menge von einem Milligramm in Minuten zu Atemlähmung und Herzstillstand führen.

Das Gas wurde Ende der 1930er Jahre von dem deutschen Chemiker Gerhard Schrader bei IG Farben als Insektenvernichtungsmittel entwickelt und im Zweiten Weltkrieg als Kampfstoff produziert, jedoch nicht eingesetzt. In den 1980er Jahren setzte es der irakische Diktator Saddam Hussein im Krieg gegen den Iran ein. Zudem soll es Chiles Diktator Augusto Pinochet gegen Oppositionelle benutzt haben. 1995 setzte es auch die japanische Aum-Sekte bei ihrem tödlichen Angriff in der U-Bahn in Tokio ein. Noch immer sollen viele Länder das Gift in ihren Waffenarsenalen haben. 

Er hatte keine guten Optionen: Er konnte Syriens Opposition fallen lassen, in Syrien einen verlässlichen Feind an der Macht lassen, oder die Rebellen im letzten Augenblick retten. Dabei läuft er Gefahr, außer den pragmatischen Oppositionellen auch radikalen Islamisten unter die Arme zu greifen oder Syrien in ein Chaos zu stürzen. Trotz der Risiken: Es bleibt zu hoffen, dass er die weniger schlechte Wahl traf, und das nicht zu spät.

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Leserkommentare
  1. damit sie sich von den Terroristen der Hisbollah/Assad und auch von denen der AlKaida befreien koennen.

    Keiner braucht diese AlKaida Rebellen als Assad Nachfolger.

    Leiden tun nur die Araber die sich von fanatischem Islamismus und Gewalt distanzieren wollen.

    20 Leserempfehlungen
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    Dafür hat Obama einfach zu spät reagiert.
    Aber vielleicht nicht zu spät...

    Entfernt, bitte verzichten Sie auf krude Theorien. Danke, die Redaktion/se

    • OIKOS
    • 15. Juni 2013 1:28 Uhr

    Vor einiger Zeit dachte ich noch, der Westen sollte die syrische Opposition mit Waffen zur Selbstverteidigung gegen Assad unterstützen. Inzwischen sind aber die demokratischen Kräfte Syriens ins Ausland geflohen. In Syrien kämpfen jetzt nur noch Rebellen gegen Assad, die ihrerseits mit oft grausamen Methoden töten. Eine weitere Aufrüstung der Bürgerkriegsparteien durch USA und Rußland ist nicht hilfreich, wie auch der UNO-Generalsekretär sagt. Waffenlieferungen führen nur zur Eskalation.
    Die USA und Rußland sollten sich auf ein Waffenembargo einigen und gemeinsam die geplante Friedenskonferenz in Genf voranbringen!

    Entfernt. Bitte kommentieren Sie sachlich und differenziert. Danke. Danke. Die Redaktion/kvk

    • Pereos
    • 14. Juni 2013 18:43 Uhr

    Na ganz toll, dass sich die USA nun auch in den Konflikt einmischt.
    Reicht ja nicht, dass Saudis, Iraner, Katarer, Libanesen,Iraker,Araber,Sunniten,Alawiten,Schiiten,Christen,Drusen,
    Kurden,Russen, Jordanier, mitmischen.

    Heute hat die Hisbollah im Libanon angekündigt mit Assad zu siegen,oder unterzugehen,
    http://www.almanar.com.lb...
    die Muslimbrüder in Ägypten rufen zum Heiligen Krieg gegen die Schiitischen Spalter Assad,Hisbollah und Iran auf
    http://english.alarabiya....

    Dann ists ja toll,dass auch noch die USA in diesem Pulverfass aus lauter Bilden mit Fackeln mitmischt.
    Man würde auch was verpassen^^

    Ja liefert Waffen in ein Konfliktgebiet, in dem mitlerweile Jeder Jedem droht,anstatt man versucht eine wirkliche Friedensperspektive zu schaffen....

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    "Großbritannien und Frankreich tun alles um die syrische Regierung zu beschuldigen, Giftgas einzusetzen. Der Grund, damit wollen sie die Obama-Regierung zwingen in Syrien militärisch zu intervenieren. Aber auch die UNO wird ständig bearbeitet. Die britische Regierung hat am Mittwoch letzter Woche einen Brief an UNO-Generalsekretär Ban ki-moon geschickt, in dem sie den Einsatz von Chemiewaffen gegen die so genannten "Rebellen" unterstellen. Beweise liefern sie keine.

    Umgekehrt gibt es aber Beweise. Terroristen der Al-Nusra-Front wurden von der türkischen Polizei verhaftet und dabei 2 Kilo Sarin-Gas in ihrem Besitz entdeckt. Ein weiterer Hinweis, es sind die Terroristen der CIA die in Syrien Chemiewaffen einsetzten und nicht Assad."
    Warum berichtet hierüber niemand?

    [...]

    Gekürzt. Bitte achten Sie auf eine sachliche Wortwahl. Danke, die Redaktion/jk

    2."Ja liefert Waffen in ein Konfliktgebiet, in dem mitlerweile Jeder Jedem droht,anstatt man versucht eine wirkliche Friedensperspektive zu schaffen...."

    unverantwortlich,wenn jemand gewollt hätte,hätte man auf dem diplomatischen Weg etwas erreichen können,jetzt da mitzumischen halt ich für restlos unverantwortlich.

    • jkluge
    • 15. Juni 2013 13:25 Uhr

    Dann müssen Sie aber auch schreiben, was sie damit meinen - wirkliche Friedensperspektive? Die Vernichtung welcher der Seiten? Oder wollen Sie eine Friedensdroge an alle verabreichen?

    Das ist doch gerade im Artikel beschrieben, dass es eine derartige Option nicht gibt.

    • mussec
    • 14. Juni 2013 18:43 Uhr

    Heuchlerisch ist es, den Gegner des Gegners zu unterstützen, weil man sich politisch nicht traut selbst für Gerechtigkeit einzusetzen. Wenn die UN der
    Meinung ist, dass Assad so massiv gegen Menschenrechte verstößt muss sie intervenieren. Aber nur weil man das nicht will oder nicht kann unterstützt man die Rebellen. Ohne zu wissen, was deren Gerechtigkeitsvorstellungen denn sind.
    Freund wird zum Feind und der Feind meines Feindes ist mein Freund. Abgesehen davon, dass es wohl um Geld geht, ist selbst die eigene Rechtfertigung für die Waffenlieferung reinste Heuchelei.

    via ZEIT ONLINE plus App

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    "...Obama hat als Präsident ein neues Klima in der internationalen Politik geschaffen. Multilaterale Diplomatie steht wieder im Mittelpunkt, mit besonderem Gewicht auf der Rolle der Vereinten Nationen und anderer internationaler Organisationen. Dialog und Verhandlungen sind hier die bevorzugten Mittel, um auch die SCHWIERIGSTEN internationalen Konflikte zu lösen...
    Demokratie und Menschenrechte sollen gestärkt werden. Es geschieht selten, dass eine Person wie jetzt Obama die Aufmerksamkeit der Welt derart auf sich zieht und neue Hoffnungen auf eine bessere Zukunft entfacht. Seine Diplomatie fußt auf der Vorstellung, dass diejenigen, die die Welt führen sollen, dies auf der Grundlage von Werten und Haltungen tun müssen, die von der Mehrheit der Weltbevölkerung geteilt werden..."

    Aus dem Wortlaut der Rede des norwegischen Nobelkomitees im November 2009 zur Verleihung des Friedensnobelpreises an Barack Obama

  2. Dafür hat Obama einfach zu spät reagiert.
    Aber vielleicht nicht zu spät...

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    Und was ist mit Europa, mit Deutschland?????

    Die Überschrift des Artikels lautet:

    "Endlich handeln die USA in Syrien"

    Hier dieselbe Frage: Und was ist mit Europa, mit Deutschland?????

    • isback
    • 14. Juni 2013 18:44 Uhr

    ... dann, wenn Russland demnächst für Assad Luftunterstützung fliegt?

    So eine läppische Begründung wie der vermeintlichen Gaseinsatz fällt Putin bestimmt auch ein.

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    Da war ja der Vorfall in der Türkei, den kann Putin dann benutzen um "Beweise" zu finden das die Rebellen Giftgas einsetzen und so den mit Giftgas angegriffenen zu hilfe zu eilen.

    Dann haben wir wieder den Stelvertreterkrkieg wie schon so oft, und wie so oft ist es noch nie zu einen posetiven ausgang gekomen.

    nun auch noch einen Stalvertreterkrieg in einen Land in den auch ein Religions konflikt sich anbahnt.

  3. Das ist da unten kein Kampf Gut gegen Böse.
    Kein Kampf Diktatur gegen Demokratie.
    Das ist ein Kampf unterschiedlichster Interessengruppen die mit aller Härte und Unmenschlichkeit gefürht wird.

    Und kein Mensch kann behaupten das irgendwas gewonnen wird wenn die Rebellen Assad vertreiben.

    Wer sagt uns denn das da nicht genauso Irre Islamisten sind die dann an die Macht kommen.

    In meinen Augen wäre es gefährlich bis Irre diese Fraktionen jetzt mit mordernen Waffen auszustatten.

    Erst recht wenn man den offenen Konflikt mit Russland riskiert.

    Ja der Iran, die Hisbollah und Russland liefern hier Waffen und Soldaten.

    Aber was ist das denn bitte für ein Masstab für eine Demokratie?

    Wir können eine Flugverbotszone über die UN einrichten. Ja
    Aber nur wenn Russland dazu gebracht wird da mitzumachen.

    Alles andere ist schlicht Wahnsinn.

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    ... die ausgelieferten Waffen doch in einem unverdächtigen Teil des EM-Spektrums markieren. Zum Beispiel mit Spuren von Uran aus einer bestimmten Mine. Dann würde man die Waffen anschließend auch schnell wiederfinden bevor sie von "Al-Qaida" gegen westliche Ziel benutzt werden.

  4. "All in all, Obama's momentous decision on military intervention in Syria, which could well launch a new Cold War, is a desperate diversionary move when his administration is caught up deep in the cesspool over the Snowden controversy. "

    http://www.atimes.com/ati...

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    ... ist Obamas rote Linie.

  5. "Zu groß wäre der Rückschlag für westliche Interessen,"

    Und ich dachte schon, es geht um die Zivilisten.

    Ich bin sprachlos, nachdem ich Ihren Artikel gelesen habe.

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    • a-b-l
    • 14. Juni 2013 19:29 Uhr

    Warum die USA jetzt handeln, ist bestimmt nicht auf Grundlage der Informationen zu erklären, die an die Öffentlichkeit durch die Berichterstattung der Medien, durch die US-Administration oder UN-Berichte gelangen. Genau so klar ist es, dass zivile Opfer und die leidende Bevölkerung auf dieser Ebene kein Argument darstellen, um in einem Bürgerkrieg einzugreifen – höchstens als emotionales.

    So lange ein Bürgerkrieg für alle indirekt beteiligten Großmächte und Top-Waffenlieferanten finanziell und gesamtwirtschaftlich den größten Profit einbringt, bei vergleichweise geringem geostrategischen Risiko spricht wenig dagegen diesen Krieg zu beenden. Den Krieg will man logischer Weise am Ende für sich entscheiden.

    Wie in den Frühlings-Revolutionen davor wird auch hier nach Schema F gehandelt: Rebellen/Opposition unterstützen, zum optimalen Zeitpunkt ein „Luftembargo“ durchsetzen für das die Zerstörung der militärischen Infrastruktur erforderlich ist, und schließlich einem Rebellenführer an die Macht verhelfen.

    Die geostrategische und politische Lage ist hier viel komplexer als z.B. in Libyen, aber einen guter Grund um nun schnell zu handeln, wäre z.B. die Geheimdienst-Information, dass Russland die Lieferung des Luft- und See-Abwehr-Raketensystems zeitnah verwirklichen will.
    Ein solches System würde die Dominanz der USA und Israels auf diesem Gebiet in der Region gefährden.

    Die wahren Hintergründe wird man sowieso nur viel später oder gar nie erfahren.

    Man muss nur genau hinhören, früher oder später entlarven sich die Lügner immer selbst!

    Zum Artikel:

    Nach dem "Ach ja, und Giftgas." habe ich aufgehört zu lesen.
    Diese Kriegspropaganda war mir dann doch zu billig, vor allem mit dem Link zum eigenen Artikel...

    Von jenseits des Tellerrandes sieht die Speise ganz anders aus: http://www.nzz.ch/aktuell...

    Zitat: Und ich dachte schon, es geht um die Zivilisten.

    träumen Sie weiter!

    • lm.84
    • 14. Juni 2013 20:33 Uhr

    Schauen Sie doch, von wem der Artikel geschrieben wurde: http://de.wikipedia.org/w...

    Mir scheint, es geht hier mehr um israelische Interessen als um allgemein "westliche". Die USA machen sich wie so oft zum Handelanger Israels. Denn warum sollte Assad ein Feind der USA sein..!?

    nicht erst bei Wikipedia hätte nachschlagen müssen.

    Normalerweise findet sich bei Zeit Online ein kleines Kästchen, wo man nähere Angaben zum Autor des jeweiligen Artikels lesen kann.

    Hier nicht - warum?

    Danke für Ihre Mühe, lm.84!

    ist für mich persönlich der Tiefpunkt einer kriegstreiberischen, undifferenzierten Berichterstattung über einen Konflikt, der sicher mittlerweile schwer zu lösen ist, der komplex ist, der auf mehreren Ebenen ausgefochten wird, der verschiedenste Interessenssphären kollidieren lässt und am Ende bisher fast 100.000 Menschen zu viel das Leben gekostet hat.
    Fast jede Zeile dieses Artikels würde, wenn ein Forist sie schreibt, zurecht zensiert werden "Bitte verzichten Sie auf haltlose Spekulationen" "Belegen Sie ihre Aussagen mit Quellen" "Verfassen Sie Ihren Kommentar in einem sachlichen Ton" und was einige mehr, der Nettiquettenphrasen. Zum Glück sind Menschen mit dieser Denkweise, wie Yaron nicht in entscheidenden politischen Positionen, sonst hätten wir längst einen dritten Weltkrieg, denn was bedeutet schon internationales Recht, staatliche Souveränität, Mentalität, Identität, Nation etc. Das schlimmste daran ist jedoch die selbstherrliche Anmaßung der Meinung zu sein, für das gesamte syrische Volk zu sprechen. Wenn überhaupt, dann kann man sagen, dass das syrische Volk gespalten wurde, diesen Krieg nie gewollt und gefordert hat und man die Rolle der externen Einflüsse untersuchen muss. Die Söldner, die nach dem Sturz von Gaddafi kamen und die Proteste radikalisierten etc. Yaron lebt in Tel Aviv? Viel Spaß, wenn Al Nusra ihren Weg zur Macht finden sollte ...

    Entfernt. Die Redaktion/kvk.

    • Nest
    • 15. Juni 2013 9:21 Uhr

    ...stehen übrigens laut einer NATO(!)-Untersuchung zu 70% hinter Assad:

    http://www.worldtribune.c...

    (via fefe)

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Barack Obama | USA | Bürgerkrieg | Syrien | Hisbollah | Kriegsverbrechen
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