Die Regierungen von China und den USA haben angekündigt, regelmäßige Treffen zum Thema Internetsicherheit durchzuführen. Wie die Onlineausgabe der New York Times berichtet, sollen die regelmäßigen Gespräche über Cyberkriminalität und Industriespionage im Juli beginnen. Dies sei ein erster diplomatischer Versuch, die Spannungen der beiden Länder auf dem Gebiet abzubauen.

Das US-Verteidigungsministerium verdächtigt Hacker aus China, wiederholte Cyberangriffe auf Medien und Einrichtungen in den USA vorgenommen zu haben. China stecke hinter einer langen Kette von Cyberattacken, Cyberspionage, Sabotage und Hackerangriffen, sagte Verteidigungsminister Chuck Hagel beim Shangri-La-Dialog in Singapur. Die chinesischen Cyberattacken würden zu einem ernsten militärischen Anliegen. Man müsse das dringend und einvernehmlich klären, sagte Hagel.

China beklagt dagegen, selbst Ziel von Cyber-Attacken zu sein. Am Freitag kommen US-Präsident Barack Obama und sein chinesischer Kollege Xi Jinping zu einem informellen Treffen in Rancho Mirage im US-Bundesstaat Kalifornien zusammen. Dort sollen auch die Hackerangriffe auf die Redaktion der New York Times thematisiert werden.