Das britische Unterhaus hat den Weg für gleichgeschlechtliche Ehen in England und Wales freigemacht. Die Abgeordneten stimmten den vom Oberhaus geforderten Änderungen zu. Es wird erwartet, dass Königin Elizabeth II. das Gesetz in dieser Woche unterzeichnen wird, sagte ein Sprecher des Kulturministeriums.

Erste Eheschließungen von schwulen und lesbischen Paaren könnten dann ab dem kommenden Sommer stattfinden. Paare, die bereits die seit 2005 mögliche sogenannte zivile Partnerschaft eingegangen sind, können diese in eine Ehe umändern. Den meisten Konfessionen soll freigestellt werden, ob sie gleichgeschlechtliche Ehen zulassen.

Vor dem Inkrafttreten ist unter anderem noch eine Umstellung der Computer-Programme in den Standesämtern erforderlich. Das Recht auf gleichgeschlechtliche Ehen gilt vorerst nicht für Schottland und Nordirland.

Das Gesetzesvorhaben ging auf ein Wahlversprechen der an der Regierung beteiligten liberalen Demokraten zurück. In der britischen Gesellschaft gibt es eine Mehrheit für das Vorhaben.