GleichstellungBritisches Parlament stimmt für gleichgeschlechtliche Ehe

Noch diese Woche soll die Queen das Gesetz unterzeichnen, dann steht der Ehe homosexueller Paare nichts mehr im Weg. Erste Hochzeiten sollen ab Sommer 2014 möglich sein.

Ein Mitglied des Londoner Gay Men's Choir bei einem Auftritt vor der Abstimmung über die Homo-Ehe

Ein Mitglied des Londoner Gay Men's Choir bei einem Auftritt vor der Abstimmung über die Homo-Ehe  |  © Andrew Winning/Reuters

Das britische Unterhaus hat den Weg für gleichgeschlechtliche Ehen in England und Wales freigemacht. Die Abgeordneten stimmten den vom Oberhaus geforderten Änderungen zu. Es wird erwartet, dass Königin Elizabeth II. das Gesetz in dieser Woche unterzeichnen wird, sagte ein Sprecher des Kulturministeriums.

Erste Eheschließungen von schwulen und lesbischen Paaren könnten dann ab dem kommenden Sommer stattfinden. Paare, die bereits die seit 2005 mögliche sogenannte zivile Partnerschaft eingegangen sind, können diese in eine Ehe umändern. Den meisten Konfessionen soll freigestellt werden, ob sie gleichgeschlechtliche Ehen zulassen.

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Vor dem Inkrafttreten ist unter anderem noch eine Umstellung der Computer-Programme in den Standesämtern erforderlich. Das Recht auf gleichgeschlechtliche Ehen gilt vorerst nicht für Schottland und Nordirland.

Das Gesetzesvorhaben ging auf ein Wahlversprechen der an der Regierung beteiligten liberalen Demokraten zurück. In der britischen Gesellschaft gibt es eine Mehrheit für das Vorhaben.

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Leserkommentare
  1. Schön, dass die Gleichstellung (wenigstens in der westlichen Welt) nicht mehr aufzuhalten ist. Ich verstehe nicht, dass Gegner glauben, dass sie dadurch irgend etwas verlieren, wenn andere gleiche Rechte bekommen.

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    • Suryo
    • 17. Juli 2013 10:41 Uhr

    ...gerade weil sie noch konservativ ist.

    In Deutschland hat Angela Merkel die CDU in den letzten Jahren ideologisch komplett ausgehöhlt. Atomenergie, Frauenquote, Wehrpflicht, Mindestlohn - warum sollte ein konservativer Wähler, der vor 4 Jahren CDU gewählt hat, das jetzt noch tun?

    Wie gut, daß es noch ein einziges Thema gibt, wo man ungestraft so richtig schön konservativ sein kann: die Diskriminierung von 37.000 Lebenspartnerschaften mit inzwischen 5.700 Kindern (laut Zensus). Dabei ist Merkel persönlich wahrscheinlich gar nicht so homophob und vernagelt wie Kauder, Reiche, Steinbach und Konsorten.

    Gerade das macht Merkels Haltung allerdings auch so abgrundtief perfide, berechnend und eiskalt.

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  2. "Erste Eheschließungen von schwulen und lesbischen Paaren könnten dann ab dem kommenden Sommer stattfinden."

    Was mich immer wieder erstaunt ist doch, dass das Bedürfniss nach bürgerlichen Eheverbindungen bei Schwulen und Lesben so groß ist. Vielleicht gehört es einfach dazu, um sich in die Gesellschaft integriert zu fühlen. Interessant ist doch auch, dass bei vielen heterosexuellen Paaren einer bestimmten, etwas gehobenen Gesellschaftsschicht der Drang zur Ehe deutlich zurückgeht. Anders gesagt: Das Kleinbürgertum heiratet, gehobene soziale Schichten immer seltener.

  3. 4. [...]

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    • Suryo
    • 17. Juli 2013 11:22 Uhr

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    • Suryo
    • 17. Juli 2013 11:22 Uhr
    5. [...]

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    Antwort auf "[...]"
  4. ...an die Briten. Ich bin gespannt wann sich die deutsche Konservative dazu durchringen kann, auch Homosexuellen ein Familienleben mit allen Rechten und Pflichten zuzugestehen. Überfällig wäre das schon längst.

  5. und zwar nicht nur an die Briten, sondern auch an die Zeit - endlich ist der Artikel mal mit Gleichstellung überschrieben und mit Ehe getaggt anstatt mit Homo-Ehe. So muss das.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, ap, AFP, cwe
  • Schlagworte Ehe | Gleichstellung | Partnerschaft | Unterhaus | England | Wales
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