In der von Rebellen und syrischen Regierungstruppen heftig umkämpften Stadt Homs sind nach Angaben der Vereinten Nationen rund 2.500 Zivilisten eingeschlossen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief die Konfliktparteien auf, alles zu tun, um Opfer unter der Zivilbevölkerung zu vermeiden. Er sei auch sehr besorgt über Drohungen, dass in zwei schiitischen Dörfern in der nördlichen Provinz Aleppo gekämpft werden könnte, hieß es in einer Erklärung.

Die Soldaten von Präsident Baschar al-Assad hatten vor wenigen Tagen eine Offensive gegen die Rebellenhochburg Homs gestartet, die drittgrößte Stadt im Land.

Seit rund zwei Jahren tobt in Syrien ein Bürgerkrieg, in dem schätzungsweise 100.000 Menschen getötet wurden. Eine von den USA und Russland angeregte Friedenskonferenz soll eine politische Lösung des Konfliktes bringen. US-Außenminister John Kerry sagte in Brunei, er und sein russischer Kollege Sergej Lawrow machten Fortschritte bei ihren Plänen. Sie seien sich einig, dass die Konferenz schon bald stattfinden solle, sagte Kerry. Der Termin werde wahrscheinlich nach dem August sein. Er und Lawrow stimmten auch überein, dass es unabhängig davon, wer militärisch die Oberhand habe, eine Übergangsregierung in Syrien geben solle.

Assads Soldaten hatten zuletzt auch dank der Unterstützung der schiitischen Hisbollah-Miliz aus dem Libanon die überwiegend sunnitischen Rebellen zurückgedrängt.