BürgerkriegTausende Zivilisten in Homs eingeschlossen

2.500 syrische Zivilisten sind zwischen die Fronten der Schlacht um Homs geraten. Assads Soldaten hatten zuvor eine Offensive gegen die Rebellenhochburg gestartet.

In der von Rebellen und syrischen Regierungstruppen heftig umkämpften Stadt Homs sind nach Angaben der Vereinten Nationen rund 2.500 Zivilisten eingeschlossen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief die Konfliktparteien auf, alles zu tun, um Opfer unter der Zivilbevölkerung zu vermeiden. Er sei auch sehr besorgt über Drohungen, dass in zwei schiitischen Dörfern in der nördlichen Provinz Aleppo gekämpft werden könnte, hieß es in einer Erklärung.

Die Soldaten von Präsident Baschar al-Assad hatten vor wenigen Tagen eine Offensive gegen die Rebellenhochburg Homs gestartet, die drittgrößte Stadt im Land.

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Seit rund zwei Jahren tobt in Syrien ein Bürgerkrieg, in dem schätzungsweise 100.000 Menschen getötet wurden. Eine von den USA und Russland angeregte Friedenskonferenz soll eine politische Lösung des Konfliktes bringen. US-Außenminister John Kerry sagte in Brunei, er und sein russischer Kollege Sergej Lawrow machten Fortschritte bei ihren Plänen. Sie seien sich einig, dass die Konferenz schon bald stattfinden solle, sagte Kerry. Der Termin werde wahrscheinlich nach dem August sein. Er und Lawrow stimmten auch überein, dass es unabhängig davon, wer militärisch die Oberhand habe, eine Übergangsregierung in Syrien geben solle.

Assads Soldaten hatten zuletzt auch dank der Unterstützung der schiitischen Hisbollah-Miliz aus dem Libanon die überwiegend sunnitischen Rebellen zurückgedrängt.

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Leserkommentare
  1. Zivilisten die zuvor von den "Rebellen" festgehalten und auch als menschliche Schilde missbraucht wurden?

    8 Leserempfehlungen
    • mugu1
    • 02. Juli 2013 18:54 Uhr

    ...braucht es die Friedenskonferenz im Herbst gar nicht mehr. Bei den Geländegewinnen und Erfolgsmeldungen der Armee Assads könnte der Widerstand ziemlich schnell in sich zusammenfallen.

    Wir können - und sollten - eh nicht mehr tun als abwarten, wie sich der Bürgerkrieg weiter entwickelt.

    3 Leserempfehlungen
    • subse
    • 02. Juli 2013 19:06 Uhr

    "2.500 syrische Zivilisten sind zwischen die Fronten der Schlacht um Aleppo geraten."
    Aleppo liegt schon ein ganzes Stück weiter nördlich.

    4 Leserempfehlungen
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    Redaktion

    Vielen Dank für den Hinweis. Wir haben den Fehler korrigiert.

    Die Redaktion/au

  2. Some 2,500 civilians are trapped in the Syrian town of Homs, the scene of heavy fighting, the spokesman for U.N. Secretary General Ban Ki-moon said in a statement on Tuesday.
    Ban called on the warring sides to do their utmost to avoid civilian casualties. He was also concerned about threats to seize two Shi'ite villages in the northern province of Aleppo, the statement said, without naming the villages.
    http://www.reuters.com/ar...

    Syrian rebels threaten to target Shi'ite villages in Aleppo
    Syrian rebels in the northern province of Aleppo on Monday threatened to seize two Shi'ite Muslim villages that back President Bashar al-Assad unless they surrendered to the opposition.
    http://www.reuters.com/ar...

    4 Leserempfehlungen
    • zeman
    • 02. Juli 2013 19:48 Uhr
    5. [...]

    Entfernt. Bitte belegen Sie Ihre Aussagen mit seriösen Quellen. Danke, die Redaktion/ls

    2 Leserempfehlungen
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    • zeman
    • 02. Juli 2013 21:01 Uhr

    http://www.guardian.co.uk...

    "They said rebels defending the old centre of Homs and five adjacent Sunni districts"

    Hier eine Aufteilung der Distrikte:

    http://www.liveleak.com/v...

  3. Redaktion

    Vielen Dank für den Hinweis. Wir haben den Fehler korrigiert.

    Die Redaktion/au

    Antwort auf "Aleppo oder Homs??"
  4. ist diejenige Konfliktpartei welche ein Gebiet kontrolliert auch für die dortigen Zivilisten hauptverantwortlich.

    Dies heißt, die "Rebellen" sind zuvorderst verantwortlich diese aus den Kampfhandlungen herauszuhalten. Diese Verantwortung könnte zum Beispiel realistisch durch eine Evakuierung aus dem Kampfgebiet heraus oder durch die Unterbringung in Schutzräumen/ -zonen und die offizielle Bekanntgabe dieser wahrgenommen werden.

    Sollten z.Bsp. diese "Rebellen" Stellungen in einem Wohnhaus beziehen, ohne die Zivilisten dort zu evakuieren, ist die Schuldfrage eindeutig geklärt. Für den Tod dieser Zivilisten infolge von Kampfhandlungen sind dann diese "Rebellen" verantwortlich.

    Ebenso ist die hier angreifende Konfliktpartei verpflichtet, keine Kampfhandlungen direkt gegen Zivilisten durchzuführen.

    Man sollte daher diese Kampfhandlungen sehr gut beobachten und bei einer späteren Aufarbeitung dieses Krieges entsprechende Würdigungen in Den Haag vornehmen.

    7 Leserempfehlungen
    • zeman
    • 02. Juli 2013 20:36 Uhr

    Ich bitte sie!

    Diese "Kasperleveranstaltung" kennt doch prinzipiell keine Angeklagten aus dem "Westen", bzw. aus NATO-Staaten.
    Die USA erkennt den Verein schon einmal gar nicht erst an - und die Extremisten vom Golf werden als "unsere Freunde" sowieso nicht zur Rechenschaft gezogen.

    Den Haag ist nur für Osteuropäer, Asiaten und Afrikaner zuständig - die nicht zum "erlauchten Kreis" der "Freunde des Westens" gehören.

    6 Leserempfehlungen
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    Die Scheinheiligkeit der westl Allianz ist eigentlich nicht mehr zu toppen.Wo sind die Krieger vom Iraküberfall geblieben,angeklagt wurden einige niedrige Range die vorher zur Folter angestiftet wurden.Ansonsten düst Tony Blair nach wie vor in offizieller Mission durch die Welt,obwohl auch er angeklagt werden müsste ,sowie eine ganze Reihe Bushisten?Die Schmierenkommödie die z.zt. in Syrien abläuft,trägt wiedermal die Handschrift unseres Beschützers,der anscheinend nur zerstören kann und Zwietracht zwischen den Völkern säät,um daraus Kapital zu schlagen ?

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  • Quelle ZEIT ONLINE, Reuters, kmi
  • Schlagworte Vereinte Nationen | Bürgerkrieg | Dorf | Drohung | Konflikt | Opfer
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