Süd- und Nordkorea haben sich grundsätzlich auf die Wiedereröffnung der gemeinsam betriebenen Industriezone Kaesong geeinigt. Nordkorea hatte die Sonderwirtschaftszone im April geschlossen. 

Bereits am Mittwoch wollten beide Seiten die Sonderwirtschaftszone inspizieren. Südkoreanischen Geschäftsleuten soll zudem gestattet werden, fertige Produkte sowie Rohmaterial aus dem Gebiet abzuholen.

Bei einem weiteren Treffen am 10. Juli soll unter anderem besprochen werden, wie eine erneute Schließung künftig vermieden werden kann, sagte der Verhandlungsführer Südkoreas, Suh Ho, nach einem mehr als 16-stündigen Gesprächsmarathon. "Wir haben den Eindruck gewonnen, dass Nordkorea sehr bemüht war, die Kaesong-Frage zu klären."

Nordkoreas staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete ebenfalls über die Einigung. "Der Norden und der Süden werden sicherstellen, dass die Geschäfte in Kaesong wieder aufgenommen werden können."  

Infolge des Konflikts zwischen den beiden Staaten hatte Nordkorea im April seine 53.000 Arbeiter aus dem Industriepark abgezogen und Südkoreaner an der Einreise gehindert. In der Sonderwirtschaftszone stellen südkoreanische Firmen Billigprodukte her. Eine erste Verhandlungsrunde war vor einem Monat wegen Streitigkeiten über die Agenda gescheitert. Für das arme Nordkorea ist Kaesong ein wichtiger Devisenbringer.