Rüstungsexporte : USA stoppen Verkauf von Kampfflugzeugen an Ägypten

Die US-Regierung hat die Lieferung von vier F-16-Kampfjets an das ägyptische Militär ausgesetzt. Ein geplantes, gemeinsames Militärmanöver soll aber stattfinden.

Die US-Regierung stoppt vorerst den geplanten Verkauf von vier F-16-Kampfflugzeugen an das ägyptische Militär. Dies sei angesichts der gespannten Lage angebracht, sagte Pentagon-Sprecher George Little. Präsident Barack Obama habe persönlich entschieden, die Auslieferung zu verschieben.

Ob auch die jährliche US-Militärhilfe für Ägypten von rund einer Milliarde Euro storniert wird, hat die Regierung noch nicht entschieden. Das jährliche, gemeinsame Manöver der USA und Ägypten werde aber planmäßig abgehalten, sagte Little.

Das ägyptische Militär hatte den von den Muslimbrüdern gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi nach Massenprotesten des Amtes enthoben. Seither hat sich die Lage dramatisch verschärft: Mursis Anhänger fordern dessen Wiedereinsetzung, bei Ausschreitungen kamen Dutzende Menschen ums Leben.

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Kommentare

15 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Konsequent? Da lachen die Hühner

Lassen Sie sich von dieser Augenwischerei nicht ins Boxhorn jagen. Ägypten ist wirtschaftlich am Boden. Wer weiss, ob die Rüstungsfirmen ihr Geld zurück bekommen, wenn sie jetzt nach Ägypten liefern? Da wartet der Geschäftsmann lieber noch ein paar Monate, wie sich die Sache entwickelt.
Und die Milliardenhilfen jährlich vom Pentagon an das Militär werden natürlich weiter gezahlt. Warum sollte man nach dem gelungenen Coup des Vertragspartners die Gehälter zurück halten? Vor allem, wo die Zusammenarbeit wie gehabt gut klappt (gemeinsames Manöver).

Wie Sie sehen, haben wir hier ein Musterbeispiel der Inkonsequenz vor Augen. Wasser reden und selbst Wein trinken. Von Demokratie reden und Militärdiktaturen protegieren, Staatsstreiche finanziell absichern, wenns den Interessen zuträglich erscheint.

Die 4 (vier!) Jets mehr oder weniger...

Symbolpolitik der Symbolpolitik wegen. Weiterhin fließen an die 2 Milliarden US-$ jährlich an dieselben Militärs, die gerade in einem Staatsstreich einen vor kürze demokratisch legitimierten Staatspräsidenten abgesetzt haben. (der Mursi ist mir persönlich alles andere als sympathisch, ebenso wie seine Brüder, und dennoch: er hat die freie Wahl gewonnen gehabt) Es fehlte wenig, die hätten gleich ihren El Baradei eingesetzt. Aber dann bemerkten sie, wie peinlich offensichtlich das Spiel erst dann geworden wäre. Also wurde der "Vizepräsident"... Was für eine Posse.