Die US-Regierung stoppt vorerst den geplanten Verkauf von vier F-16-Kampfflugzeugen an das ägyptische Militär. Dies sei angesichts der gespannten Lage angebracht, sagte Pentagon-Sprecher George Little. Präsident Barack Obama habe persönlich entschieden, die Auslieferung zu verschieben.

Ob auch die jährliche US-Militärhilfe für Ägypten von rund einer Milliarde Euro storniert wird, hat die Regierung noch nicht entschieden. Das jährliche, gemeinsame Manöver der USA und Ägypten werde aber planmäßig abgehalten, sagte Little.

Das ägyptische Militär hatte den von den Muslimbrüdern gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi nach Massenprotesten des Amtes enthoben. Seither hat sich die Lage dramatisch verschärft: Mursis Anhänger fordern dessen Wiedereinsetzung, bei Ausschreitungen kamen Dutzende Menschen ums Leben.