Golan-HöhenIsrael greift syrischen Militärposten an

Israelische Truppen haben nach eigenen Angaben eine syrische Militärposition zerstört. Zuvor waren mehrere Granaten aus Syrien auf dem Golan eingeschlagen.

Israelische Soldaten während einer Übung auf den Golanhöhen

Israelische Soldaten während einer Übung auf den Golanhöhen  |  © Jack Guez/AFP/Getty Images

Israelische Streitkräfte haben am Samstag nach Angaben des Armee-Rundfunks eine syrische Militärposition zerstört. Zuvor waren Granaten aus Syrien auf dem von Israel besetzten Teil der Golanhöhen eingeschlagen. Die Streitkräfte hätten die Abschussstelle der syrischen Granaten "angegriffen und getroffen", sagte ein Militärsprecher. Über Tote und Verletzte gab es zunächst keine Angaben.

Nach dem Granatbeschuss habe Israel sich auch bei den UN-Truppen beschwert, die die Waffenstillstandslinie zwischen den beiden Staaten überwachen, sagte der Sprecher.

Anzeige

In den vergangenen Monaten waren immer wieder Geschosse aus Syrien auf den Golanhöhen explodiert. Israel erwiderte gezielte Einschläge mehrfach. Die Zwischenfälle schüren Befürchtungen, dass sich der seit mehr als zwei Jahren andauernde Syrien-Konflikt ausweitet.

Zuletzt waren wiederholt UN-Soldaten, die die Waffenstillstandslinie überwachen, von syrischen Rebellen verschleppt worden. Israel besetzte das Gebiet 1967.

Zur Startseite
 
Leserkommentare
    • ReTaro
    • 18. August 2013 1:23 Uhr

    Wem könnte ein Eingreifen von Isreal wohl am meisten nützen ? Ich begrüße das zurückhalten Militär ! Die Regierung in Isreal hat eigentlich sehr gut reagiert und hält sich zurück, um nicht in den Bürgerkrieg reingezogen zu werden. Ein Flächenbrand kann niemand gebrauchen, man kann nur die Freie Welt immer wieder auffordern die Regierung Al Assad im Kampf gegen den Terror endlich zu unterstützen ! Putin hat hier mehr Verständnis und Weitsicht.

    Eine Leserempfehlung
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Mit " Freier Welt" meinen sie ja offensichtlich sich selber....
    Und da Assad ihrer Meinung nach Terroristen bekämpft, kann man dies nur unterstützen, indem man alle Bürger der "freien Welt" aufruft,
    dem Musterdemokraten Assad seinen Blumen-pflückenden Helfershelfer loyal zur Seite zu springen.

    das glauben Sie wohl selbst doch nicht.

  1. Mit " Freier Welt" meinen sie ja offensichtlich sich selber....
    Und da Assad ihrer Meinung nach Terroristen bekämpft, kann man dies nur unterstützen, indem man alle Bürger der "freien Welt" aufruft,
    dem Musterdemokraten Assad seinen Blumen-pflückenden Helfershelfer loyal zur Seite zu springen.

    Antwort auf "Absicht ?"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • ReTaro
    • 18. August 2013 3:33 Uhr

    Alle sprechen von Musterdemokratie; wer das will kann doch EWIG danach suchen ! Meinung; keine Meinung, sondern eine Tatsache ! Seit beginn des Krieges wissen alle, die NSA bestimmt auch; wer gegen Assad kämpft ! Sie sollten nicht alles Glauben was im Deutschen Staatsfernsehen so gesagt wird. Oder ist das Demokratie, das Menschen aus Parteien wie CDU/FDP im Aufsichtsrat und als Intendanten in den Deutschen Medien arbeiten ? Ist das Unabhängig ? Vergleichen Sie einmal; mit diesem und dann mit anderen Ländern, sie werden angenehm überrascht sein ! Jeder seiner Interessen.

  2. Da es für das syrische Militär keinen Sinn macht eine weitere Front zu eröffnen, gehe ich davon aus, dass die Granaten von den Terroristen, in den westlichen Medien spricht man ja gerne von "Aktivisten", abgefeuert wurden.

    Alles Gute an Syrien und Assad!

    8 Leserempfehlungen
    • ReTaro
    • 18. August 2013 3:33 Uhr

    Alle sprechen von Musterdemokratie; wer das will kann doch EWIG danach suchen ! Meinung; keine Meinung, sondern eine Tatsache ! Seit beginn des Krieges wissen alle, die NSA bestimmt auch; wer gegen Assad kämpft ! Sie sollten nicht alles Glauben was im Deutschen Staatsfernsehen so gesagt wird. Oder ist das Demokratie, das Menschen aus Parteien wie CDU/FDP im Aufsichtsrat und als Intendanten in den Deutschen Medien arbeiten ? Ist das Unabhängig ? Vergleichen Sie einmal; mit diesem und dann mit anderen Ländern, sie werden angenehm überrascht sein ! Jeder seiner Interessen.

    5 Leserempfehlungen
    • g.d.
    • 18. August 2013 3:59 Uhr

    an diesem Teil der Hoehe ist ein Teil des Staates Israel, durch Wortwahl stellt sich ein andere Eidruck, Mit Journalisten etc gewoehnt man sich an einiges.

    4 Leserempfehlungen
  3. Ich kann beim besten Willen keine Zurückhaltung der Israelis erkennen. Die syrische Armee kann derzeit nicht einmal in kühnsten Träumen an einen Angriff auf Israel denken. Diese Einschläge auf besetztem Gebiet könnten also ignoriert, oder mit Warnschüssen quittiert werden. Warum aber muss diese Militärposition zerstört werden, speziell wenn man angeblich Angst vor einem "Flächenbrand" hat? Die Toten werden sicher nicht zu einem positiven Nachbarschaftsverhältnis beitragen.
    Oder deckt Israel auf dem Golan Stellungen und Nachschubwege der Rebellen?

    Eine Leserempfehlung
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • DDave
    • 18. August 2013 9:16 Uhr

    Ich denke schon, dass dies einZeichen der Zurückhaltung ist.
    Es wurde gezielt der Ort bekämpft, woher die Granaten kommen.
    Die Frage ist, woher diese Informationen stammen und wie gut sie übersetzt wurden bzw. ob man irgendetwas vom "Original" hat unter den Tisch fallen lassen.(Dazu bräuchte man den Rundfunkbeitrag der IDF.)
    Es könnte sehr stark sein, dass es ein Militärposten der FSA gewesen ist oder ein Militärposten, denn die syrische Armee zurückgelassen hat und die FSA sich dort festgesetzt hat. Dann natürlich käme der Granatenbeschuss von der FSA. Ausserdem denke ich, dass nur der FSA ein "Einmarschieren" der Israelis nutzen würde, zumindest mehr als Assad. Somit wird auch die Armee von Assad kein wirkliches Interesse haben Granaten nach Israel zu schiessen. Möglich wäre auch eine Einzeltäterreaktion aus der Fraktion der Armee. Generell möglich wäre vieles...

    Aber ich sehe nicht, dass Israel unangemessen und überzogen reagiert hat.

    < Oder deckt Israel auf dem Golan Stellungen und Nachschubwege der Rebellen? >

    So ähnlich hat auch Nasrallah ins Blaue hinaus fantasiert, als er letzte Woche den Anschlag gegen die Hisbollah in Beirut auf Israel zurückführte - wobei bizarrerweise die Bekenner des Anschlags (»Brigade von Aischa«) gerade ihn -Nasrallah- als Agenten Israels bezeichnen.

    Wer so "argumentiert", verfolgt nur eine weitere Emotionalisierung seiner Anhänger. Das ist der älteste Trick der psychologischen Kriegführung, in diesem Falle verquickt mit purem Antisemitismus, weil ja das Gerücht geht, dass Juden/Israelis angeblich immer hinter allem stecken.

    Wenn Sie also auf dem Golan Nachschubwege für die Rebellen ausmachen, argumentieren Sie genauso sinnfrei wie Nasrallah oder seine Gegner von der »Brigade von Aischa«, denn zwischen Israel und Syrien erstreckt sich eine mehr oder wenige breite UN-Sicherheitszone, durch die keine Militärgüter passieren können.

  4. kann nicht damit rechnen daß das ewig hingenommen wird. In Syrien verändern sich die politischen Verhältnisse gerade gravierend. Überhaupt ist Israels Nachbarschaft zum Pulverfaß geworden, weil überall die Karten neu gemischt werden.

    Israels Regierung scheint davon wenig zu merken. Netanjahu und Konsorten passen sich der Situation nicht an und bringen ihr kleines Land in große Gefahr.

    Eine Leserempfehlung
  5. wenn zawa ausgerechnet die angreift und zerstört, die dafür sorgen, dass im zuge der befreiung Syriens von Assad der golan nicht gleich mitbefreit wird...

    und sich dann bei den UN-truppen beschweren.... wer sorgt denn mit dafür, dass die kein robustes mandat haben?

    Eine Leserempfehlung
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    "dass im zuge der befreiung Syriens von Assad"

    zum Pejorativ werden.
    Propagandaparolen neigen dazu, Wortbedeutungen zu verschleißen.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, nsc
  • Schlagworte Israel | Streitkräfte | Syrien
Service