Das griechische Parlament in Athen © Aris Messinis/AFP/Getty Images

Der griechische Finanzminister Ioannis Stournaras hat den Chef des staatlichen Privatisierungsfonds, Stelios Stavridis, entlassen. Stavridis muss seinen Posten wegen Korruptionsvorwürfen aufgeben, wie aus Ministerkreisen bekannt wurde.

Zuvor hatten griechische Medien berichtet, dass Stavridis das Privatflugzeug des Reeders Dimitris Melissanides für eine Urlaubsreise genutzt habe. Stavridis bestätigte am Sonntag, dass er das Angebot des Reeders angenommen hatte.

Stavridis hatte im Mai an ein tschechisch-griechisches Konsortium, an dem auch Melissanides beteiligt ist, ein Drittel des staatlichen Wettanbieter-Monopolisten OPAP verkauft.

Der Privatisierungsfonds verantwortet den Verkauf von Staatsbesitz. Die Einnahmen sollen dabei helfen, die Schulden des Landes zu senken. Die Auflagen der internationalen Geldgeber hatte Griechenland 2012 deutlich verfehlt.

Auch 2013 dürften die Zielvorgaben erneut nicht erreicht werden. Der Verkauf des Gasversorgers Depa war erst im Juni gescheitert, der Anteilsverkauf bei Hellenic Petroleum wurde verschoben.