Bei einer Explosion auf einem indischen U-Boot mit 18 Besatzungsmitgliedern an Bord sind mehrere Menschen getötet worden. Verteidigungsminister Arackaparambil Kurien (A. K.) Antony sagte, er sei traurig angesichts des Todes von Marinemitgliedern, die im Dienst für das Land gestorben seien. Wie viele Menschen getötet wurden, sagte er zunächst nicht.

Die Explosion in einem Hafenbecken der Millionenmetropole Mumbai hatte nach Angaben der indischen Marine einen Brand verursacht. Später sank das U-Boot teilweise. Über das Schicksal der in dem Boot eingeschlossenen Seeleute herrschte zunächst Unklarheit. Die Marine hatte noch versucht, zu ihnen vorzudringen. "Wir werden nicht aufgeben, bis wir sie gefunden haben," sagte ein Marinesprecher.

Die Explosion hatte sich am frühen Morgen auf der INS Sindhurakshak ereignet. Der Sprecher sagte, es handle sich vermutlich um einen Unfall. Die Ursachen würden ermittelt.

Indischen Medienberichten zufolge handelt es sich um ein 16 Jahre altes U-Boot russischer Bauart, das mit einem Diesel- und Elektroantrieb läuft. In Russland war das U-Boot noch vor Kurzem überholt worden. Ein Sprecher der russischen Firma, die das U-Boot nachgerüstet hatte, sagte der Nachrichtenagentur RIA Nowosti, dieses sei komplett einsatzfähig gewesen.

Indien besitzt nach Angaben von Rahul Bedi, einem Analysten der Jane's Information Group, 14 Diesel-U-Boote. Im vergangenen Jahr übernahm Indien von Russland ein Atom-U-Boot. Es wurde für eine Milliarde Dollar für zehn Jahre geleast. Am Samstag wurde der Reaktor des ersten von Indien selbst entwickelten Atom-U-Boots in Betrieb genommen. Das Schiff soll in den nächsten zwei Jahren einsatzbereit sein.