IranRuhani will weg vom Konfrontationskurs

Der neue iranische Präsident möchte auf die westlichen Staaten zugehen. Von den Äußerungen seines Vorgängers Ahmadinedschad distanziert er sich.

Hassan Ruhani während einer Pressekonferenz am 6. August

Hassan Ruhani während einer Pressekonferenz am 6. August  |  © Ebrahim Noroozi/ap/dpa

Der neue iranische Präsident Hassan Ruhani will einen versöhnlicheren außenpolitischen Kurs einschlagen. Die Iraner hätten ihn gewählt, weil sie eine Abkehr vom Konfrontationskurs seines Vorgängers Mahmud Ahmadinedschad wollten, sagte er bei der Vereidigung des neuen Außenministers Dschawad Sarif. 

Die Positionen des Expräsidenten zur Außenpolitik des Landes kritisierte Ruhani. Den Applaus, den Ahmadinedschad unbedingt habe bekommen wollen, hätte sich dieser auch an anderer Stelle holen können: "Außenpolitik ist nicht das Terrain von populistischen Slogans, sondern von überdachten Äußerungen", sagte Ruhani.

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Ruhani, der sein Amt am 4. August antrat, hat versprochen, die durch Sanktionen geschwächte iranische Wirtschaft  zu sanieren, indem er die Beziehungen zu den westlichen Staaten wiederbelebt. Unter Ahmadinedschad hatte der Iran wiederholt westliche Staaten provoziert. Der Expräsident bezeichnete Resolutionen des UN-Sicherheitsrates als "wertlose Papiere".

Unterdessen sagte der scheidende Chef des iranischen Atomprogramms, Fereidun Abbasi, dass sein Land 18.000 Zentrifugen besitze. Darunter seien 1.000 moderne Zentrifugen, mit denen Uran deutlich beschleunigt angereichert werden kann. Die Internationale Atomenergieagentur (IAEA) bestätigte die Angaben Abbasis zunächst nicht.

Unter anderem die USA und die EU verdächtigen Teheran, Atomwaffen herstellen zu wollen. Der Iran bestreitet dies.

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Leserkommentare
    • mhofer
    • 17. August 2013 23:24 Uhr

    ist Rohani eine Marionette der Mullahs.

    Er wurde vom Volk gewaehlt, weil wirkliche Reformer von den Wahlen ausgeschlossen wurden.

    Er hat sowohl Terrorismus unterstuetzt sowie damit geprahlt, das Atomprogramm des Iran vorangebracht zu haben, indem er den Westen hingehalten hat (beides geht aus einem Artikel von Grigat auf dieser Seite hervor).

    Insofern ist es irrefuehrend diese Aeusserung Rohanis kommentarlos wiederzugeben, wenn eindeutig davon auszugehen ist, dass dies lediglich eine Taktik ist, den Westen solange fuer dumm zu verkaufen, bis die Mullahs ueber die Bombe verfuegen.

    2 Leserempfehlungen
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    was der Iran bzw. iranische Politiker tun müssen, um im Westen ernst genommen zu werden...

    Aber was will man machen - die sind halt alles böse böse Terroristen, und wir sind die Guten (die einzigen und wahren!)

  1. Bleibt nur die zaghafte Hoffnung, dass auch die verbissenen Kontrahenten weg vom Konfrontationskurs wollen und ihre Aggressivitäten, Sabotageaktionen und Geheimdienstmordkommandos endlich einstellen...Im Interesse des Weltfriedens.

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  2. Ich wünsche dem Iran alles Gute und auch, dass sie standhaft bleiben und ihren Weg gehen.

  3. 4. [...]

    Entfernt. Bitte belegen Sie Ihre Aussagen mit seriösen Quellen. Danke, die Redaktion/ls

    2 Leserempfehlungen
  4. 5. Bahai

    Wie steht der neue iranische Präsident zum Umgang mit den Bahai - der größten religiösen Minderheit im Iran?

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    Der hat auch hier nichts zu sagen.
    Das ist die Sache der Polizei, Geheimdienst, Justiz,
    religiösen Führer, und vor allem des "Obersten Führers" !

  5. was der Iran bzw. iranische Politiker tun müssen, um im Westen ernst genommen zu werden...

    Aber was will man machen - die sind halt alles böse böse Terroristen, und wir sind die Guten (die einzigen und wahren!)

    4 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Wie Ahmadinejad"
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    Die Antwort ist ganz einfach: Nicht lügen, mogeln, betrügen, irreführen !
    Denn Leuten, die hundertmal gelogen und betrogen haben glaubt keiner !

    • mhofer
    • 18. August 2013 8:55 Uhr

    -aufzuhoeren, Homosexuelle an Baukraenen aufzuhaengen

    -aufzuhoeren, Israel mit der Vernichtung zu drohen

    -aufzuhoeren, den weltweiten Terror zu unterstuetzen

    -aufzuhoeren, das eigene Volk zu unterdruecken...

    um nur ein paar sachen zu nennen.

  6. 7. Sagen

    Der hat auch hier nichts zu sagen.
    Das ist die Sache der Polizei, Geheimdienst, Justiz,
    religiösen Führer, und vor allem des "Obersten Führers" !

    Antwort auf "Bahai"
  7. 8. Lügen

    Die Antwort ist ganz einfach: Nicht lügen, mogeln, betrügen, irreführen !
    Denn Leuten, die hundertmal gelogen und betrogen haben glaubt keiner !

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    oder sprachen Sie gar nicht von den USA?

    wenn es danach ginge, dann dürfte sich keine einer mehr selbst was glauben!

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf antisemitische Äußerungen. Die Redaktion/ls

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