Angriff auf SyrienIsrael bereitet sich auf syrische Angriffe vor

Das israelische Militär stellt sich auf einen möglichen Vergeltungsangriff Syriens ein, sollten die USA das Land angreifen. Reservisten und Luftabwehr wurden mobilisiert.

Ein israelischer Luftwaffenpilot auf dem Luftwaffenstützpunkt Ramat David in der Nähe von Haifa

Ein israelischer Luftwaffenpilot auf dem Luftwaffenstützpunkt Ramat David in der Nähe von Haifa  |  © Jack Guez/AFP/Getty Images

Das israelische Sicherheitskabinett hat eine Teil-Mobilmachung seiner Reservisten angeordnet, heißt es aus Sicherheitskreisen. Angesichts eines möglichen Angriffs auf das benachbarte Syrien unternehme die Armee die notwendigen Verteidigungsmaßnahmen, um den Staat Israel zu schützen, teilte ein Sprecher des Militärs mit. Betroffen sind unter anderem Reservisten der Raketenabwehr und der Luftwaffe.

Auch die israelische Raketenabwehr ist in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden. Im Norden des Landes wurde ein weiteres Abwehrsystem des Typs Eisenkuppel in Position gebracht, wie israelische Medien berichteten. Nahe der Küstenstadt Haifa sei bereits eine Abwehrbatterie im Einsatz. Die Armee erwäge auch die Aufstellung eines Abwehrsystems in der Nähe von Tel Aviv

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Militärkreisen zufolge wird das Risiko eines Vergeltungsschlages aber nach wie vor als eher gering eingeschätzt. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat für den Fall eines Angriffs mit einer harten Reaktion der israelischen Armee gedroht.


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Leserkommentare
  1. ... die Vorbereitungen anderer Länder nun mehr herunterreden. Mir scheint, als sei schon entschieden, dass Syrien angegriffen werde...
    Doch stellt sich mir die Frage ob man sich nicht der unabsehbaren Konsequenzen bewusst ist. Wenn England, Frankreich, USA, Russland, China, Iran und VAE da ihre Finger im Spiel haben - sei es Meinungsmache oder sogar tatsächlicher Aktionismus - kann man nicht mehr von "humanitären Gründen" ausgehen. Da ist was im Busch und Syrien ist das reinste Pulverfass..die einzelnen Staaten stellen hierbei einfach nur Dominosteinchen da, und die Frage ist nur: Wer stoßt den ersten Stein um...

    7 Leserempfehlungen
    • mhofer
    • 28. August 2013 16:59 Uhr

    bequem von der Fernbedienung aus ihre Raketen abschiessen, muss Israel in der Nachbarschaft des Massenmoerders Assad und seinen nicht besseren terroristischen Gegnern die Konsequenzen ertragen.

    Nur gut, dass man nie auf die irrwitzigen Vorschlaege eingegangen ist die Golan Hoehen an dieses Menschenverachtende Regime abzutreten.

    Alle die das gefordert haben, sehen jetzt wie berechtigt es seitens Israel ist nicht auf die naiven Vorschlaege der westlichen Welt einzugehen.

    6 Leserempfehlungen
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    "Waehrend die USA und GB bequem von der Fernbedienung aus ihre Raketen abschiessen, muss Israel in der Nachbarschaft des Massenmoerders Assad und seinen nicht besseren terroristischen Gegnern die Konsequenzen ertragen."

    ...keine Raketen abschießen.

    Hätte man die Golanhöhen abgetreten, wäre es vielleicht zu so einer feindseligen Situation nicht gekommen. Dies ist zumindest spekulativ genauso plausibel, wie Ihre selbstherrliche Rechtfertigung einer völkerrechtswidrigen Besatzung.

    Wer Lösungen in Gewalt, in unrechtmäßiger Aneignung, etc und nicht in diplomatischen Friedensanstrengungen sucht, weil er sich ohnehin stärker fühlt – oder warum auch immer – wird das erhalten, worin er investiert: s.o.

  2. 3. [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche, zynische Äußerungen. Die Redaktion/ff

    3 Leserempfehlungen
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    • tb
    • 28. August 2013 17:21 Uhr

    wenn Herr Assad eines weiss, dann das ein Angriff auf Israel ganz sicher sein Ende ist.

  3. "Waehrend die USA und GB bequem von der Fernbedienung aus ihre Raketen abschiessen, muss Israel in der Nachbarschaft des Massenmoerders Assad und seinen nicht besseren terroristischen Gegnern die Konsequenzen ertragen."

    ...keine Raketen abschießen.

    6 Leserempfehlungen
    • tb
    • 28. August 2013 17:21 Uhr

    wenn Herr Assad eines weiss, dann das ein Angriff auf Israel ganz sicher sein Ende ist.

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "[...]"
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    • dispot2
    • 28. August 2013 18:57 Uhr

    Was kommt dann? Wird Damascus und Teheran genuked?
    Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass Russland und China da einfach zuschauen werden.

  4. Wenn das stimmt, ist dies ein weiterer Beweis für den Mut dieses Mannes. *hüstel*

    Erst richtet er sein Land zugrunde und wenn es dann ernst für ihn wird, macht er sich davon. Typisch arabischer Diktator eben (siehe Ben-Ali und Konsorten)

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    • an-i
    • 28. August 2013 17:59 Uhr

    ...ich habe von meiner Nachbarin gehört sie hat ihn bei Edeka gesehen...

    • nochwas
    • 28. August 2013 19:06 Uhr

    Da machen Sie es sich wirklich zu einfach.
    Das Problem hierzulande ist die systematische Verdummungspolitik, die ausschließlich nur noch darin besteht zu sagen: Wir sind die Guten, ihr die Schlechten, ohne dass Informationen gegeben werden.

    Die besondere Politik Assads war es, dass er einen ungewöhnlichen Weg wählen wollte, der den Bedingungen seines Landes und seiner westlichen Prägung entsprach. Eine Art Bundesrepublik, nur dass diese nicht aus Bundesländern bestehen sollte, sondern aus den unterschiedlichen Interessenvertretern. Wenn man nun bedenkt, dass diese Unterschiede geprägt sind durch Stammes- bzw. Clanzugehörigkeit, Religionszugehörigkeit, wirtschaftlicher, kultureller, traditioneller Gefüge, ist das sehr schwierig. Seine eigene Familie bestand auf der gewohnten hegemonialen Struktur, die Interessenunterschiede der verschiedenen Cluster wurden durch westliche Orientierung nicht im althergebrachten arabischen Stil ausgehandelt, sondern führten zur erbitterten Konkurrenz.

    Momentan wäre eine diplomatische Lösung nur möglich, wenn die Interessen der Opposition nicht von Islamisten torpediert würden.
    Eine unerträgliche Zwickmühle für alle Beteiligten noch guten Willens.

    Nun soll der Westen durch sein Eingreifen eine Bewegung in das ganze bringen. Denkbar wäre eine Solidarisierung der syrische Bevölkerung gegen USA und Israel, eine weitere Verschärfung, die der deutsche Michel stammtischgeschwätzartig antizipiert.

    • Einmann
    • 30. August 2013 15:51 Uhr

    Assad wird niemals fliehen...

    Gekürzt. Bitte bemühen Sie sich um einen respektvollen Diskussionston. Danke, die Redaktion/sam

  5. ...... Massenvernichtungswaffen ist unendschuldbar! Ich lese Kommentare in denen angemerkt wird dass ein Angriff zu noch mehr Toten und Leiden führen würde. Richtig. Aber wenn der Einsatz von WMDs kein Tabu bleibt öffnen wir langfristig die Tore zur Hölle.

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    Der einzige mir bekannte und beweisbare Einsatz von Massenvernichtungswaffen (WMD) nach deren völkerrechtlicher Ächtung nach dem Ersten Weltkrieg erfolgte durch die Vereinigten Staaten von Amerika gegen zwei zivile Ziele (Hiroshima , Nagasaki). Die Anzahl der Toten dabei übersteigt die Anzahl der Toten in Syrien (bis jetzt) deutlich, auch wenn das natürlich keine mathematische Qualifizierung des verwerflichen Tuns sein soll. Jedenfalls haben die USA damit bewiesen, daß man straffrei und ohne Konsequenzen durch die Völkergemeinschaft WMD einsetzen kann ! Man kann nur hoffen, daß von diesem Lehrmeister kein Staat lernt!

    • Uwee
    • 28. August 2013 17:57 Uhr

    in Deutschland andere Themen. Es geht um einen kontrollierten Krieg, der nur gewisse Leute betrifft. Die ist eine Utopie. Ob Raketen für die Luftabwehr oder zur Zerstörung von Zielen eingesetzt werden, ist offen. Von wem Giftgas eingesetzt worden ist, ebenso. Ohne Grund kann man keinen Krieg beginnen, wie beim sogenannten Überfall auf den Sender Gleiwitz.

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    Die Friedensgespräche werden durch die üblichen Aufreger in den Medien unendlich schwer. Es tut den Beteiligten sicher gut nicht dauernd im Rampenlicht zu stehen.

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  • Quelle ap, dpa, fz
  • Schlagworte Militär | Luftwaffe | Raketenabwehr | Syrien | USA | Haifa
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