Der britische Premierminister David Cameron hat neue Beweise für den Einsatz von Chemiewaffen in Syrien. Er sagte dem Sender BBC bei seiner Ankunft auf dem G-20-Gipfel in Sankt Petersburg, Wissenschaftler des dem Verteidigungsministerium unterstellten Labors Porton Down hätten Stoff- und Bodenproben vom Ort des Anschlags untersucht, die belegten, dass das Nervengift Sarin eingesetzt worden sei.

Nach Informationen des Guardian will Cameron diese Ergebnisse Russlands Präsident Wladimir Putin vorlegen und ihn dazu bringen, Druck auf Syriens Machthaber Baschar al-Assad auszuüben.

Es sei ausgeschlossen, dass die Proben innerhalb des Landes oder auf ihrem Weg nach Großbritannien mit den Substanzen versetzt worden seien, schreibt der Guardian. Es handele sich um andere Proben als die, die bereits von den USA untersucht worden waren. Deren Ergebnisse hatte US-Außenminister John Kerry vor knapp einer Woche bereits vorgelegt. 

Syrien steht nicht auf der Agenda des G-20-Treffens. Beim Abendessen wolle Putin jedoch darüber diskutieren, hatte er angekündigt.