Kolumne Wir AmisDoch, Herr Putin, wir Amerikaner sind außergewöhnlich

In einem Beitrag in der "New York Times" hat Russlands Präsident Putin die Führungsrolle der USA in der Welt infrage gestellt. Unser Kolumnist antwortet ihm. von 

Russlands Präsident Wladimir Putin während des G-20-Gipfels in Sankt Petersburg

Russlands Präsident Wladimir Putin während des G-20-Gipfels in Sankt Petersburg  |  © Alexander Nemenov/AFP/Getty Images

Sehr geehrter Herr Präsident Putin!

Vielen Dank für Ihren Brief, den ich in der New York Times lesen durfte. Nicht oft bekommen wir Amerikaner Briefe von politischen Führern Ihres Rangs; viele Menschen auf der Welt beschimpfen und belehren uns hinter unserem Rücken, aber die wenigsten schreiben uns direkt an. Ich habe mich sehr gefreut.

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Dass Sie uns in Ihrem Brief vor einem Krieg in Syrien gewarnt haben, ist ebenfalls sehr umsichtig von Ihnen. Na gut, Sie wissen ja, dass die meisten Amerikaner ohnehin gegen einen Krieg sind, und zwar aus den Gründen, die Sie erwähnen. Trotzdem, man kann vor Krieg im Allgemeinen nicht genug warnen. Ich selbst habe mehrere Poplieder in meiner Playlist, die mich von Zeit zu Zeit mahnen.

Nur eines hat mich ein wenig irritiert und ich schreibe Ihnen heute, um Sie auf einen klitzekleinen Denkfehler aufmerksam zu machen.

Eric T. Hansen

Eric T. Hansen ist Amerikaner, Buchautor (Planet Germany) und Satiriker, der sein halbes Leben in Deutschland lebte, heute in Berlin. Sein aktuelles Buch ist Die ängstliche Supermacht: Warum Deutschland endlich erwachsen werden muss. Auf ZEIT ONLINE erklärt er einmal in der Woche die Eigenheiten seiner Heimat – und der Deutschen.

Sie schreiben, dass Amerikaner sich nicht als exceptional ansehen sollten. Damit meinen Sie die uralte und zu Recht umstrittene amerikanische Überzeugung, unser Land sei eine "Ausnahmeerscheinung", den üblichen Naturgesetzen nicht unterworfen, grundsätzlich anders als alle anderen.

Dieser Glaube stammt aus den Anfängen unserer Geschichte: Damals suchten wirtschaftliche und religiöse Flüchtlinge einen Ort, wo die Gesetze, die sie in Europa zu Untertanen, Bauern, Leibeigenen und Ketzern machten, nicht galten. Und tatsächlich: In der Neuen Welt fanden sie diesen besonderen Ort.

Mit der Zeit gewann die Idee des exceptionalism immer mehr an Bedeutung. Heute verbindet man sie mit unserer Stellung als führende Nation der westlichen Welt: Eben weil wir anders sind, müssen wir handeln, wo andere passiv bleiben – selbst wenn die UN versagen.

Das Ironische daran: Es ist ausgerechnet die Welt da draußen, die uns immer wieder zu einer exception macht. Genau das haben ausgerechnet Sie, Herr Putin, in dieser Woche getan. Auch wenn Sie, wie ich fürchte, es selbst gar nicht mitbekommen haben.

Leserkommentare
  1. welche Amerika über alles stellt, ist die eigene wirtschaftliche und militärische Stärke aufrecht zu erhalten. Um jeden Preis!
    Perfiderweise unter dem Deckmantel der Humanität getarnt.
    Die USA ist der größte Kriegstreiber nach Nazideutschland und für die meisten Kriegstoten seit Ende des 2. WK verantwortlich.
    Dieser Staat hat die Massenmanipulation perfektioniert.

    Und der verklärte Gründungsmythos der USA sollte nicht vergessen, dass dafür die Ureinwohner eines ganzen Kontinents ausgerottet wurden.

    165 Leserempfehlungen
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    • Ambitio
    • 13. September 2013 6:29 Uhr

    soviel zum Thema wer ist Meister der Manipulation...
    http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Schwarzbuch_des_Kommunismus

    Schon lustig wie das so funkioniert. Ignorieren wir mal gemuetlich was zwischen 0-1990 in der Region, die man heutzutage Deutschland nennt passiert ist.

    Achso, hab ich ganz vergessen. Wenn man sich als ein neuen Staat erklaert, sind die Suenden der Vergangenheit vergessen. Wenn es darum ging Rechte zu erweitern und Fehler gut zu Machen waren die USA bisher immer die Ersten.

    • F.R.
    • 13. September 2013 8:10 Uhr

    ... auf ZDF die komische "Pro und Contra" Sendung gesehen hat, weiss nun endgültig wie Gehirnwäsche funktioniert.. Sie haben vollkommen Recht, wenn Sie sagen, dass die USA die Massenmanipulation perfektioniert hat..

    • docaffi
    • 13. September 2013 8:14 Uhr

    habe ich irgendwo gelesen, dass die USA weltweilt die meisten Flüchtlinge aufnehmen. Ich habe mich auch immergefragt, warum es die meisten Menschen irgendwie nach Amerika zieht.

    Erstens, glauben Sie tatsächlich dass seit Generation die USA ein anhaltender Anziehungspunkt für Millionen Einwanderer aus der ganzen Welt sind, wegen ein paar Werbespots und Cola?

    Weiterhin reden Sie von nationalen Interessen ganz so, als wäre das eine besondere amerikanische Untugend. Abgesehen von der Bundesrepublik vertritt jeder Staat seine eigenen nationalen (alleine das Wort ist bei uns ja schon tabuisiert) Interessen sehr selbstbewusst, offen und egoistisch. Die USA haben dazu deutlich stärkere Mittel als beispielsweise Island, geschenkt.

    Schauen Sie sich an, wie Herr Putin seine Interessen vertritt. Die Welt kann froh sein, dass Russland dem Öl- und Gasboom zum Trotze nach wie vor relativ marode ist und keinen flächendeckenden Wohlstand genießt bzw. noch sehr mit sich selbst beschäftigt ist. Bezüglich "Kriegstreiberei" nahmen sich Russen und Amerikaner im sog. Kalten Krieg nämlich rein gar nichts.

    Nur dass bei der einen Großmacht Unfreiheit und Mangelwirtschaft drohte, bei der anderen Meinungsfreiheit und eine reiche Konsumwelt. Mir ist Amerika immer noch der liebste Hegemon (geringste aller Übel sozusagen).
    Ohne Eingreifen Amerikas gäbe es vermutlich nach wie vor irgend eine Form von Hitlerdeutschland. Ohne Amerika wäre die BRD nach dem Krieg nicht so schnell zum Wirtschaftswunderland geworden. Ohne Amerika gäbe es nicht einmal das Internet. Undankbarkeit ist der Welten Lohn - Dankbarkeit erwarten die USA aber ja nicht einmal. Nur etwas fairere Kritiken.

    Die meisten Einwanderer seit 911 dürften illegal sein..

    Und nein nationale Interessen verfolgen, dafür sollte der Staat da sein. Allerdings nicht mit Waffengewalt.

    Was ohne die Amerikaner im zweiten WK passiert wäre, ist vage Spekulation. Aber zumindest waren die Amis die freundlicheren Besatzer, geschenkt.

    Was das Internet angeht, nunja, seit Snowden sollte keiner froh sein, dass die Amis dort Marktführer sind.

    .
    ...ihr Beitrag der Erste und zugleich Letzte geblieben wäre, um auf diesem Wege der unerträglichen, selbst unter dem Gesichtspunkt der Satire, erbärmlichen Kolumne ein Ende zu setzten.

    Leider ist Herr Hansen als ”Agent Provokateur“ ziemlich effektiv.

    Entfernt. Wir wünschen uns ein differenzierteres Kommentarverhalten. Danke, die Redaktion/sam

    Ja, Herr Hansen , die USA ist außergewöhnlich in ihrer Aggressivität, Ihrer Borniertheit und Unfähigkeit zur Selbstreflexion, Ihrer Selbstgefällig- und gerechtigkeit und ihrem Missionarseifer; Europäer des Mittelalters 2.0 eben.

    Der 2.Versuch !! dies zu posten.

    • xy1
    • 13. September 2013 13:21 Uhr

    Jetzt haben Sie und Ihre Empfehler Ihre Seele erleichtert.
    Nur: Entspricht Ihre Aussage der Wahrheit?
    Ging es en Staaten die unter dem Schutz der USA stehen/standen etwa schlecht?
    Haben Sie (und Ihre nächsten Vorfahren, sofern vor nicht allzu langer Zeit geboren) nicht es sich nicht prächig unter diesem Schild eingerichtet?

    Wenn die Amerikaner im zweite Weltkrieg nicht
    interveniert hätten, wären sie vielleicht gar nicht
    in Deutschland geboren ... wären sie vielleicht
    gar nicht geboren ...

    Welch ein kurzes Gedächtnis ! Empörend.

    "Kein Staat spürt eine ähnliche Verantwortung für die internationale Gemeinschaft wie Amerika."

    Schade, aber da habe ich aufgehört zu lesen.

    Tut mir leid, Mr. Hansen, aber ich halte es für sehr naiv, zu glauben, daß "Verantwortung für die internationale Gemeinschaft" die Motivation "der USA" oder "der Amerkaner" sei.
    (Wer ist das überhaupt, "die USA", "die Amerikaner"? Ich bin auch nicht "wir Deutsche".)

    Das mag der Eine oder die Andere in politisch verantwortlicher Position oder als Autor/in von Zeitungsartikeln oder ZEIT-Kolumnen tatsächlich glauben, das ehrenwerte Absichten allem staatlichen Handeln zugrunde liegen. Schlimm, daß dieser gute Glaube missbraucht wird, weil die Wirklichkeit anders ist.

    Leserkommentar Nr. 1 bringt es auf den Punkt. Vielen Dank dafür!

    Leider kommen die Inhaber dieser völlig unterschiedlichen Perspektiven nie zusammen. Stattdessen reden wir alle permanent aneinander vorbei.

    Ein viel zu großer Teil der Naiven darf Naives an prominenter Stelle in großen Medien verbreiten, als Politiker/in oder Journalist/in, gut bezahlt, versteht sich, und glaubt sich auf der "richtigen Seite". Verrückt.

    Nein, ich sehe die USA überhaupt nicht in der Rolle, das sie für mich Deutsche Verantwortung übernehmen müssen.
    Mit wäre es sehr lieb, sie würden für ihre eigene Bevölkerung mehr Verantwortung übernehmen, sodaß alle Menschen in den USA eine Krankenversicherung hätten oder Menschen nicht in Caravanparks leben müssen, weil sie eine Wohnung nicht bezahlen könen und und und...
    Das haben sie doch schon genug zu tun-
    packen Sie es an - seien Sie doch da Vorbild. Das wäre super !
    Im übrigen- USA ist nicht Amerika. Das nervt ganz schön. Genausowenig ist Deutschland Europa.
    Man hat ja eher den Eindruck, das diese Außenseitermentalität (weg aus Europa weil wir Anders = Besonders sind und uns nicht anpassen wollen und uns keiner will bzw. keiner tolerant genug war - also sind es Feinde und wenn wir stark sind greifen wir die an und zeigen denen was Sache ist und setzen unsere Werte durch. Dann fragen wir nicht nach den Bedürfnissen Anderer) ungefragt bis heute weitergelebt wird.
    Aber -c est la vie. Natürlich ist es in keinem Staat perfekt - aber die USA trägt manchmal wirklich unerträglich ihre gedachte moralische Übermacht wie den Gralskelch vor sich her. Schön, das Sie den Stein des Weisen gefunden haben.

    Wer die USA und seine Menschen kennt, vielleicht eine Zeitlang unter ihnen verbracht hat; wer ihre Geschichte seit ihren Anfängen bis zur Gegenwart verfolgt hat und von der amerikanischen "Declaration of Independence, Constitution und Bill of Rights" eine Ahnung hat, wird zugeben müssen, daß Eric Hansen mit seiner Antwort auf Präsident Putins Brief an das amerikanische Volk den Nagel auf den Kopf getroffen hat. Danke Herr Hansen!

    Und, werter Jimmy, was die US-Ureinwohner betrifft, so mußten sie zwar am Anfang der Kolonisation durch die Europäer Unrecht und Leid ertragen, aber ausgerottet wurden sie nicht. Traurig ist es, daß das Schicksal der Vertreibung der Cherokees und anderer Stämme aus Georgia, Alabama und Tennessee nach Oklahoma, welches unter "Trail of Tears" bekannt ist, hundert Jahre danach keinen Alarm schlug, der die Mächtigen des

    20. Jahrhunderts daran gehindert hätte, in Europa jetzt die größten Menschenvertreibungen aller Zeiten vom Zaun zu brechen.

    When will we ever learn????

  2. 2. Oh ja

    Die Amis sind aussergewöhnlich.
    Details erspare ich mir.

    38 Leserempfehlungen
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    Der Autor schreibt von den "Amerikanern"' sie schreiben von den "Amis". Ein bisschen mehr Differenzierung sollte sein.

    Die Amerikaner sind Chilenen, Brasilianer, Mexikaner, Kanadier, USAmerikaner usw. Selbst wenn man sich auf die USA beschränkt, sind es die unterschiedlichsten Ethnien, politischen Gruppierungen, religiösen Gruppen, Männer, Frauen, Kinder...

    Gemeint sein kann doch aus Ihrer Sicht nur das politische System der USA. Und selbst dann gilt: Die USA sind sehr pluralistisch und im Vergleich z. B. zu Russland auch sehr demokratisch. Man sollte vergleichend auf die Systeme und die Menschen schauen, bei der VRChina an Tibet denken, bei Russland an Tschetschenien und aktuell an die grassierende Homophobie, bei Deutschland an die unsägliche Geschichte des 20. Jahrhunderts.

    Durch differenzierten Blick, Kommunikation und Vernetzung, Freundlichkeit und Wohlwollen, Diplomatie und Freundschaften kommen wir vielleicht doch etwas weiter. Das ist meine Hoffnung.

    "On ne fait pas d'omelettes sans casser des oeufs" ...

    Versuchen sie mal eine Omelette zu machen, ohne Eier zu zerschlagen ... !

  3. Ob dieser Artikel wohl in Russland so prominent veröffentlicht wird?

    Bei Erfolg wäre eine Bekanntgabe in der ZEIT von mir sehr erwünscht!

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    • BPHFÖ
    • 13. September 2013 6:40 Uhr

    Entfernt. Bitte bleiben Sie respektvoll. Danke, die Redaktion/sam

    ist prominent? so im weltmaßstab gesehen?
    ich fürchte, ich fürchte....

    • cipoint
    • 13. September 2013 9:12 Uhr

    Wenn sich Obama direkt an die russische Nation wendete, würde seine Rede wahrscheinlich in russichen Zeitungen veröffentlicht. Warum sollte aber eine Kolumne eines kaum bekannten Journalisten aus Deutschland so viel Aufmerksamkeit bekommen?

    welche die Wahrheit in Putin's Worten noch deutlicher macht!

    Wenn am Selbstbewusstsein gekratzt wird, dann kommt auch der letzte John Doe sofort angerannt und "stellt klar", daß er bzw. "sein Volk" eben doch was besonderes sind...

    "Der getroffene Hund bellt", sagt man hier in Deutschland, Herr Hansen...

    Kann Sie aber verstehen, Herr Hansen, ist ja auch wirklich sehr schwer mittlerweile Stolz zu sein Amerikaner zu sein wenn man sich nicht mal mehr auf eine irgendwie gottgegebene Ausnahmestellung berufen kann.

    Auf was bitte soll John Doe heutzutage denn noch stolz sein?

    Da greift man dann schon gleich auf denGründungsmythos zurück - und unterschlägt natürlich elegant, daß eben dieser, und damit die ganze Nation der USA ja eigentlich auf einem ziemlich abscheulichen Genozid beruht...

  4. Aber: WIE die USA sich gegenüber der Welt benehmen, ist ein anderes Ding.

    Es wird auf den verschiedensten Ebenen knallhart im Eigeninteresse Macht ausgeübt, Altruismus sieht dann doch anders aus!:

    1. Ausübung militärischer Macht unter jederzeitigem Vorbehalt der Invasion/ Bombardierung, gern in Ländern mit wichtigen Ressourcen, auch bei rein innenpolitischen Prozessen.

    2. Direkte Eingriffe in innenpolitische Prozesse, z.B. bei dem Versuch, innerpolitische Spannungen zu nutzen, um Chaves zu stürzen.
    Weiterhin sind zwei lateinamerikanische Präsidenten per Flugzeugabsturz abgesetzt worden. usw.

    3. Gezielte, hochverzinste Überschuldung von Ländern, um die Ressourcen als Rückzahlung zu Dumpingpreisen rauszuholen.

    Quelle: http://www.youtube.com/watch?v=FfWcZJtP6NI

    4. Die Bankenkrise als größter Bankraub der Geschichte ist auch so ein Ding. Das Geld ist ja nicht weg, es ist nur woanders. Aktuell findet vor unseren Augen die Umverteilung unter den Gewinnern statt. In New York gilt es wieder fürstliche Zuschläge mitzunehmen. Gleichzeitig wird Europa für die kommende Freihandelszone strammgezogen. Unter direkter Leitung von Goldmann Sachs!
    - Suchen Sie mal bei Wikipedia unter den Stichworten "Draghi" und "Dibelius" mit Quersuche zu "Goldman Sachs".

    5. Ja, und dann noch diese NSA-Nummer. Das war nun echt keine Hilfe, oder? Irgendwie schäbig und paranoid.

    Was ich aber an den USA bewundere, siehe "New Deal", ist: sie können immer wieder umdenken.

    Es ist mal wieder so weit!

    58 Leserempfehlungen
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    Dieser Spruch wird zwar oft kolportiert, trifft aber in Fällen, wo Blasen aus real ohnehin niemals vorhandenen, fiktiven Buchvermögen (z.B. bei der Überbewertung von Aktien oder Immobilien) platzen, nicht zu.

    • gott-f
    • 13. September 2013 10:36 Uhr

    Bitte beteiligen Sie sich konstruktiv. Danke, die Redaktion/se

    • 2b
    • 13. September 2013 16:17 Uhr

    ... die Gebäude der Vereinten Nationen wurden in New York auf dem Gelände das Rockefeller dazu gestiftet hat ... aufgebaut?

    ... ein Statement unserer Generationen in US_Amerika???

    ... aus der Freiheit der Gedemütigten und Geknechteten Europas,
    zur Identitätserweiterung in der "neuen Welt" und damit Europa _ in dieser Hinsicht _ voraus???

    • Ambitio
    • 13. September 2013 6:29 Uhr

    soviel zum Thema wer ist Meister der Manipulation...
    http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Schwarzbuch_des_Kommunismus

    6 Leserempfehlungen
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  5. 6. [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf überzogene Vergleiche und bleiben Sie respektvoll. Danke, die Redaktion/sam

    30 Leserempfehlungen
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    mein Gott, das sind wieder Vergleiche...ein 13 jähriger nach 10 Geschichtsstunden hätte uns nicht besser aufklären können

    An wen habe ich Kritik an der moderation zu richten? Danke.

    community@zeit.de. Die Redaktion/mak

  6. "Kein Staat spürt eine ähnliche Verantwortung für die internationale Gemeinschaft wie Amerika."
    Oh Gott! Sind die USA gemeint? Nicht nur, dass Amerika nicht gleich USA ist. Man kann US-amerikanische Interessenpolitik der letzten Jahrzehnte nur durch eine SEHR rosarote Brille zur "Verantwortung für die internationale Gemeinschaft" verklären. Auf der Liste stehen gleich mehrere Failed States, Millionen Tote, Lügen, und hier will jemand erklären, das alles wäre verantwortungsbewusst gewesen. Dabei hat man nebenbei die vereinten Nationen gekapert und ruiniert.
    Genau das ist es ja, was Putin zurecht anspricht und damit offenbar einer durch und durch chauvinistischen Gesellschaft den Spiegel vorgehalten hat. Wie richtig er lag zeigt die ausgelöste Tobsucht.
    Die Nationalisten dieser Welt werden immer ihre Gründe finden, warum IHR Land von einem allen anderen überlegenen Menschenschlag bevölkert wird. Hatten wir ja auch schon mal, als sowas Gemeingut wurde. Ergebnis: 40 Mio. Tote. Wollen die "Amerikaner" das unbedingt nachmachen?

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    Ja, Danke, dass das mal jemand anspricht.
    Amerika: das sind selbst auf dem nordamerikanischen Kontinent noch zwei weitere Staaten.
    Diese Überheblichkeit mit der die US-Amerikaner sich als Amerikaner bezeichnen und die Selbstverständlichkeit, mit der das so einfach, zumindest hier bei uns im deutschsprachigem Raum, übernommen wurde (unter dem Deckmäntelchen "aber es ist nunmal gewöhnlicher Sprachgebrauch") sind erbärmlich.
    Das ist als würde Merkel plötzlich von uns "Europäern" sprechen, wenn sie Deutschland meint.
    Alleine aus diesem klitzekleinen Detail lässt sich eine Menge lesen.

    Ich bleibe weiter bei die "USA" - das ist korrekt und das sind auch weniger Zeichen.

    HK

    • gott-f
    • 13. September 2013 10:38 Uhr

    Bitte beteiligen Sie sich konstruktiv. Danke, die Redaktion/se

    Sie sagen: "Die Nationalisten dieser Welt werden immer ihre Gründe finden, warum IHR Land von einem allen anderen überlegenen Menschenschlag bevölkert wird. Hatten wir ja auch schon mal, als sowas Gemeingut wurde. Ergebnis: 40 Mio. Tote. Wollen die "Amerikaner" das unbedingt nachmachen?"

    Die Amerikaner machen "das" doch nicht nach, weder in der Zukunft oder Gegenwart noch in der Vergangenheit! Sie machen oder machten "das" AUCH! Noch immer ist die Welt ein "Spiel"-Feld von isolierten "Nationen", denen es AUS DEM PRINZIP DER NATION heraus NUR um Machtpolitik gehen KANN. Wenn's einer "erfolgsgewohnten" Nation dann 'mal etwas schlechter geht, kann sie dann leicht ihre wahre Fratze zeigen. Beispiele in der Geschichte gibt es genug.

    Es ist Zeit für ein weltweit radikales Umdenken, dem als erstes die "Nation" zum Opfer fallen muss. Die Welt des 21. Jahrhunderts muss ein solidarischer Verbund von weitgehend selbstgenügsamen Regionen werden (wobei die Schweiz als Grundgröße für eine Region Vorbild sein könnte), die sich bei Notfällen gegenseitig helfen und uneingeschränkt austauschen (da braucht es auch keine Geheimdienste mehr). Die Organisation des Austauschs und der Nothilfe obläge dann einer Art "Weltparlament", das von allen Regionen vollkommen paritätisch und ohne Vetorechte einzelner Regionen unterhalten würde.

    PS Kleine Berichtigung: Das "Ergebnis", das Sie erwähnen, waren nicht 40 Millionen Tote, sondern mehr als doppelt so viele ...

    • tobberl
    • 14. September 2013 16:30 Uhr

    Erstens: Wenn Sie von "kapern der UN reden", was bitte meinen Sie damit? Die beiden Länder, die die UN andauernd ausbremsen, sind doch eher China und Russland. Und wenn Sie die grausame Vergangenheit der USA - Sklaverei, Vietnam etc. - als Grund dafür nehmen, die USA zu verurteilen, können Sie genauso gut alle anderen "westlichen" Nationen zur verantwortung ziehen. Jede Nation hat ihre Schandflecken.

    Zweitens: Ich kann es gar nicht fassen, dass Sie auf der Seite eines Mannes stehen, der im Gegenteil den Chauvinismus par excellence verkörpert. Verfolgung von Homosexuellen, ein Narzissmus, der ekelhaft ist (man nehme z.B. nur die Bilder, auf denen er sich mit nacktem Oberkörper bei was auch immer abblitzen lässt), Selbstbereicherung, Selbstjustiz (wenn auch mit vorgehaltener Hand), Unterdrückung der eigenen Bevölkerung, Wahlbetrug; um nur ein paar Sachen zu nennen.

    Drittens: Die USA mit dem Dritten Reich zu vergleichen, ist so banal und lächerlich, wie es nur geht. Hier haben wir es mit zwei fundemental unterschiedlichen Regierungssystemen/ Umständen zu tun (präsidentielles Regierungssystem vs. Diktatur!). Dabei den Grund aufzuführen, dass "ja beide "Länder" sich selbst als herrausragend hinstellen", ist meiner Meinung nach kein fundiertes Argument, sondern eine banale Aussage.

    Haben Sie es nicht verstanden oder WOLLEN Sie es nicht verstehen?

    Die Amerikaner - einschließlich Obama - wollen die Intervention in Syrien grundsätzlich NICHT.

    Nur haben die Amerikaner etwas, was bei uns (bei IHNEN!) offenbar Mangelware ist:

    GEWISSEN.

    Zuschauen OHNE schlechtes Gewissen fällt den Deutschen offenbar leicht....

    ich habe es auch leid, dass alle denken Amerika ist die USA ist unglaublich

    • Jehann
    • 13. September 2013 6:36 Uhr

    In der Neuen Welt fanden die geknechteten Europäer wahrlich einen Ort, in dem sie vom Opfer zum Täter wurden und das dort lebende Volk kurzerhand massakrierten. Wie lässt sich aus dieser Geschichte, die Versklavung kommt hinzu, ein derart selbstzufriedenes Amerika-Bild kreieren?

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    • Snorrt
    • 13. September 2013 10:11 Uhr

    ... wie der Kalte Krieg verklärt wird: "... Europa vor der Sowjetunion beschützt ..."

    Das stimmt sicherlich, aber ist nur Nebenprodukt davon, dass die USA den Erstschlag lieber bei uns, als bei sich im Land haben wollte. Mir bleibt ein Army-Film aus den 60ern absolut in Erinnerung, in dem es darum ging, wie man nach einem Atomschlag Pioniers-Brücken über die "nukleare Schlacke Deutschland" baut, damit die Armee weiter angreifen kann. Sehr nett ...

    Und Russland ist sicherlich genauso "altruistisch" eingestellt ... alle großen Länder wollen nur das Beste von uns ...

    Überheblichkeit mit Verantwortung verwechselt.

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  • Schlagworte Wladimir Putin | Barack Obama | USA | Syrien | Russland
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