Syrien-Intervention : Die Unterstützung für die USA nimmt zu

Die EU steht in der Syrienfrage hinter Obama. Ob der US-Präsident den UN-Bericht vor einem möglichen Syrien-Einsatz abwartet, ist laut US-Außenminister Kerry aber offen.
US-Außenminister John Kerry vor einer Syrien-Konferenz in Litauen © Thierry Monasse/dpa

US-Außenminister John Kerry kündigte an, die USA könnten bei einem Militäreinsatz in Syrien nun auf Unterstützung im "zweistelligen Bereich" setzen. Es gebe mehr Interessenten für eine Beteiligung, als nach dem jetzigen Stand der Planung gebraucht würden, sagte er.

US-Präsident Barack Obama hat sich nach Angaben Kerrys aber noch nicht festgelegt, ob die USA mit einem Militärschlag auf das Ende der laufenden Untersuchungen der UN-Inspekteure warten wollen. "Wir werden diese Frage nach meiner Rückkehr nach Washington diskutieren", sagte Kerry. 

Die Europäische Union steht in der Frage, wer die Verantwortung für den Giftgasanschlag trägt, geschlossen hinter den USA. Die EU-Außenminister stimmten am Samstag in der litauischen Hauptstadt Vilnius überein, dass der Einsatz von Giftgas am 21. August in der Nähe von Damaskus auf das Konto der syrischen Armee geht. Sie mahnten die USA aber zum Warten mit einer Intervention. Die EU will erst nach der Veröffentlichung der Ergebnisse der UN-Inspektoren über einen Militärschlag gegen Syrien entscheiden.

Frankreich bekräftigte seinen Willen zu einer gemeinsamen Aktion mit den USA. "Frankreich und die USA stehen zusammen", sagte der französische Außenminister Laurent Fabius zu einer gemeinsamen Aktion gegen Syrien. Doch auch Frankreich will die UN-Ergebnisse abwarten. Das hatte Präsident François Hollande am Freitag überraschend angekündigt.

Hollande dankte unterdessen Deutschland dafür, dass es eine Erklärung des G-20-Gipfels zu Syrien doch noch unterzeichnen will. Deutschland habe dazu beigetragen, dass "Europa geeint sein kann", sagte Hollande.

Nachdem sich die Bundesregierung mit einem Tag Verzögerung auf eine gemeinsame Linie mit der EU geeinigt hat, verteidigte Kanzlerin Merkel ihr Zögern. "Das Signal eines in seiner Haltung zu diesem schrecklichen Konflikt geeinten Europas ist von unschätzbarer Bedeutung", sagte sie.

Die Grünen werfen Merkel Zickzackkurs vor

Auch Guido Westerwelle begrüßte die Entscheidung der EU-Staaten. "Wir sind der Überzeugung, dass der Einsatz von Chemiewaffen in keiner Weise von der internationalen Staatengemeinschaft toleriert werden kann", sagte der Außenminister nach Angaben des Auswärtigen Amtes. "Deswegen sind wir auch der Überzeugung, dass es wichtig ist, die Ergebnisse der Inspekteure der Vereinten Nationen abzuwarten."

Die Opposition übte heftige Kritik an Merkels Vorgehen. Die Linke sprach von einem Beitritt Deutschlands "in Obamas Koalition der Kriegswilligen". Grünen-Parteichefin Claudia Roth bezeichnete das Vorgehen als "abenteuerlichen Zickzackkurs".

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Kommentare

77 Kommentare Seite 1 von 10 Kommentieren

Was erwartet sich Westerwelle?

Die UN Inspektoren hatten nicht den Auftrag herauszufinden wer es war.
Wir wissen dann durch die UN, dass es Giftgaseinsätze gab und Russland wird mit dem Iran zusammen sagen "Das waren die Rebellen".
Da durch das Veto von China & Russland verhindert wurde, dass die Verursacher benannt werden dürfen wird uns die Aussage der Inspekteure der Vereinten Nationen nichts bringen.
Es sei denn, man kann Russland und China abringen, dass - egal wer es war - Blauhelmsoldaten sinnvoll sind um die Zivilbevölkerung zu schützen (R2P). Dies wird aber aller Voraussicht nach nicht kompatibel mit dem Russisch-Chinesischen nichteinmischungsdogma sein.

Auch dass es diese von Ihnen genannte Division

gewesen sein soll, wurde in einem Artikel widerlegt (bei zerohedge). Dort wurde gesagt, dass hochstehende Leute des Spitzelapparates sich an Obama wandten, da die offizielle Version nicht richtig ist, und jemand die "intelligence" gefaelscht. Naemlich dass die abgehoerten Gespraeche der Syrer belegen wuerden, dass es die Syrer KEIN Gas abgefeuert haetten.

Wem ist zu glauben? Der US Regierung, sowie der Zeit, die einem diese Version der Angelegenheit eintrichtert, glaube ich jedenfalls nicht.

Die EU Vertritt Katar

http://www.huffingtonpost...

France enjoys a privileged partnership with one of Iran's main competitors, namely Qatar. Under Nicolas Sarkozy's presidency, Emir Hamad Ben Khalifa al-Thani was the first Arab State leader to be received at the Elysées Palace in 2007. It is now François Hollande who continues this special relationship. Since his election, Qatar is the country which was received the most at the Elysées with a visit of the Emir on August 22 and two more discreet visits of Prime Minister Hamad bin Jasem al-Thani.

This economic power invests billions in real estate, in the capital of CAC 40 companies (such as Total, Vivendi, Veolia, Lagardère, Suez, LVMH or even Bouygues and Vinci for the different sites of the world to the Qatar 2022 and also the construction of the Friendship Bridge between Qatar and Bahrain), sport (with the purchase of the Parisian club PSG -- soccer and handball), the media (Al Jazeera acquired French Champions League rights) and most recently in projects in the Parisian suburbs.