In den Vereinigten Staaten sind in diesem Jahr 39 Menschen hingerichtet worden. Das sind vier weniger als 2012, berichtet das Death Penalty Information Center aus Washington. Dem "Jahresbericht Todesstrafe" zufolge wurden 16 Hinrichtungen in Texas, sieben in Florida und sechs in Oklahoma ausgeführt. 

Nach Angaben des Informationszentrums wurden 2013 in den USA 79 Menschen zum Tod verurteilt. Das sind zwei mehr als 2012. In den 1990er Jahren wurden in den Vereinigten Staaten jährlich mehr als 250 Personen mit dem Todesurteil bestraft.

Der leichte Rückgang der Hinrichtungen sei zum Teil auf "technische" Probleme zurückzuführen, hieß es in dem Bericht. Mehrere Bundesstaaten hätten die für die Exekution per Giftspritze nötigen Substanzen nicht erwerben können. Die Mittel werden in Europa produziert, einige Regierungen haben jedoch den Export in die USA zur Vollstreckung der Todesstrafe verboten.

Der Bundesstaat Maryland schaffte die Todesstrafe in diesem Jahr ganz ab. Damit verzichten mittlerweile 18 US-Staaten auf Hinrichtungen. Connecticut hatte die Todesstrafe 2012 abgeschafft, Illinois im Jahr 2011.

Debra Milke kann auf endgültige Freilassung hoffen

Zeitgleich zur Veröffentlichung der aktuellen Zahlen gibt es Hoffnung für die ehemalige US-Todeskandidatin Debra Milke: Ein Gericht in Arizona entschied am Mittwoch, dass der Hauptbelastungszeuge bei der für 2015 geplanten Neuauflage des Prozesses gegen die gebürtige Berlinerin nicht mehr aussagen muss. Die Verteidigung wolle nun eine Einstellung des Verfahrens beantragen. Milke war 1990 in Arizona zum Tode verurteilt worden, weil sie zwei Männer zum Mord an ihrem vierjährigen Sohn angestiftet haben soll. Die Berlinerin beteuert ihre Unschuld. Ein Bundesberufungsgericht kippte im vergangenen März schließlich das umstrittene Todesurteil.