Bundeswehr-Soldat bei der Ausbildung von Pionieren in Mali ©Falk Bärwald/Bundeswehr/dpa

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen erwägt eine Erweiterung der Bundeswehr-Aktivitäten in Mali. "Derzeit liegt die Mandatsobergrenze bei 180 Mann, 99 Soldaten sind vor Ort. Dieses Engagement könnten wir verstärken, das erwarten auch unsere Verbündeten, allen voran die französische Regierung", sagte die CDU-Politikerin dem Spiegel. "Ich könnte mir vorstellen, dass das Mandat auf bis zu 250 Mann aufgestockt wird."

Zugleich stellte von der Leyen in Aussicht, den EU-Einsatz in Zentralafrika mit einem Lazarett-Airbus zu unterstützen. Die EU-Außenminister hatten kürzlich die Entsendung von bis zu 1.000 Soldaten beschlossen. In Zentralafrika droht nach Einschätzung der Vereinten Nationen ein Völkermord. "Wir können nicht zur Seite schauen, wenn Mord und Vergewaltigung an der Tagesordnung sind, schon allein aus humanitären Gründen", sagte von der Leyen.

Sie plädierte für eine Zusammenarbeit auf EU-Ebene und Verteilung der Aufgaben: "Europa kommt im Spiel der globalen Kräfte nicht voran, wenn die einen sich immer dezent zurückhalten, wenn es um militärische Einsätze geht, und die anderen unabgestimmt nach vorne stürmen." Deutschland müsse im Rahmen der Bündnisse mehr internationale Verantwortung übernehmen, sagte von der Leyen.