Die Europäische Union hat einen Teil ihrer Sanktionen gegen den Iran für sechs Monate ausgesetzt. Die EU-Außenminister erfüllten damit Zusagen, die der Regierung in Teheran in den Verhandlungen über das umstrittene iranische Atomprogramm gemacht wurden. Der Iran hatte zuvor seine Uran-Anreicherung auf 20 Prozent ausgesetzt und damit die Voraussetzung zur Lockerung der internationalen Sanktionen geschaffen. Experten der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) hatten das den Ministern bestätigt.

Die EU hat der Regierung in Teheran in Aussicht gestellt, eine Reihe der Sanktionen gegen den Iran für sechs Monate aufzuheben. Etwa sollen durch den Beschluss der EU-Außenminister der Transport und Versicherungen iranischen Rohöls wieder erlaubt sein. Auch wird der Kauf, Import und Transport von petrochemischen Produkten des Landes wieder zugelassen. Ferner soll das Verbot für den Handel mit Gold und anderen Edelmetallen ausgesetzt werden. Die iranische Regierung kann zudem die Freigabe von 4,2 Milliarden US-Dollar von bisher blockierten Konten sowie leichtere Überweisungen erwarten.       

Im Gegenzug zur Lockerung der Sanktionen setzt der Iran die Anreicherung von Uran auf mehr als fünf Prozent aus, verdünnt einen Teil der Uranvorräte und lässt die IAEA-Kontrolleure arbeiten.

Auch die US-Regierung bestätigte, dass der Iran seine ersten Verpflichtungen aus der Genfer Atomvereinbarung eingehalten habe. Folglich werde mit der Lockerung von Sanktionen begonnen, hieß es in einer Erklärung des Weißen Hauses.