Die Zahl der Flüchtlinge im eigenen Land steigt weltweit: Mehr als 33 Millionen Kinder, Frauen und Männer waren Ende 2013  laut UN-Angaben sogenannte Binnenflüchtlinge – 4,5 Millionen mehr als 2012. Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR und der Norwegische Flüchtlingsrat bezeichneten den Anstieg als traurigen Rekord.    

Flüchtlingskrise im Libanon - "Sozialer und ökonomischer Brennstoff" Der Libanon ist das einzige Nachbarland, das noch Flüchtlinge aus Syrien aufnimmt. Zusätzlich zu 4,5 Millionen Einwohnern kommen derzeit mehr als eine Million Syrer. ZEIT-Korrespondentin Andrea Böhm über die Spannungen im Libanon

Der beunruhigende Trend setze sich besonders stark durch den Bürgerkrieg in Syrien fort, hieß es. Dort treibe der Krieg täglich 9.600 Syrer im eigenen Land in die Flucht. Weit mehr als 6,5 Millionen Syrer sind derzeit Binnenflüchtlinge (internally displaced people). Zudem flohen mehr als 2,5 Millionen in andere Staaten.

Die meisten der weltweiten Binnenflüchtlinge – 63,3 Prozent – verließen ihre Wohnorte wegen Konflikten innerhalb von fünf Staaten: Syrien, Kolumbien, Nigeria, Demokratische Republik Kongo und Sudan.

Die Zahlen trugen Fachleute vom Zentrum zur Beobachtung von Binnenflucht (IDMC) in Genf zusammen. Es existiert seit 1998. Sein Träger ist der Norwegischen Flüchtlingsrat.