Der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden könnte nach Auskunft eines Moskauer Behördensprechers weiter in Russland bleiben. Es sei kein Problem, seinen auslaufenden Asylantrag zu verlängern. "Er hat sich nichts zuschulden kommen lassen, und seine Fluchtgründe sind unverändert", sagte der Sprecher der Einwanderungsbehörde der Agentur Interfax. Er erwarte "unkomplizierte Gespräche" über eine mögliche Verlängerung der Ende Juli auslaufenden Erlaubnis. 

Zuvor hatte Snowdens Moskauer Anwalt Anatoli Kutscherena gesagt, dass sich sein Mandant um das Recht zu bleiben bemühen wolle.

Der 30-jährige US-Amerikaner lebt an einem geheimen Ort in Moskau. Von ihm an internationale Medien weitergegebene Geheimdienstdokumente hatten den NSA-Skandal ausgelöst. Es kam heraus, dass der US-Spionagedienst auch ein Handy der Bundeskanzlerin auf der Überwachungsliste hatte.

Die USA wollen Snowden wegen Geheimnisverrats anklagen. In Deutschland müht sich der Bundestag, Snowden in einem Untersuchungsausschuss zum NSA-Skandal zu vernehmen.