Das syrische Militär hat möglicherweise Luftangriffe auf den Irak geflogen. Das sagte ein Vertreter der US-Regierung dem Fernsehsender ABC News. Die USA haben demnach Erkenntnisse, dass es syrische Kampfflugzeuge waren, die am Dienstag mehrere Städte in der Provinz Anbar nahe der syrischen Grenze angegriffen hatten.

Der Vorsitzende der Regierung von Anbar, Sabah Karkhout, sagte dem Fernsehsender CNN, dass er an den Flugzeugen die syrische Flagge gesehen habe. Ziel der Angriffe sind demnach die Städte Rutba, al-Walid und al-Qaim gewesen. Dabei seien mindestens 57 irakische Zivilisten getötet und 120 verletzt worden, sagte Karkhout weiter.

US-Außenminister John Kerry warnte während eines Treffens der Nato-Außenminister davor, dass Syrien sich in den Konflikt zwischen Schiiten und Sunniten im Irak einmische. Die irakische Regierung müsse sicherstellen, dass sein Militär Isis zurückdrängen könne, sagte Kerry. "Die Lösung für die Sicherheitsprobleme im Irak beinhaltet keine Milizen oder das mörderische Assad-Regime, sondern eine Stärkung der irakischen Sicherheitskräfte, durch die sie die Bedrohung bekämpfen können", sagte Bernadette Meehan, eine Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats der US-Regierung.

Die Gruppe Islamischer Stadt im Irak und Syrien (Isis) kontrolliert seit Januar Teile der Provinz Anbar. Dort hatten die Milizen in den vergangenen Tagen weitere Städte eingenommen, darunter auch Rutba. Die Truppen der irakischen Regierung hatten sich zuvor zurückgezogen.