In Ägypten haben Bewaffnete an der Grenze zu Libyen 31 Soldaten getötet. Fünf weitere Soldaten wurden laut der Nachrichtenagentur Mena verletzt. Zuvor war von 15 toten Soldaten die Rede gewesen. Der Posten sei völlig zerstört worden. Einem Sprecher des Militärs zufolge wurden bei der Attacke auch drei der Angreifer getötet. Ihre Identität konnte bisher nicht geklärt werden.

Nach Angaben des ägyptischen Innenministeriums ereignete sich der Zwischenfall in der Provinz Al-Wadi al-Dschadid im äußersten Westen des Landes. Demnach wurden die Soldaten des Kontrollpostens in Al-Farafrah mit Panzerfäusten und schweren Maschinengewehren beschossen.

Al-Farafrah liegt in einem Wüstengebiet rund 630 Kilometer westlich von Kairo. Es war bereits der zweite Überfall auf die dort stationierte Grenzschutzeinheit in nur einem Vierteljahr. Nach Mena-Angaben wurden damals fünf Soldaten getötet.

Seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi vor mehr als einem Jahr werden in Ägypten immer wieder Anschläge verübt, zu denen sich häufig extremistische Islamisten bekennen. Ziele waren zuletzt vor allem Sicherheitskräfte und Soldaten auf der Sinai-Halbinsel, die eine kurze gemeinsame Grenze mit dem Gazastreifen hat. Und auch die Sicherheitslage an der langen Westgrenze zu Libyen hat sich zuletzt angesichts der neuen Gewalt im Nachbarland verschärft.