Ein 12-Jähriger mit einem Gewehr im syrischen Aleppo ©Reuters/Muzaffar Salman

Bei bewaffneten Konflikten in aller Welt sind 2013 mehr als 4.000 Kindersoldaten eingesetzt worden. Das geht aus einem von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon veröffentlichten Jahresbericht hervor. Demnach wurden im vergangenen Jahr Tausende weitere Kinder von Armeen und Rebellengruppen rekrutiert. "Wir haben die Fälle von Kindern dokumentiert, die von sieben nationalen Armeen und 50 bewaffneten Gruppen rekrutiert und benutzt wurden", sagte Leila Zerrougui, Sonderbeauftragte der UN für Kinder in bewaffneten Konflikten. Kindersoldaten gebe es in der Zentralafrikanischen Republik, Syrien, dem Südsudan und elf anderen Ländern. Syrien sei inzwischen eines der gefährlichsten Länder der Welt für Kinder, hieß es in einer Pressemitteilung der Vereinten Nationen.

Die Vereinten Nationen gaben außerdem bekannt, dass sie die in Nigeria aktive Gruppe Boko Haram auf die "Liste der Schande" gesetzt haben. Darin sind nun offiziell 51 bewaffnete Gruppen und acht Regierungstruppen erwähnt, die Kinder entweder als Soldaten missbrauchen, töten oder verstümmeln, sexuell missbrauchen oder Schulen und Krankenhäuser attackieren. In der Regel würden jene, die derartige Verbrechen an Kindern begingen, nicht zur Rechenschaft gezogen, hieß es weiter.