Die Bundeswehr kann einem Zeitungsbericht zufolge die Zusage, die kurdische Armee im Kampf gegen die IS-Terrormiliz auszurüsten, nur teilweise erfüllen. Das geht laut einem Bericht der Bild-Zeitung aus einem vertraulichen Papier des Bundesverteidigungsministeriums für Generalinspekteur Volker Wieker hervor. Demnach können Schutzwesten gar nicht geliefert werden, weil die zur Verfügung stehenden Westen veraltet und die Schutzplatten im Innern brüchig geworden seien. Sie würden keinen Schutz bieten. 

Bei Nachtsichtgeräten seien von mehr als 1.000 geplanten lediglich 680 sofort verfügbar. 400 könnten vermutlich erst in drei Wochen besorgt werden. Die Geräte seien Mangelware bei der Bundeswehr. 

Bei der Lieferung des Kleinlasters Unimog gebe es ebenfalls Probleme. Von 58 möglichen Autos seien 35 nicht einsatzbereit. Sie hätten keine Zulassung mehr für die Verwendung in der Bundeswehr und müssten teuer repariert werden. Problemlos lieferbar seien nur Schutzhelme, Funkgeräte und Metall-Detektoren, schrieb das Blatt.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums hatte erst am Montag gesagt, dass die Bundeswehr bereits in der kommenden Woche erstmals defensive Rüstungsgüter in den Irak fliegen könnte. Dabei handele es sich um Ausrüstungsgegenstände, die nicht zur Tötung von Menschen verwendet werden könnten. Als Beispiele für solche Güter hatte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) in der vergangenen Woche Schutzfahrzeuge, Nachtsichtgeräte und Sprengfallendetektoren genannt.