Deutschland, Frankreich und Großbritannien sind dazu bereit, Beamte an den Grenzübergang Rafah zu entsenden. Das wurde aus Diplomatenkreisen im Auswärtigen Amt in Berlin bekannt. Der Grenzübergang zwischen dem Gazastreifen und Ägypten ist seit Langem gesperrt.

Die Europäer wollen einen Beitrag für eine dauerhafte Lösung im Nahost-Konflikt leisten, hieß es in Berlin. Demnach müsse zum einen die Sicherheit Israels gewährleistet sein. Zum anderen müssten sich die Lebensbedingungen und die wirtschaftliche Lage in Gaza verbessern.

Ohne den Grenzübergang sind die Palästinenser von einer wichtigen wirtschaftlichen Lebensader abgeschnitten, da dort weder Waren- noch Personenverkehr möglich sind. Eine Wiedereröffnung des Grenzübergangs wird von den Europäern denn auch als Beitrag zum Aufbau des Gazastreifens verstanden.

Zusätzlich könnte eine internationale Überwachungsmission bei einer Vereinbarung zur Entwaffnung radikaler Gruppen im Gazastreifen helfen, hieß es aus Diplomatenkreisen. Laut Auswärtigem Amt fänden derzeit zu den vorgeschlagenen Elementen intensive Abstimmungen mit den Parteien in der Region und mit internationalen Partnern statt.

Die Angebote der EU-Staaten sollen einen Beitrag zu den Verhandlungen in Kairo über eine dauerhafte Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas darstellen. Am Dienstag hatte eine auf 72 Stunden befristete Waffenruhe begonnen. In dieser Zeit beraten sich Vertreter der ägyptischen Regierung abwechselnd mit Israel und der palästinensischen Seite.