Kämpfer der Kassam-Brigaden © Mohammed Salem/Reuters

Erstmals hat ein Vertreter der Hamas zugegeben, dass die radikale Palästinenserorganisation hinter der Entführung und Tötung dreier israelischer Jugendlicher im Westjordanland im Juni stand. Der Exilfunktionär Salah Aruri räumte dies bei einer Konferenz in der Türkei ein. "Es war eine Operation unserer Brüder der Kassam-Brigaden", sagte er. Gemeint ist der militärische Arm der Hamas.

Israel hatte die Hamas von Anfang an für die Gewalttat verantwortlich gemacht. Die Organisation hatte die Entführung zwar begrüßt, sich aber nicht dazu bekannt. Die drei jüdischen Religionsschüler waren wochenlang gesucht und schließlich tot aufgefunden worden.

Der Fall und die israelische Reaktion darauf gilt als einer der Auslöser für den jüngsten Gaza-Krieg. Die israelische Regierung startete am 8. Juli die ersten Angriffe auf den Gazastreifen. Seitdem ist die Zahl der Toten nach palästinensischen Angaben auf 2.075 gestiegen. Mehr als 10.000 Menschen seien verletzt worden. Auf israelischer Seite kamen 64 Soldaten und drei Zivilisten ums Leben, Hunderte wurden verletzt.