Inmitten der Spannungen um die Ukraine haben die russischen Luftstreitkräfte ein Großmanöver in der Nähe der Grenze begonnen. Daran beteiligt seien mehr als 100 Kampfflugzeuge, hieß es. Die Übung sei bis kommenden Freitag angesetzt.

An dem Manöver des westlichen und zentralrussischen Verteidigungsbezirks seien Kampfjets und Hubschrauber verschiedener Klassen beteiligt, sagte Luftwaffensprecher Igor Klimow, darunter seien Flugzeuge vom Typ Su-27, Su-34 und MiG-31. Eine solche Militärübung, die sich über drei Verteidigungsbezirke erstrecke, gebe es zum ersten Mal.

Es sei die erste einer ganzen Reihe von Übungen der Luftwaffe, sagte Klimow. Geübt werde die Vernichtung von Luft- und Bodenzielen nicht zuletzt mit echten Raketenstarts auf dem Truppenübungsgelände in Aschuluk im Gebiet Astrachan am Kaspischen Meer. Auch das Zusammenspiel von Flugzeugen und Raketenabwehranlagen sowie das Betanken von Militärmaschinen in der Luft werde getestet.

Die Übung sei eine Etappe für die in diesem Jahr geplante Zusammenlegung von Teilen der Luftstreitkräfte, sagte Klimow. Auch in Nato-Staaten hatte es zuletzt im Zuge des Ukraine-Konflikts Militärmanöver gegeben.

In der Ostukraine kämpft die Armee des Landes gegen prorussische Separatisten.