Die EU-Sanktionen gegen Russland im Ukraine-Konflikt zeigen Konsequenzen: Die Billigfluglinie Dobroljot musste ihren Betrieb einstellen. Europäische Vertragspartner könnten angesichts der Strafmaßnahmen ihre Verpflichtungen gegenüber der Fluglinie nicht mehr erfüllen.

Das russische Unternehmen teilte am Sonntag mit, dass sich die Strafmaßnahmen unter anderem negativ auf die technische Wartung, die Versicherung von Flugzeugen sowie auf Leasingabkommen auswirke. Wegen dieses "beispiellosen Drucks" seien die Flüge und der Verkauf von Tickets nun eingestellt worden, hieß es in Moskau. 

Dobroljot ist eine junge Tochter der staatlichen russischen Fluglinie Aeroflot. Sie hatte zum Beispiel auch die Krim angeflogen und sollte den Tourismus auf der Schwarzmeerhalbinsel beleben.

Auch einer der einflussreichsten und wohlhabendsten Geschäftsleute Russlands bleibt wegen der Sanktionen vorerst auf dem Boden: Der Hauptaktionär des zweitgrößten russischen Gasförderers Novatek, Gennadi Timtschenko, sagte der Nachrichtenagentur Itar-Tass, er könne seinen Privatjet nicht länger benutzen, da die Herstellerfirma Gulfstream die technische Wartung des Flugzeuges verweigere. Timtschenko gilt als Vertrauter von Präsident Wladimir Putin. Er steht auf einer Sanktionsliste der US-Regierung.

Die EU und die USA hatten Anfang der Woche mehrere Sanktionen auf den Weg gebracht. Damit soll Russlands Präsident Wladimir Putin dazu bewegt werden, die Unterstützung der prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine zu beenden.