Ein russischer Soldat und ein russischer Panzer in der Nähe von Simferopol ©  Sergei Ilnitsky / dpa

Die Separatisten in der Ostukraine haben nach eigenen Angaben umfangreiche militärische Unterstützung aus Russland bekommen. 30 Panzer sowie 1.200 auf russischem Gebiet ausgebildete Kämpfer seien zur Verstärkung gekommen, sagte ihr Anführer Andrej Sachartschenko in einem Video. Der Mitschnitt des Sachartschenko-Interviews stand auf einer den Separatisten nahestehenden Internetseite.

Die russische Führung hat eine direkte Beteiligung am Konflikt in der Ostukraine immer bestritten. Der Kreml teilte mehrfach mit, es sei möglich, dass Freiwillige, zum Beispiel aus dem Nordkaukasus, aus eigener Initiative aufseiten der Separatisten kämpfen könnten. 


Beim geplanten Treffen der Außenminister der Ukraine, Russlands, Frankreichs und Deutschlands in Berlin soll über Auswege aus dem Konflikt und über humanitäre Hilfe für die Menschen im umkämpften Gebiet gesprochen werden. Aus dem Außenamt in Kiew verlautete, es werde auch um die Perspektive für einen weiteren Dialog gehen, möglicherweise auch auf höchstem Niveau. Russische Medien berichteten, es gebe Vorbereitungen für ein Treffen des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko mit Wladimir Putin.

40.000 Einwohner ohne Strom

Die Lage der Menschen im Krisengebiet verschlechtert sich nach Angaben der örtlichen Behörden weiter. Die mehr als 200.000 Einwohner von Luhansk sind seit zwei Wochen ohne Strom und Wasser. In Donezk seien mehr als 40.000 Einwohner ohne Strom, teilte der Stadtrat mit.

Galina Balsamowa vom Roten Kreuz sagte russischen Nachrichtenagenturen, für die Verteilung der Hilfe sei eine Einigung zwischen Russland und der Ukraine notwendig. Diese stehe aber noch aus. Präsident Poroschenko hatte am Freitag mitgeteilt, dass eine Übereinkunft mit Russland getroffen worden sei. Der in Moskau gestartete Konvoi befindet sich nach Medienberichten weiterhin auf russischer Seite der Grenze in der Kleinstadt Donezk. Die Lastwagen der Kiewer Regierung sammelten sich nördlich von Luhansk.